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28.09.2012, 22:08

DEL, 5. Spieltag: Derby-Time in Köln und Hannover

In der Overtime: Haie holen Derby-Sieg

Das Derby zwischen Köln und Düsseldorf zog den 5. Spieltag in seinen Bann. Die Haie bleiben Tabellenführer und behaupteten mit einem 3:2 nach Overtime ihre Position an der Spitze der DEL. Hannover verlor das Niedersachsen-Duell gegen Wolfsburg. Mannheims Adler brachten Nürnberg die erste Saisonpleite bei. Im Kellerduell zwischen Berlin und München behielten die Eisbären die Oberhand.

Ales Kranjc
Matchwinner im Derby: Kölns Ales Kranjc traf zweimal gegen Düsseldorf.
© imagoZoomansicht

Das Eis in der Lanxess-Arena sollte brennen: Die Haie empfingen die DEG zum prestigeträchtigen Derby. Die Truppe von Uwe Krupp hat derzeit einen Lauf: Nach vier Siegen in vier Spielen steht Köln erstmals seit dem 13. September 2009 an der Spitze der DEL-Tabelle. Die Neuzugänge haben eingeschlagen, die Defensive ist sattelfest und die Offensive torhungrig.

Die Gäste aus Düsseldorf indes hatten vor dem Derby gleich mehrere Baustellen: Zum einen war da die schwächelnde Torgefahr (erst acht Treffer). Zum anderen fielen mit Stürmer Habermann und Verteidiger Bazany zwei Spieler wegen Sperren aus. Dazu kamen die Verletzten Boos (Adduktoren), Catenacci (Gehirnerschütterung) und Fischbuch (Muskelfaserriss). Immerhin meldete sich das "Schnitzel" zurück: Kapitän Kreutzer durfte nach abgesessener Sperre wieder ran.

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Im ersten Drittel ging zuerst die DEG einen Schritt voran. Alex Henry schlug früh zum 0:1 zu. Doch die Haie drehten das Ergebnis noch vor der Pausensirene: Ales Kranjc und Chris Minard zeichneten für das 2:1 verantwortlich, das auch in den zweiten 20 Minuten Bestand haben sollte. Im letzten Drittel hatte das ausgeglichene und umkämpfte Duell noch Höhepunkte zu bieten. Zum einen den Ausgleich durch Nikki Mondt, dann auch noch einen Faustkampf zwischen Kölns Charles Stephens und Düsseldorfs Travis Turnbull. Es ging in die Overtime und dort hatten die Haie das bessere Ende für sich. Kranjc war erneut zur Stelle, wurde zum umjubelten Matchwinner und besorgte das entscheidende 3:2.

Adler halten Nürnberg in Schach

Sein 1:0 brachte Nürnberg kein Glück: Leonhard Pfoederl dreht jubelnd ab.
Sein 1:0 brachte Nürnberg kein Glück: Leonhard Pfoederl dreht jubelnd ab.
© imago

Ganz nach oben in der Tabelle wollten auch die Mannheimer Adler und Ice Tigers aus Nürnberg, die im direkten Duell aufeinander trafen. Mannheim freute sich dabei über das Comeback von NHL-Spieler Marcel Goc. Der Center ersetzte den gesperrten McDonald und stürmte an der Seite der Flügel Kink und Glumac in der zweiten Reihe.

Die Ice Tigers waren ohne Punktverlust angereist. Bei den Nürnbergern überzeugte zuletzt die erste Sturmreihe mit Bayda, Stastny und Reimer. Das erste Ausrufezeichen setzte aber der 19-jährige Leonhard Pföderl, der die Führung für die Franken besorgte. Mannheim aber hatte die passende Antwort parat. Erst durch Doug Janik zum 1:1, im zweiten Drittel dann durch Christoph Ullmann zum 2:1. Das 3:1 durch Matthias Plachta kurz vor Ende des Duells stellte endgültig die Weichen auf Sieg - Yan Stastnys Anschluss zum 3:2 blieb so Makulaktur. Es war der erste Rückschlag für die vor der Saison stark erneuerten Franken.

Eisbären beißen gegen München zu

"Derby-Time" hieß es auch in Niedersachsen: Hannover bat Wolfsburg zum Duell. Beide Mannschaften standen noch ohne Sieg da. Die Scorpions waren noch ausgeruht, hatten sie doch erst eine Partie bestritten (0:5 in Ingolstadt). Desolat dagegen das Auftreten der Grizzly Adams, die bei ihren vier Niederlagen gleich 15 Gegentreffer hinnehmen mussten. Der erste Spielabschnitt blieb torlos, erst im zweiten Abschnitt gab es Grund zur Freude, aber ausschließlich für die Gäste. Aaron Brocklehurst veredelte ein Zuspiel von Norman Milley. Ivan Cierniks 1:1 (54.) konterte Kai Hospelt (55.) umgehend. Eine erneute Antwort blieben die Scorpions danach aus, Wolfsburg erarbeitete sich so weiteres Selbstbewusstsein.

Rankel erweist sich als Berliner Erfolgsgarant

Eisbären unter sich: Berlin rang München nieder und feierte Saisonsieg Nummer zwei.
Eisbären unter sich: Berlin rang München nieder und feierte Saisonsieg Nummer zwei.
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Völlig glücklos und vom Verletzungspech gebeutelt, startete der amtierende Meister Berlin in die neue Spielzeit. Drei Niederlagen und nur ein einziger Sieg - es war der schlechteste Saisonstart seit 13 Jahren! Diese Bilanz sollte zu Hause gegen München aufgebessert werden. Das dies auch gegen die Truppe von Bundestrainer Pat Cortina gelang, lag vor allem an Andre Rankel, der ungerührt dort weitermachte, wo er die letzten Spielzeiten aufgehört hatte: Gleich zweimal traf er nach zwei Dritteln, er war der Garant für ein 2:1 nach 40 Minuten. Laurin Brown erhöhte im Schlussdrittel noch auf 3:1, Jason Ulmers Anschlusstreffer machte es noch einmal spannend. Doch letztlich blieb es beim knappen Erfolg der Eisbären.

Erster Sieg für Ehrhoff

Dem zweiten NHL-Star in der Liga, Christian Ehrhoff, gelang mit den Krefeld Pinguinen bei den Augsburger Panthern der erste Sieg seit seiner Rückkehr. Die Rheinländer gewannen mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen.

Tore satt in Ingolstadt und Straubing

Ferner traf der ERC Ingolstadt auf die Hamburg Freezers. Tore satt war das Motto im Süden der Republik. Der ERC führte schnell 2:0 durch Tyler Bouck und Jeff Likens. Hamburg konterte mit zwei Treffern von Garett Festerling sowie Julian Jakobsen. Noch vor dem Schlussdrittel brachte John Laliberte die Hausherren wieder auf Kurs. Erneut Boucke und Kris Sparre besiegelten letztlich ein deutliches 5:2.

Die Straubing Tigers bekamen es mit den Iserlohn Roosters zu tun. Auch hier waren Tore garantiert. Nach verteiltem Spiel war es kurz vor Ende des Matches Blaine Down, der mit dem 4:2 die Punkte für die Niederbayern sicherte.

28.09.12
 
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