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14.04.2013, 17:34

DEL-Finalspieler: Sturm patzt

Hattrick rückt näher: Eisbären entern Köln

Die Eisbären Berlin haben bei den Kölner Haien das erste DEL-Finalspiel auf fremdem Terrain für sich entschieden. Ausgerechnet der deutsche NHL-Rekordspieler Marco Sturm sorgte mit einer unglücklichen Aktion für die Entscheidung zugunsten des Titelverteidigers. Endstand aus Kölner Sicht: 2:4.

Die Kölner Haie verteidigen ihr Tor
Vergebens: Die Kölner Haie verteidigen leidenschaftlich ihr Tor - und verloren doch das erste Finalspiel daheim.
© picture allianceZoomansicht

Marco Sturm war fassungslos. Ausgerechnet der deutsche NHL-Rekordspieler hat mit einem Abpraller vom Schienbeinschoner ins eigene Netz für die Vorentscheidung im ersten Finalduell zugunsten von Titelverteidiger Eisbären Berlin gesorgt. Damit schufen sich die Hauptstädter im ersten Match der Best-of-Five-Serie mit einem 4:2 (1:0,1:1,2:1)-Erfolg bei den Kölner Haien eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um ihren siebten Titel.

Die Eisbären setzten vor 18.650 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess-Arena die Gastgeber sofort unter Druck. In der sechsten Minute verhinderte noch die Latte bei einem Schuss von Tyson Mulock die Gäste-Führung, doch vier Minuten später erzielte Top-Scorer Julian Talbot nach schöner Vorarbeit von TJ Mulock seinen fünften Playoff-Treffer.

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Haie beginnen sehr nervös

"Wer das erste Tor schießt, wird sich durchsetzen", hatte Kölns Coach Uwe Krupp vor dem Match prognostiziert und er sollte recht behalten. Zu stark präsentierten sich die Berliner, kamen im Auftakt-Drittel zu 19:6 Torschüssen und hätten ihre Führung ausbauen müssen. Hingegen wirkten die Kölner, die nach elf Jahren unbedingt wieder den Titel wollen, zunächst gehemmt und unsicher. "Die sind völlig nervös", stellte auch Ex-Nationalspieler Florian Busch auf der Wechselbank fest.

Doch mit einem ganz anderen Gesicht kamen die rotgekleideten Haie aus der Kabine. Und als Andreas Falk nach 23 Minuten zum 1:1 einschoss, war die Überlegenheit der Eisbären verflogen. Die Kulisse in der voll besetzten Arena peitschte die Haie weiter nach vorn. Umso überraschender fiel die erneute Führung der Berliner: Nach einem Abwehrfehler von Trainersohn Björn Krupp ließ sich TJ Mulock die Chance in der 39. Minute nicht entgehen.

Ich denke, es wird eine lange Serie.TJ Mulock

"Die Eisbären wissen einfach, wie es geht. Wenn es brenzlig wird, legen sie den Schalter um und packen noch einen drauf", sagte Eisbären-Idol Sven Felski und charakterisierte damit die Stärken seines Ex-Teams. Als dann auch noch der mit 1006 NHL-Partien erfahrenste Kölner Marco Sturm einen Hinter-Tor-Schuss von Darin Olver mit dem Schienbeinschoner ins eigene Tor lenkte, war die Vorentscheidung gefallen. "Berlin war anfangs sehr überlegen, wir sind ein bisschen zu nervös gestartet. Der Druck war groß, für viele war es eine neue Situation", sagte der Kölner Felix Schütz.

In einer dramatischen Schlussminute verkürzte zwar Andreas Falk noch einmal zum 2:3, doch ein kurioser Treffer zerstörte dann die letzten Hoffnungen der Gastgeber: Andre Rankel wurde bei einem Konter allein auf das Tor zulaufend gefoult und traf nur den Pfosten des leeren Tores. Dennoch entschieden die Referees entsprechend des Regelwerkes auf "Technisches Tor": Die Entscheidung war perfekt. "Wir waren das bessere Team. Aber ich denke, es wird eine lange Serie", meinte TJ Mulock nach dem Match. "Jetzt müssen wir unbedingt auch am Dienstag in Berlin gewinnen", fügte der Routinier hinzu.

Podolski grüßt aus London

Edelfan Lukas Podolski hatte seinen Haien diesmal aus der Ferne die Daumen gedrückt. Auf Facebook posierte der Fußball-Nationalspieler im Haie-Trikot und drückte dem Team die Daumen. "Hi Leute, Wie ihr seht, ist der Hai auch in London", postete Podolski, nachdem er für den FC Arsenal beim 3:1 über Norwich für ein Jokertor gesorgt hatte. Doch auch diese Aufmunterung half diesmal den Kölnern nicht. (dpa)

14.04.13
 
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