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06.05.2013, 22:35

Schweiz düpiert auch den dritten Favoriten

Zepp patzt - DEB-Team verliert wieder knapp!

Nach den Niederlagen gegen Finnland (3:4 nach Verlängerung) und Russland (1:4) hat die deutsche Nationalmannschaft auch ihr drittes WM-Spiel gegen die Slowakei verloren. Beim 2:3 (1:0, 0:1, 1:2) lag das DEB-Team lange in Führung, musste sich aber nicht zuletzt aufgrund eines Patzers seines Keepers geschlagen geben. Im zweiten Spiel der "deutschen" Gruppe H setzte sich Finnland mit 3:1 gegen Frankreich durch. In der Gruppe S ging der Schweizer Siegeszug auch gegen Tschechien munter weiter. Schweden quälte sich erneut, scheint aber wieder in der Spur.

Rob Zepp (li.)
Rückte gegen die Slowakei in den Mittelpunkt: Keeper Rob Zepp (li.).
© Getty ImagesZoomansicht

Bundestrainer Pat Cortina entschied sich keine 24 Stunden nach dem am Ende zu hoch ausgefallenen 1:4 gegen Russland zu zwei Änderungen: Wie schon in der Auftaktpartie gegen Finnland (3:4 nach Verlängerung) begann im Angriff Marcel Noebels an Stelle von Daniel Pietta, der gegen die Russen zum Einsatz gekommen war. Auch im Tor setzte Cortina auf Rotation. Rob Zepp ersetzte wieder Dennis Endras.

Das deutsche Team erwischte vor 5.078 Zuschauern in Helsinki einen gelungenen Start. Nachdem John Tripp in der 3. Minute bereits zwei gute Chancen hatte, gelang Deutschland wenig später die frühe Führung: Michael Wolf fälschte einen Schuss von der blauen Linie von Nikolai Goc aus der Luft gekonnt genau durch die Beine von Keeper Jaroslav Janus ab (5.). Nach Zuhilfenahme des Video-Beweises erkannten die Referees den Treffer an. In der Folge spielten Christian Ehrhoff & Co. in der Defensive sehr konsequent und ließen gegen den uninspiriert auftretende Vize-Weltmeister kaum nennenswerte Offensivaktionen zu.

Im zweiten Drittel machten die Slowaken mehr Druck. Peter Ölvecky tauchte in der 24. Minute frei vor Zepp auf, verzog mit seinem Schlagschuss aber knapp. Weniger später bediente Ölvecky dann Tomas Surovy, der aus halbrechter Position am stark reagierenden Zepp scheiterte (27.). In der 28. Minute hatte der deutsche Keeper nach einem Bauern-Trick von Oldie Miroslav Satan Glück (28.).

In der 34. Minute war es aber soweit: Weil Zepp einen harmlos anmutenden Schuss von Michal Sersen abprallen ließ, konnte Mario Bliznak ungehindert aus kurzer Distanz abstauben. Kurz darauf bot sich dem DEB-Team mit dem ersten Powerplay der Partie, die Chance wieder in Führung zu gehen: Doch Wolf zielte aus dem Slot knapp rechts am Tor vorbei (36.).

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Ullmann scheitert am Aluminium - Krueger kommt

Nachdem das DEB-Team zu Beginn des Schlussabschnitts seine erste Unterzahl-Situation überstanden hatte, gelang Marcus Kink mit einem Rückhandtreffer fast aus dem Nichts die erneute Führung (44.). Janus sah dabei nicht gut aus. Doch die Slowakei wirkte nun leichtfüßiger, während den Deutschen die Müdigkeit aufgrund des zweiten Einsatzes binnen 24 Stunden immer mehr anzumerken war. Die Folge: Tomas Zaborsky schloss einen gelungenen Spielzug des Teams von Vladimir Vujtek zum erneuten Ausgleich ab (46.).

Michael Wolf (Z.v.re.)
Bejubeln das Tor zum 1:0: Das DEB-Team um Schütze Michael Wolf (2.v.re.).
© Getty Images

Zwei Minuten später hatte Zepp mehr Glück, als Sekera mit einer Direktabnahme nur den rechten Innenpfosten traf (48.). Doch ein Patzer des Berliner Schlussmanns brachte die nun überlegenen Slowakei doch auf die Siegerstraße: Statt den Puck im Gewühl vor dem Tor zu sichern, bugsierte Zepp die Scheibe unglücklich genau auf die Kelle von Zaborsky, der so mühelos zu seinem zweiten Treffer einschob (53.).

In den beiden Schlussminuten, als Verteidiger Milan Jurcina auf die Strafbank musste, versuchte das Team von Pat Cortina mit Sechs-gegen-vier noch einmal alles. Doch Christoph Ullmann scheiterte in Minute 60 unglücklich am Pfosten. So blieb es trotz einer erneut sehr ansprechenden Leistung des deutschen Teams bei der bitteren dritten Niederlage im dritten Spiel.

"Wieder einmal sind wir für kleine Fehler bestraft worden. Am Ende kam auch noch Pech dazu. Jetzt kommen die wichtigen Spiele um den Klassenerhalt", haderte Kapitän Ehrhoff nach der Partie. "Wir haben uns das 2:1 hart erarbeitet, dann aber leider ein paar Fehler gemacht. Das tut mir für das Team sehr leid", meinte Coach Cortina.

Für den weiteren Turnierverlauf erhält das deutsche Team nun weitere Verstärkung aus Nordamerika. Schon am Dienstag soll Verteidiger Justin Krueger in Helsinki eintreffen und womöglich schon am Mittwoch (15.15 Uhr) gegen Österreich spielen. Der 26-Jährige von den Charlotte Checkers war am Wochenende mit dem Farmteam des NHL-Klubs Carolina Hurricanes aus den AHL-Play-offs ausgeschieden.

Finnland müht sich gegen Frankreich

Im zweiten Spiel der deutschen Gruppe tat sich Finnland gegen Frankreich in Helsinki lange schwer. Die Co-Gastgeber mussten sich von den 12.158 Zuschauern in der Hartwall Areena sogar Pfiffe anhören und hatten bei einem Pfostenschuss von Bellemare (35.) auch noch Glück. Erst ein Doppelschlag von Pesonen (35.) und Aalonen (36.) innerhalb von 38 Sekunden ebnete den Weg zum dritten Sieg im dritten Spiel. Nach Bellemares Anschlusstreffer (41.) beseitigte Viitaluoma (49.) die letzten Zweifel.


Gruppe S: Hudlers Doppelpack reicht nicht - Schweden wieder in der Spur

In Stockholm avancierte die Schweiz vor 3.537 Zuschauern dank eines 5:2 (1:0, 1:2, 3:0) gegen Tschechien endgültig zum Favoritenschreck, nachdem die Eidgenossen zuvor bereits Schweden (3:2) und Kanada (3:2 nach Penaltyschießen) besiegt hatten. Andres Ambühl (18.) in Überzahl sowie Nino Niederreiter (27.) brachten das Team von Coach Sean Simpson in Front. Doch Tschechien drückte in der Folge mit Macht und kam noch vor Ende des Mitteldrittels durch zwei Tore von Jiri Hudler von den Calgary Flames zum Ausgleich (34., 40.).

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Ein Stochertor von Simon Moser leitete im letzten Drittel den dritten Schweizer Erfolg im dritten Spiel ein (46.). Die Tschechen stemmten sich gegen die bereits zweite Turnier-Niederlage, wurden in der Schlussphase jedoch durch Simon Bodenmann (54.) und Reto Suri, der ins leere Tor traf (60.), eiskalt ausgekontert. Die Schweiz übernimmt damit vorerst die Führung in der Gruppe S und hat die Viertelfinal-Teilnahme bereits ganz dicht vor Augen.

Zurück in die Spur gefunden haben offenbar die Schweden, die am Abend Weißrussland mit 2:1 das Nachsehen gaben und ihren zweiten Sieg in Serie feierten. Die Weißrussen waren zwar durch Konstantin Koltsov (18.) in Führung gegangen, doch Oscar Lindberg (26.) sowie Fredrik Pettersson (52.) drehten den Spieß für die "Tre Kronor" noch um.

06.05.13
 
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