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11.02.2013, 16:17

Neuer Haie-Star vor DEL-Comeback

Sturm über Köln

Das historische Scheitern der deutschen Nationalmannschaft beim Olympia-Qualifikationsturnier am Wochenende in Bietigheim verfolgte Marco Sturm nur im TV. Schon vor drei Jahren war die Neuverpflichtung der Kölner Haie heimlich, still und leise zurückgetreten aus der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die 2014 in Sotschi erstmals seit 1948 bei Olympischen Winterspielen fehlen wird.

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Marco Sturm
Fegt für die Haie bereits über das Eis: Marco Sturm.
© picture alliance Zoomansicht

Zuletzt war es äußerst ruhig geworden um den mittlerweile 34-Jährigen, der so viele Einsätze in der nordamerikanischen Profiliga NHL absolvierte wie kein anderer Deutscher. In 1006 Spielen stand der gebürtige Dingolfinger zwischen 1997 und 2012 für sechs verschiedene Klubs auf dem Eis, die meisten davon für die San Jose Sharks und Boston Bruins. Mit diesem beeindruckenden Wert können selbst der zweifache Stanley-Cup-Gewinner Uwe Krupp (810 Einsätze), der legendäre Torhüter Olaf Kölzig (764) oder der aktuell noch immer bei den Buffalo Sabres in Übersee tätige Jochen Hecht (856) nicht mithalten.

Seit annähernd zehn Monaten stand Sturm in keinem Spiel mehr auf dem Eis. Sein Vertrag bei den Florida Panthers war 2012 ausgelaufen, der Sommerpause und dem monatelangen NHL-Arbeitskampf folgte in den vergangenen Wochen die vergebliche Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Anfang Februar kam der Angreifer zu der bitteren Erkenntnis, dass ihn kein NHL-Klub mehr verpflichten wolle: "Ich hatte in den vergangenen Jahren zwei schwere Knieverletzungen. In Kombination mit meinem Alter hat es die Suche natürlich nicht erleichtert."

Ich werde versuchen, der Mannschaft Schwung zu verleihen. Marco Sturm

2009 und 2010 war dem gebürtigen Dingolfinger das Kreuzband gerissen, nach der vergangenen Saison musste er sich einem Eingriff am Knorpel unterziehen. Sturm hat dadurch seine große Stärke eingebüßt. Lange Jahre sorgte er durch seine Schnelligkeit gepaart mit einem ausgeprägten Zug zum Tor für Furore. Bemerkenswerte 251 Treffer stehen für ihn in der NHL zu Buche. "German Rocket" (die deutsche Rakete) hieß der Titel eines Buches, das während seines Karrierehochs über ihn erschien.

Marco Sturm
"Uwe hat mich regelrecht genervt", so Marco Sturm.
© picture alliance

Sturms jüngste Leidensgeschichte wurde zu Kölns Glücksfall. Seit Monaten bearbeitete Haie-Trainer Uwe Krupp seinen ehemaligen NHL-Kontrahenten und Nationalmannschaftskollegen, ob er sich ein Engagement beim Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vorstellen könne. "Uwe hat mich regelrecht genervt", berichtet Sturm augenzwinkernd. Vorige Woche sagte er bis Saisonende zu. Ehefrau Astrid ist der schulpflichtigen Kinder wegen vorerst in Boca Raton/Florida geblieben.

Debüt am Dienstag?

Am Samstag absolvierte Sturm das erste Training mit seinem neuen Team, am Dienstag wird er aller Voraussicht nach im Spitzenspiel gegen Verfolger Adler Mannheim sein Debüt im Haie-Dress feiern.

Entscheidend für den Traditionsklub vom Rhein und gegen andere, ebenfalls um seine Dienste buhlenden Klubs (u.a. Fribourg/Schweiz) sei das Gesamtpaket gewesen. "Die Haie haben sich sehr um mich bemüht, die Fans und die Kölnarena sind top", sagt der Niederbayer. In Köln bietet sich zudem die Möglichkeit, erstmals in seiner 18-jährigen Profikarriere eine Meisterschaft zu gewinnen. "Ich werde versuchen, der Mannschaft Schwung zu verleihen", verspricht Sturm.

Tripcke: "Einer der ganz großen Namen und Werbeträger"

Köln und die Liga freuen sich auf ihren bekanntesten Namen. "Menschlich geht er als Vorbild voran und sportlich wird er uns sicher weiterhelfen", sagt der Kölner Nationalspieler Felix Schütz. "Er ist noch immer in der Lage, Akzente in der Liga zu setzen - Gesundheit und Fitness vorausgesetzt", glaubt Wolfsburgs Manager Karl-Heinz Fliegauf.

DEL-Boss Gernot Tripcke hofft, dass Sturm "länger als nur bis Saisonende bleiben wird. Er ist einer der ganz großen Namen und Werbeträger im deutschen Eishockey." Und einen solchen hat die Sportart nach der Blamage von Bietigheim bitter nötig.

Dino Reisner

11.02.13
 
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