Seit der Aussperrung der Profis am 16. September liegen die Tarifverhandlungen auf Eis. Jetzt griff die NHL-Führung durch und sagte die komplette Pre-Season ab. Mehr als 700 Spieler sind betroffen, viele haben deshalb bereits Engagements in Europa angenommen.
Darunter auch mehrere deutsche Nationalspieler. Christian Ehrhoff ist zu seinem Heimatklub nach Krefeld zurückkehrt, Marcel Goc und Dennis Seidenberg schließen sich den Adler Mannheim an.
Eishockey-Fans sollten die Hoffnung dennoch nicht aufgeben. Für Freitag ist eine erneute Verhandlungsrunde zwischen der Liga und ihren Spielern in New York angesetzt. Auch für Samstag und Sonntag hat sich Liga und Spielergewerschaft noch nichts vorgenommen: Die Funktionäre haben sich das komplette Wochenende für weitere Verhandlungen freigehalten.
"Man muss erst miteinander reden, bevor man eine Einigung erzielt. Also denke ich, dass es wichtig ist, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Wir haben uns auf Themen geeinigt, von denen wir denken, dass sie zu produktiven Diskussionen und einer Einigung führen können", sagte NHL-Vizepräsident Bill Daly. "Wir hoffen, dass sich das auch positiv auf den Gesamtprozess auswirken wird. Wir konzentrieren uns zu 100 Prozent darauf, kein einziges Spiel der regulären Saison ausfallen zu lassen. Hoffentlich können wir dieses Ziel erreichen."
Im Vorjahr hatte es bereits zwei weitere Lockouts in großen amerikanischen Ligen gegeben. In der NFL hatte die Aussperrung keinerlei Auswirkungen auf die Anzahl der Spiele, in der NBA startete die vergangene Saison Ende Dezember mit einem verkürzten Spielplan .