Am Dienstagabend schlossen Hannover und Ingolstadt den 48. Spieltag ab. Mit dem besseren Ende für die Gäste: Der ERC Ingolstadt gewann mit 4:2 (0:1,3:0,1:1) bei den Scorpions. Für Ingolstadt war es der erste Sieg nach zwei Niederlagen. Vor 2470 Zuschauern wendeten Robert Sabolic mit zwei Toren und Derek Hahn im Mitteldrittel das Blatt. Im Schlussdurchgang traf Sabolic erneut, nachdem Hannover noch mal bis auf einen Treffer rangekommen war. Die Mannschaft von Trainer Rick Nasheim hat damit Rang sechs weiter gefestigt.
Für Mirko Lüdemann war es ein historisches Jubiläum am Sonntag, immerhin stand er zum 1000. Mal in der DEL auf dem Eis - das hatte vor ihm noch niemand geschafft. Der Verteidiger, der seit 19 Jahren in Köln spielt, erhielt für seine Leistung von KEC-Legende Udo Kießling ein Trikot mit der Rückennummer 1000 sowie von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke den DEL-Ehrenring überreicht. "Der Applaus, die Standing Ovations von all den Leuten, das war schon ein schönes Gefühl, einmalig", sagte Lüdemann im Nachhinein.
Zuvor durfte er vor 12.241 Zuschauern einen aus seiner Sicht sicherlich tollen Nachmittag verleben, denn seine Haie bescherten ihm zum Jubiläum einen Sieg - der 39-Jährige heimste beim 5:3 (1:1, 2:1, 2:1) gegen die Straubing Tigers sogar einen Scorerpunkt ein. Das Haie-Urgestein legte das entscheidende 4:2 durch Felix Schütz (57.) auf. Die weiteren Treffer markierten Daniel Tjärnqvist (14.), Chris Minard (29.), Greg Claaßen (38.) und Alexander Weiß (60.) für die Haie, die ihren fünften Sieg in Folge feierten - Carsen Germyn (16.) und Karl Stewart (40.) netzten auf Seiten der Gäste ein. Durch den Sieg behauptete sich die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp an der Spitze der Tabelle.
Titelverteidiger Eisbären Berlin zog indes mit 3:4 (2:0, 0:2, 1:1, 0:1) nach Verlängerung gegen die Krefeld Pinguine den Kürzeren, bleibt aber aufgrund der besseren Tordifferenz auf Platz drei vor den Rheinländern. In der Hauptstadt lag der Meister durch Tore von Tyson Mulock (10.) und Barry Tallackson (12.) bereits mit 2:0 vorn, doch die Gäste drehten den Spieß über Tomas Kurka (25.), Francois Methot (39.) und Adam Courchaine (51.) um und führten bis dreieinhalb Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit mit 3:2. Doch André Rankel (57.) rettete die Eisbären in die Verlängerung. In dieser sicherte aber Boris Blank den Pinguinen nach 4:14 Minuten in der Overtime doch noch den Sieg.

Fünfter bleiben die Hamburg Freezers, die mit 4:2 (3:0, 1:2, 0:0) gegen Schlusslicht Düsseldorfer EG die Oberhand behielten. Colin Murphy (13.), Eric Schneider (14.), James Bettauer (17.) und Thomas Dolak (25.) hatten die Hanseaten komfortabel in Führung gebracht, ehe Calle Ridderwall (27.) und Bernhard Ebner (34.) zumindest noch verkürzten.
Einen Kantersieg feierten die Adler Mannheim gegen die Iserlohn Roosters. Mike Glumac (11.) sowie Marcus Kink (30.) hatten jeweils einen Rückstand (Brendan Brooks, 7., Brandon Rodgers, 27.) egalisiert, ehe Ronny Arendt (55.), Adam Mitchell (56.) und erneut Kink (58.) in den Schlussminuten den 5:2-Sieg perfekt machten. In Augsburg fiel die Entscheidung zwischen den heimischen Panthern und dem EHC München erst im Penalty-Schießen. Nach regulärer Spielzeit und Treffern von Lubor Dibelka (35.) und Sören Sturm (50.) für München sowie Thomas Jordan Trevelyan (43.) und Daryl Boyle (50.) für Augsburg stand es 2:2. In der Overtime sollte kein Tor fallen, Mario Valery-Trabucco sorgte dann in den Penalties für den 3:2-Derby-Sieg der Panther, die dadurch ihre Chance auf ein Direktticket für die Runde der letzten Acht wahrten.
Im Frankenland kam es zu einem echten Ausscheidungsduell. Die Nürnberg Ice Tigers konnte mit einem Sieg gegen Wolfsburg die Konkurrenz aus Niedersachsen auf vorerst Distanz halten. Und die Nürnberger ergriffen ihre Chance: Ryan Bayda (9.), Yan Stastny (9.), Patrick Reimer (34.) und Connor James (43.) wiesen die Grizzlys mit 4:0 in die Schranken.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Kölner Haie | 153:121 | 95 |
| 2 | ![]() | Adler Mannheim | 152:117 | 90 |
| 3 | ![]() | Eisbären Berlin | 166:132 | 79 |
| 4 | ![]() | Krefeld Pinguine | 150:134 | 79 |
| 5 | ![]() | Hamburg Freezers | 151:123 | 77 |
| 6 | ![]() | ERC Ingolstadt | 149:141 | 76 |
| 7 | ![]() | Augsburger Panther | 128:144 | 72 |
| 8 | ![]() | Thomas Sabo Ice Tigers | 144:145 | 68 |
| 9 | ![]() | EHC Red Bull München | 115:125 | 68 |
| 10 | ![]() | Hannover Scorpions | 113:134 | 68 |
| 11 | ![]() | Grizzly Adams Wolfsburg | 128:141 | 65 |
| 12 | ![]() | Straubing Tigers | 120:137 | 64 |
| 13 | ![]() | Iserlohn Roosters | 124:152 | 58 |
| 14 | ![]() | Düsseldorfer EG | 119:166 | 46 |