
Marchand (7.), Chara (18.) und Hamilton (19.) schossen Boston zu einer komfortablen 3:0-Führung nach dem ersten Drittel. Dann ließen die Braunbären die Zügel schleifen und ließen die Capitals zurück ins Spiel. Ribeiro (26.), Kundratek und Wolksi (54.) retteten Washington in die Overtime. Nach nur 37 Sekunden in der Verlängerung machte Fehr den Sieg für die Hauptstädter schließlich perfekt. "Das ist eine schmerzhafte Niederlage. Es hätte niemals in die Verlängerung gehen dürfen", haderte Bostons Stürmer Marchand.
Der Deutsche Seidenberg, der keinen Scorerpunkt verbuchte, erhielt bei den Bruins die meiste Eiszeit mit 24:21 Minuten.
Einen souveränen 4:1-Erfolg feierten die Florida Panthers gegen die Winnipeg Jets mit dem deutschen Nationalstürmer Marcel Goc, der einen Assist zum Sieg beisteuerte. "Wir haben uns heute den Hintern aufgearbeitet", sagte Torschütze Matthias, "jeder einzelne Spieler ist heute an seine Grenze gegangen. Das hat sich ausgezahlt. Nur so können wir erfolgreich sein." Dennoch bleiben die "Cats" im Osten mit 19 Punkten Letzter.
Mit Goalie Thomas Greiss auf der Ersatzbank feierten derweil die San Jose Sharks einen wichtigen Erfolg. Stammtorwart Niemi zeigte erneut eine ansprechende Leistung und heimste dafür ein Sonderlob von Kapitän Thornton ein: "Er war schon das ganze Jahr unser bester Spieler und hat das auch heute Abend wieder bestätigt". Bei den Vancouver Canucks setzte sich die Mannschaft aus Kalifornien 3:2 nach Penaltyschießen durch. Der US-Amerikaner Joe Pavelski erzielte den Siegtreffer für die Sharks, die mit 26 Zählern im Westen Platz fünf belegen.
Empfindliche Niederlagen im Kampf um die begehrten Play-off-Plätze kassierten unterdessen die Mannschaften der weiteren deutschen NHL-Legionäre. Jochen Hecht und Christian Ehrhoff unterlagen mit den Buffalo Sabres bei den Carolina Hurricanes 3:4 und müssen als 13. im Osten ebenso um die Teilnahme an der Meisterschaftsrunde zittern wie die Edmonton Oilers als Zwölfter im Westen.
Die Mannschaft vom deutschen Trainer Ralph Krueger unterlag bei den Columbus Blue Jackets, dem schwächsten Team der Liga, 3:4 nach Penaltyschießen.
Derweil haben die Toronto Maple Leafs den Vertrag mit dem deutschen Verteidiger Korbinian Holzer bis 2015 verlängert. Nach Angaben des kanadischen Fernsehsenders TSN bezieht Holzer in den beiden kommenden Spielzeiten insgesamt 1,575 Millionen US-Dollar.
Damit hat der 25-Jährige den NHL-Durchbruch wohl geschafft. Nachdem der gebürtige Münchner beim Entry-Draft 2006 von den Leafs in der vierten Runde an 111. Position gezogen wurde, sammelte der Rechtsschütze erstmal weitere Erfahrungen bei der Düsseldorfer EG in der DEL. Erst im Jahr 2010 wagte Holzer der Sprung nach Nordamerika und empfahl sich beim AHL-Team Toronto Marlies für ein NHL-Engagement.
Trotz starker Konkurrenz gelang dem Verteidiger nun der Durchbruch. In der laufenden Saison absolvierte der Nationalspieler bereits 16 Partien und kam dabei auf zwei Tore. Mit 37 geblockten Schüssen ist das 1,90 Meter große Muskelpaket sogar Dritter in der internen Rangliste der Maple Leafs.
New Jersey Devils - Tampa Bay Lightning 2:5
New York Islanders - Montreal Canadiens 6:3
Washington Capitals - Boston Bruins 4:3 n.V.
Carolina Hurricanes - Buffalo Sabres 4:3
Columbus Blue Jackets - Edmonton Oilers 4:3 n.P.
New York Rangers - Philadelphia Flyers 4:2
Florida Panthers - Winnipeg Jets 4:1
Detroit Red Wings - Colorado Avalanche 2:1
Chicago Blackhawks - Minnesota Wild 5:3
Vancouver Canucks - San Jose Sharks 2:3 n.P.
Los Angeles Kings - St. Louis Blues 6:4