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30.04.2013, 10:00

Western Conference, Play-off-Vorschau

Der Goliath aus Chicago nimmt Anlauf

Der enge Zeitplan der Lockout-Saison sorgt dafür, dass nach nur einem Tag Pause nach Ende der Hauptrunde bereits in der Nacht zum Mittwoch (MESZ) die Play-offs 2013 beginnen - mit drei Paarungen der Western Conference. Nur bei einem Duell scheint der Sieger schon festzustehen. Denn die Chicago Blackhawks gehen nach toller Hauptrunde als Titelfavorit ins Rennen. Eine Vorschau auf die Serien im Westen...

Chicago Blackhawks (1.) - Minnesota Wild (8.)

Reichlich Grund zu Feiern: In Chicago hofft man auf den ganz großen Wurf.
Reichlich Grund zu Feiern: In Chicago hofft man auf den ganz großen Wurf.
© Getty Images

Es ist das Duell David gegen Goliath. Denn die Blackhawks waren das überragende Team der Hauptrunde und kassierten ihre erste Niederlage nach regulärer Spielzeit erst in der 25. (!) von insgesamt 48 Partien. Ein neuer NHL-Rekord. Welche Erwartungen diese Statistik weckt, macht die Tatsache deutlich, dass die vier Mannschaften, die Chicago in der NHL-Historie in dieser Hinsicht am nähsten kamen, im jeweiligen Jahr stets den Stanley Cup gewannen. Trotz der geballten offensiven Power, dank Spielern wie Patrick Kane, Jonathan Toews, Marian Hossa oder Patrick Sharp, war letztlich gerade auch die Defensive, die mit nur 94 Gegentoren die wenigsten der Liga kassierte, für die Dominanz der Blackhawks verantwortlich.

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Minnesota kann dagegen allenfalls Play-off-Euphorie setzen. Die Wild hat nun, da sie es als letztes Team hauchdünn vor den punktgleichen Columbus Blue Jackets in die Endrunde schaffte, nichts mehr zu verlieren. Die vor der Saison neu geholten Zach Parise und Ryan Suter verfügen zudem über die Erfahrung, die ansonsten vielen Spielern im jungen Kader noch fehlt. Gegen das sehr mobile, sehr offensivfreudige Chicago müsste Minnesota aber über sich hinauswachsen, um mehr als vielleicht ein oder zwei Spiele für sich zu entscheiden. Der in Freiburg geborene Dany Heatley fehlt obendrein nach einer Schulter-OP.

Anaheim Ducks (2.) - Detroit Red Wings (7.)

Meldete sich nach schwacher Saison als Topscorer zurück: Anaheims Ryan Getzlaf.
© Getty Images

Wer ist hier der Favorit? Die Kalifornier sind eines der Überraschungsteams der Saison. Nicht nur erlebten die finnischen Altstars Teemu Selänne (42) und Saku Koivu (38) in der kurzen Hauptrunde ihren x-ten Frühling. Auch viele andere Bausteine fügten sich überraschend effektiv zu einem Topteam zusammen: Star-Center Ryan Getzlaf, der sich nach enttäuschender Vorsaison als Topscorer mit 49 Punkten aus 44 Partien beeindruckend zurückmeldete, gelungene Neuverpflichtungen wie Sheldon Souray oder Daniel Winnik oder die stark aufspielenden Rookies Kyle Palmieri und der schwedische Keeper Viktor Fasth.

Das Problem der Ducks könnte allerdings im Gegner liegen. Denn die Red Wings sicherten sich zwar erst im Endspurt ihre 22. Play-off-Teilnahme in Serie - die derzeit längste ihrer Art im nordamerikanischen Profisport. Dem Team von Cheftrainer Mike Babcock gelang es aber, im Saisonverlauf einen teilweisen Neuaufbau effektiv durchzuführen. So heißen wichtige Bausteine in der Abwehr nun nicht mehr Nicklas Lidström oder Brad Stuart, sondern Jakub Kindl oder Danny DeKeyser, der nach abgeschlossener College-Karriere erst in der Schlussphase der Saison hinzukam, aber sofort einschlug. Zusammen mit den etablieren Stars Henrik Zetterberg und Pavel Datsyuk könnte diese Kombination die tolle Saison der zuletzt eher formschwachen Ducks womöglich jäh beenden.

Vancouver Canucks (3.) - San Jose Sharks (6.)

Derek Roy
Kam aus Dallas und ist in Vancouver einer der Hoffnungsträger: Derek Roy.
© Getty Images

Im Duell zweier Play-off-Dauergäste der Western Conference gehen die Canucks allenfalls als leichter Favorit ins Rennen. Die Westkanadier trennten von den Kaliforniern gerade einmal zwei Punkte. Für Vancouver spricht allerdings, dass der zum Ende der Wechselfrist am 3. April aus Dallas gekommene Derek Roy, aber auch der lange Zeit verletzungsbedingt ausgefallene Ryan Kesler, dem Angriff im Vergleich zu weiten Teilen der Hauptrunde ein gewaltiges Plus an Durchschlagskraft verleihen. Eine Kontroverse könnte allerdings bei frühen Misserfolgen auf der Torhüterposition entstehen, wo Cory Schneider mittlerweile Roberto Luongo verdrängt hat, zuletzt allerdings angeschlagen war.

Die Sharks durchlebten eine turbulente Hauptrunde. Anfangs mit sieben Siegen in Serie mit den Blackhawks schritthaltend, fiel San Jose zwischenzeitlich sogar aus den Play-off-Plätzen. Erst ein erneut deutlicher Leistungsumschwung ab Anfang April sicherte noch den souveränen Einzug in die Endrunde. Pikant: Kapitän Joe Thornton spielte dabei in der Schlussphase der Saison nur eine eher untergeordnete Rolle, wurde von Coach Todd McLellan zum Mittelstürmer der "Checking Line" degradiert und erhielt als solcher häufig nicht mehr als 16 bis 17 Minuten Eiszeit. Da dieses Experiment - ebenso wie die Umfunktionierung von Verteidiger Brent Burns zum Power Forward - allerdings dem Teamerfolg diente, machte es die "Haie" auch gefährlicher, weil deutlich unberechenbarer.

St. Louis Blues (4.) - Los Angeles Kings (5.)

Anze Kopitar
Entscheidet in diesem Duell die Offensive? Star-Center Anze Kopitar kann den Unterschied ausmachen.
© Getty Images

Schon vor rund zwölf Monaten trafen beide Teams aufeinander, damals allerdings schien St. Louis als eines der drei punktbesten Teams der Hauptrunde in der Favoritenrolle. Und wurde von den entfesselten Kings in Runde zwei per "Sweep" entzaubert. Doch die Blues 2013 scheinen von einem anderen Kaliber zu sein. Denn die noch immer jungen, angehenden Starverteidiger Alex Pietrangelo und Kevin Shattenkirk sind nicht nur gereift, sondern erhielten Anfang April in Jay Bouwmeester und Jordan Leopold so prominente Verstärkung an die Seite gestellt, dass die Blueline der Blues nunmehr auf dem Papier die vielleicht beste in der NHL ist.

Gäbe es da nicht die Kings. Ein Drew Doughty in der Play-off-Form von 2012 ist als Kombination aus Cleverness im Zweikampf und exzellenten Aufbaufähigkeiten einer der allerbesten seiner Zunft. Dass der Titelverteidiger in Slava Voynov zudem geradezu einen Klon Doughtys in den eigenen Reihen weiß, ist ein wahrer Segen für Coach Darryl Sutter. Und dass mit Jake Muzzin, der mit sieben Toren noch eines mehr als Doughty und Voynov schoss, fast aus dem Nichts ein weiterer starker Zwei-Wege-Verteidiger erwuchs, könnte den vermeintlichen Vorteil Abwehr der Blues nivellieren. So könnte am Ende die Offensive in dieser mutmaßlich engen Serie entscheiden. Und hier scheint Los Angeles dank dem slowenischen Star-Center Anze Kopitar, Torjäger Jeff Carter oder dem listig-cleveren Kapitän Dustin Brown erneut die besseren Karten zu haben.

30.04.13
 
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Vereinsdaten

Vereinsname:Chicago Blackhawks
Anschrift:Chicago Blackhawks
1901 West Madison Street
Chicago, Illinois, USA 60612
Internet:http://www.chicagoblackhawks.com/

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Vereinsname:Minnesota Wild
Anschrift:Minnesota Wild
317 Washington Street
Saint Paul, Minnesota, USA 55102
Internet:http://www.wild.com/

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Vereinsname:Anaheim Ducks
Anschrift:Anaheim Ducks
2695 East Katella Avenue
Anaheim, California, USA 92806
Internet:http://www.anaheimducks.com/

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Vereinsname:Detroit Red Wings
Anschrift:Detroit Red Wings
600 Civic Center Drive
Detroit, Michigan, USA 48226
Internet:http://www.detroitredwings.com/

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Vereinsname:St. Louis Blues
Anschrift:St. Louis Blues
Savvis Center
1401 Clark Avenue
St. Louis, Missouri, USA 63103
Internet:http://www.stlouisblues.com/

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Vereinsname:Los Angeles Kings
Anschrift:Los Angeles Kings
1111 South Figueroa Street
Suite 3100
Los Angeles, California, USA 90015
Internet:http://www.lakings.com/

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