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07.01.2016, 19:11

Heiße Transferphase eröffnet mit Paukenschlägen

Johansen für Jones, Lecavalier und Schenn zu den Kings

Monatelang tat sich auf dem Transfermarkt in der NHL kaum etwas. Doch am Mittwoch explodierte die Lage plötzlich förmlich. Die Nashville Predators und Columbus Blue Jackets einigten sich auf einen spektakulären Eins-zu-Eins-Tausch zweier namhafter Jungstars. Zudem stellten die Los Angeles Kings in einem Tauschgeschäft mit den Philadelphia Flyers frühzeitig die Weichen für die Play-offs. Ähnliches gilt für die Washington Capitals, die einen Ex-King aus monatelanger - obgleich selbstverschuldeter - Isolation befreiten.

Nach 18 Jahren: Predators haben ihren Nummer-eins-Center

Kommt von den Clumbus Blue Jackets nach Nashville: Ryan Johansen.
Kommt von den Clumbus Blue Jackets nach Nashville: Ryan Johansen.
© Getty ImagesZoomansicht

Einen Transfer, der noch viele Jahre lang Vergleiche nach sich ziehen wird, schlossen die Predators und Blue Jackets am Mittwochabend (Ortszeit) mit dem Transfer von Verteidiger Seth Jones (21) für Center Ryan Johansen (23) ab. Für David Poile endete damit eine lange Suche: "Nach 18 Jahren haben wir endlich einen Mittelstürmer für die erste Angriffsreihe gefunden", spielte Nashvilles General Manager (GM) darauf an, dass die 1998 gegründete Franchise in ihrer Klubgeschichte stets erfolglos auf der Suche nach einem Elitecenter gewesen war. Umgekehrt erfüllte sich für die Blue Jackets mit der Akquise von Jones der Wunsch nach einem Allroundverteidiger mit Starpotenzial.

Obgleich Johansen zuletzt vom neuen Columbus-Coach John Tortorella mehrfach aufgrund mangelndem Defensivverhalten kritisiert worden war, fanden beide Seiten nach dem Wechsel nur positive Worte füreinander. Tortorella sei eben ein Trainer mit einer direkten Art, mit dem er keine Probleme im persönlichen Bereich gehabt habe, meinte Johansen. Wie Jones, der in Nashville hinter Shea Weber oder Roman Josi in der Abwehr nur die zweite Geige gespielt hatte, bei den Blue Jackets in einer prominenteren Rolle, freut sich Johansen nun in Nashville auf einen Neustart in einer Mannschaft, die zumindest zum erweiterten Kreis der Titelanwärter zu zählen ist.

Zusätzliches Plus für Abwehrspieler: Vater und Ex-NBA-Spieler Popeye Jones, der derzeit als Co-Trainer der Indiana Pacers arbeitet, trennen nun nur noch gut 200 Kilometer Luftlinie von seinem Sohn - was Familienbesuche erleichtern dürfte.

"Fast mit mir selbst verhandelt" - Lombardi setzt auf sein gutes Händchen

Bereits zuvor am Mittwoch hatten die Kings Vincent Lecavalier (35) und Luke Schenn (26) von den Flyers für Talent Jordan Weal und ein Draftrecht (3. Runde) verpflichtet. Der Clou dabei: Philadelphia übernimmt für beide Spieler die Hälfte des Gehalts bis zum Saisonende. Gleichzeitig erklärte Lecavalier, dass er seine Karriere trotz noch bis 2018 laufenden Vertrags zum Saisonende beenden werde. Weil Schenns Kontrakt Ende Juni ohnehin ausläuft, werden beide Klubs damit nur noch bis zum Ende der Spielzeit 2015/16 mit dem Salär für beide Spieler belastet.

Den ausgeklügelten Deal fädelte Dean Lombardi, GM der Kings, dabei "fast mit mir selbst ein". Denn Flyers-GM und Ex-NHL-Keeper Ron Hextall arbeitete jahrelang als Assistent Lombardis bei den Kaliforniern. Daher kenne er auch "alle meine Tricks und Verhandlungstaktiken", meinte Lombardi scherzhaft. Während Philadelphia durch den Tausch nicht zuletzt finanzielle Flexibilität unter dem Salary Cap erhält, sieht Lombardi im physisch starken Abwehrspieler Schenn einen Ersatz für den womöglich bis zum Saisonende ausfallenden Matt Greene. Der einstige Starspieler Lecavalier, der in den letzten Jahren stark abbaute und für die Flyers bislang in dieser Saison nur auf sieben Einsätze gekommen war, soll dem auf der Center-Position hinter den Elitekräften Anze Kopitar und Jeff Carter noch unerfahrenen Kings-Kader mehr Tiefe verleihen.

Richards erhält Spielerlaubnis und unterschreibt in Washington

Neu bei den Washington Capitals: Mike Richards.
Neu bei den Washington Capitals: Mike Richards.
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Ebenfalls nur geringes Risiko gingen die Washington Capitals bei der Verpflichtung eines Routiniers ein. So unterschrieb Mittelstürmer Mike Richards einen Vertrag bis zum Saisonende, dotiert mit rund 500.000 US-Dollar. Der 30-Jährige hatte mit den Kings in einer Schlüsselrolle als Führungsspieler die Stanley-Cup-Siege 2012 und 2014 gefeiert, war anschließend aber in Ungnade gefallen, weil er bei der Einreise von Kanada in die USA mit dem Auto ohne Attest mit dem verschreibungspflichtigen Medikament Oxycodon erwischt worden war. Das in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fallende schwere Schmerzmittel gilt in Nordamerika als eine Art Modedroge nicht nur unter Sportlern.

Die Kings hatten nach Bekanntgabe des Verstoßes den noch langfristig laufenden und hochdotierten Vertrag mit Richards einseitig aufgelöst. Zudem musste sich der Kanadier dem Anti-Drogen-Programm der NHL unterziehen. Nach Klage der Spielergewerkschaft NHLPA gegen den Rauswurf einigten sich die Kings und Richards schließlich auf einen Vergleich. Bevor er nun den Vertrag mit den Capitals unterzeichnete, holte Richards zuvor noch in einem persönlichen Gespräch mit Commissioner Gary Bettman die Spielerlaubnis seitens der Liga für seine Rückkehr ein.

Joachim Meyer

07.01.16
 

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02.06. 02:00 - -:-
 
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