
Erwartungsfroh gekommen, hatten die Fans der Oiles den Rexall Place bis auf den letzten Platz gefüllt. Doch die knapp 17.000 konnten ihre Helden nicht zum zweiten Sieg tragen, mussten vielmehr ein Debakel im ersten Drittel mit ansehen. Alle sechs Treffer erzielten die Haie gleich im Auftaktabschnitt - erstmals in der Geschichte der Franchise wurde dies ins Protokoll aufgenommen.
Zwei Überzahlsituationen führten zum schnellen 0:2 aus Sicht der Hausherren. Dan Boyle und Logan Couture trafen gegen Goalie Devan Dubnyk. Lediglich ein Silberstreif am Horizont sollte dann der Anschlusstreffer durch Nummer-eins-Draft Nail Jakupow zum zwischenzeitlichen 1:2 sein. Ebenfalls im Power Play überwand der neue Star den Finnen Antti Niemi im Sharks-Kasten, der dem Deutschen Thomas Greiss abermals das Nachsehen gegeben hatte.
Nur eineinhalb Minuten später war der alte Abstand jedoch wieder hergestellt - Patrick Marleau, dem wie schon beim 4:1 zum Auftakt in Calgary gleich zwei Tore gelingen sollten, vollendete nach einem Pass von Joe Thornton. 65 Sekunden später jubelte Marleau dann erneut. Zwei späte Treffer der Gäste entschieden dann das Spiel bis zur ersten Sirene, danach gelang den Oilers nur noch Ergebniskosmetik. Immerhin: Der ab dem Mitteldrittel eingesetzte Yann Danis ließ kein weiteres Tor mehr zu.
"Das war ein komplettes Debakel für jeden einzelnen Spieler", sagte Krueger nach der Partie.
Weitaus schlechter als die Kanadier steht Stanley-Cup-Sieger Los Angeles Kings da. Der Meister unterlag bei der Colorado Avalanche mit 1:3 und wartet weiter auf den ersten Saisonerfolg. Zu Saisonbeginn hatten die Kalifornier nach der Banner-Show gegen die Chicago Blackhawks mit 2:5 verloren.
Auch die Washington Capitals mit Superstar Alexander Ovechkin (2:4 gegen die Winnipeg Jets) sind noch sieglos. Der 40 Jahre alte Torhüter Martin Brodeur blieb beim 3:0-Sieg seiner New Jersey Devils gegen die Philadelphia Flyers zum 120. Mal in der NHL ohne Gegentor. Während der Vorjahresfinalist den zweiten Sieg im zweiten Spiel holte, gingen die Gäste auch im dritten Versuch leer aus.
Die Florida Panthers unterlagen bei Rekordmeister Montreal Canadiens ohne den verletzten Marcel Goc 1:4 und wirkten bei ihrem dritten Spiel in vier Tagen reichlich erschöpft.
Routinier Andrei Markov entschied das Spiel mit zwei Toren für die "Habs". Und das nach zwei verletzungsdurchseuchten Spielzeiten - seit dem 9. November 2010 hat Markov in lediglich 17 Partien mitgewirkt. "Ich bin froh über mein Comeback und dass ich gesund bin", sagte der 34-jährige Russe. Auch der 18-jährige Alex Galchenyuk hatte Grund zum Feiern, ihm gelang gegen die "Cats" sein erstes NHL-Tor überhaupt.
Die Detroit Red Wings haben ihren viermaligen Stanley-Cup-Sieger Tomas Holmström am Dienstag in den Ruhestand verabschiedet. Der Schwede beendete seine erfolgreiche Laufbahn einen Tag vor seinem 40. Geburtstag. Vor dem Spiel gegen die Dallas Stars (1:2) warf der ehemalige Stürmer den Puck zum symbolischen ersten Bully auf das Eis. "Nach 15 Spielzeiten, vier Stanley-Cup-Siegen, einem Olympiasieg und Millionen von Erinnerungen höre ich bei den Detroit Red Wings auf. Es war keine einfache Entscheidung, aber es war die richtige", sagte Holmström, der in der NHL ausschließlich in der Motor-City spielte. 1997, 1998, 2002 und 2008 gewann er mit den Wings, 2006 mit den "Tre Kronor" Gold bei den Winterspielen in Turin. Holmström folgt seinem Landsmann Nicklas Lidström - der Verteidiger hatte seine Kariere im Sommer nach 20 Jahren bei den Red Wings beendet.
Washington Capitals - Winnipeg Jets 2:4, Carolina Hurricanes - Tampa Bay Lightning 1:4, Montreal Canadiens - Florida Panthers 4:1, New Jersey Devils - Philadelphia Flyers 3:0, Detroit Red Wings - Dallas Stars 1:2, Minnesota Wild - Nashville Predators 1:3, Chicago Blackhawks - St. Louis Blues 3:2, Colorado Avalanche - Los Angeles Kings 3:1, Edmonton Oilers - San Jose Sharks 3:6