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12.03.2013, 16:15

DEL, 1. Play-off-Runde

Aus vier mach zwei: Vorteil Nürnberg und Augsburg?

In den beiden kurzen Qualifikations-Serien der DEL für das Play-off-Viertelfinale treffen jeweils zwei Teams mit ähnlichen Voraussetzungen und Vorgeschichten in dieser Saison aufeinander. Sowohl Nürnberg als auch Wolfsburg wurden aufgrund ihrer namhaften Kader zunächst höher eingeschätzt und fingen sich erst zum Hauptrundenende hin. Augsburg und Vorjahres-Halbfinalist Straubing dagegen gehören zu den etatmäßig im unteren Tabellendrittel angesiedelten Teams.

Nürnbergs Dusan Frosch (oben) und Wolfsburgs Robbie Bina (unten).
Wer fliegt raus? Nürnbergs Dusan Frosch (oben) oder Wolfsburgs Robbie Bina (unten).
© imago

Thomas Sabo Ice Tigers (7.) - Wolfsburg Grizzly Adams (10.)

Beide Mannschaften starteten mit höheren Ambitionen als nur den Kampf um Platz zehn, in den insbesondere die Niedersachsen bis quasi zur letzten Sekunde der Hauptrunde am vergangenen Sonntag verwickelt waren. Bei beiden Teams wurde zudem der - gemessen an den eigenen Ansprüchen - eher sehr durchwachsene Saisonverlauf eingeleitet durch eine schwere Verletzungsmisere im Herbst.

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Während bei den Nürnbergern die beiden langzeitverletzten Patrick Buzas (nach Schulter-OP) und überraschend auch Evan Kaufmann (nach schwerer Handgelenksverletzung) in der Schlussphase der Saison zurückkehrten, fehlt den Wolfsburgern Nationalspieler Christopher Fischer weiterhin. Zudem muss Coach Pavel Gross voraussichtlich auch auf Rainer Köttstorfer (Armverletzung) und Simon Danner (nach Gehirnerschütterung) verzichten. Bei den Franken fällt mit Marco Nowak (Schulter-OP) ebenfalls ein wichtiger Verteidiger bis zum Saisonende aus. Und auch der Einsatz von Nummer-eins-Torhüter Tyler Weiman ist aufgrund einer Knieblessur eher unwahrscheinlich.

Starke Sturmreihen auf beiden Seiten, aber ein paar Fragezeichen in der Abwehr und auf der Torhüterposition versprechen eine attraktive Serie. Schon die vier Vergleiche während der Hauptrunde waren umkämpft, die Heimteams gewannen jeweils zweimal. Am Ende der entscheidende Vorteil für die Ice Tigers?

Augsburger Panther (8.) - Straubing Tigers (9.)

Grant Lewis (li.) gegen Justin Forrest (re.)
Straubing gegen Augsburg oder Grant Lewis (li.) gegen Justin Forrest (re.).
© imagoZoomansicht

Geht es im bayerischen Derby zwischen Schwaben und Niederbayern nach den Vorleistungen aus dem direkten Vergleich, dann dürfte die Serie eine klare Angelegenheit zugunsten der Panther werden, die gleich alle vier Saisonspiele für sich entscheiden konnten. Doch den Straubingern könnte die Play-off-Erfahrung aus dem Vorjahr helfen, als sie völlig überraschend als Sechste den Dritten Wolfsburg im Viertelfinale mit einem 4:0-"Sweep" ausgeschaltet hatten.

Beide Seiten müssen auf Schlüsselspieler verzichten: Der Augsburger Abwehrchef und Ex-Straubinger Michael Bakos muss nach einem Bandscheibenvorfall passen. Auch der Einsatz von Stürmer T.J. Trevelyan (Handverletzung) ist sehr fraglich. Bei den Tigers ist die Saison für die wichtigen Angreifer Tyler Beechey (Zehenbruch) und Daniel Sparre (Wirbelverletzung) voraussichtlich bereits beendet.

Wie schon Nürnberg und Wolfsburg gleichen sich auch Augsburg und Straubing in ihren Stärken und Schwächen. Beide Klubs sind weniger von individueller Klasse als vielmehr stark vom Kampfgeist und der Form der guten Keeper Patrick Ehelechner (AEV), mit dem pünktlich vor dem Start der ersten Play-off-Runde noch die Vertragsverlängerung bis 2014 bekanntgegeben wurde, sowie Jason Bacashihua (Tigers) abhängig. Die entscheidende Frage könnte daher sein: Welcher Keeper hat die besseren Nerven?

12.03.13
 
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