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01.07.2012, 13:30

Schweizer muss nach einem Jahr wieder gehen

Kölliker hat keine Zukunft beim DEB

Radikale Kehrtwende beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB): Bundestrainer Jakob Kölliker erhält nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (SID) keinen neuen Vertrag. Der Schweizer übernahm im letzten Jahr als Nachfolger von Uwe Krupp das Amt des Bundestrainers und sollte ursprünglich auch als Sportdirektor mit erheblicher Machtfülle an den Verband gebunden werden. Die desolate WM mit Rang zwölf sorgte nun für sein Aus.

Jakob Kölliker
Muss nach nur einem Jahr wieder seine Koffer packen: Eishockey-Nationalcoach Jakob Kölliker.
© Getty ImagesZoomansicht

Bei der WM in Schweden und Finnland verpassten die deutschen Kufencracks mit Rang zwölf die direkte Olympia-Qualifikation. Zudem präsentierte sich das Team in einem desolaten Zustand, besonders die deprimierenden Niederlagen gegen Norwegen (4:12) und Tschechien (1:8) wurden Kölliker zur Last gelegt.

Das Kompetenzteam Sport mit den DEL-Managern Peter-John Lee (Eisbären Berlin) und Karl-Heinz Fliegauf (EHC Wolfsburg), DEB-Vizepräsident Erich Kühnhackl sowie Oberliga-Manager Michael Bresagk (Löwen Frankfurt) soll sich einstimmig gegen eine Weiterverpflichtung des Bundestrainers ausgesprochen haben. Dieser Empfehlung folgte das Direktorat um DEB-Präsident Uwe Harnos. Am Montag soll das Ergebnis offiziell vorgestellt werden.

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"Ich weiß, wohin die Reise geht. Aber bevor es nicht offiziell gemacht wird, möchte ich mich dazu nicht äußern", sagte Kölliker. Der 58-Jährige sollte nach der WM eigentlich einen Anschlussvertrag als Sportdirektor mit verstärkten Machtkompetenzen unterschreiben. Diese Verhandlungen lagen aber nach der WM bereits auf Eis.

Kehrt Krupp zurück? - Krueger steht nicht zur Verfügung

Eine Nachfolgerregelung für den Schweizer wurde noch nicht getroffen. Aber möglich ist, dass sich der DEB dazu entscheidet, die Nationalmannschaft nur noch bei Turnieren von einem Bundestrainer betreuten zu lassen. Dieses Modell ist zum Beispiel in Übersee verbreitet. Damit wäre auch der Weg für Köllikers Vorgänger Uwe Krupp (Kölner Haie) wieder frei. Doch auch andere Vereinstrainer wie Harold Kreis (Adler Mannheim), bislang Co-Trainer im Nationalteam, kämen für eine solche Aufgabe in Frage. Fest steht nur, dass der bereits seit längerer Zeit umworbene Ralph Krueger nicht zur Verfügung stehen wird. Der Deutsch-Schweizer unterschrieb erst unlängst einen Vertrag bei den Edmonton Oilers und ist damit erster deutscher Headcoach in der NHL.

Egal, wer das Amt übernehmen wird, auf den Neuen wartet eine schwere Aufgabe: die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi über den Umweg des Ausscheidungsturniers im Februar 2013 in Deutschland.

01.07.12
 
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Pl. VereinTorePkte.
1 Russland27:821
 
2 Schweden29:1518
 
3 Tschechien24:1114
 
4 Norwegen33:1913
 
5 Lettland11:196
 
6 Deutschland14:316
 
7 Dänemark13:234
 
8 Italien6:312
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