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Auch im finalen Spiel des deutschen Teams bei der WM 2012 setzte Trainer Jakob Kölliker wieder auf Dennis Endras im Tor. Dafür fehlte diesmal der angeschlagene André Rankel ebenso wie Felix Schütz. Sinan Akdag als achter Verteidiger und sein Krefelder Teamkollege Daniel Pietta kehrten daher zurück.
Die deutsche Mannschaft erwischte erneut einen Fehlstart: Ales Hemsky ließ Florian Ondruschka einfach stehen und ließ auch Endras bei seinem Treffer keine Abwehrchance (2.). Wenig später parierte der deutsche Keeper aber glänzend gegen eine Direktabnahme von Petr Koukal (5.). Mit einigem Glück gelang dem DEB-Team dann in Überzahl der Ausgleich: Thomas Greilinger scheiterte mit seinem Schuss noch am rechten Pfosten, doch vom Schlittschuh von Milan Michalek fand die Scheibe dann doch noch den Weg ins tschechische Tor(8.).
Doch die Freude darüber wehrte keine drei Minuten. Verteidiger Lukas Krajicek konnte völlig ungestört rechts allein vor das deutsche Tor ziehen und per Direktabnahme mühelos einschießen (11.). Wie schon gegen die Norweger waren die deutschen Spieler in der Rückwärtsbewegung zumeist mit dem Tempo ihrer Gegenspieler überfordert und ließen diesen viel zu viel Platz. Die Konsequenz: Martin Erat erhöhte noch vor Drittelende auf 3:1 für Tschechien, hatte dabei aber auch unfreiwillige Unterstützung von Nikolai Goc, der den Puck unglücklich genau durch die Schoner von Endras ins eigene Tor bugsierte (17.).
Auch nach Wiederbeginn wurde es im zweiten Drittel nicht besser. In der Offensive harmlos, ließen die Deutschen den läuferisch und spielerisch talentierten Tschechen immer wieder zu viel Raum für Kombinationen. In der 26. Minute war es dann Koukal, der im Powerplay zwischen zwei Abwehrspielern ungehindet zum 4:1 für Tschechien abfälschen konnte. Es dauerte bis zur 30. Minute, ehe Greilinger mit einem Schuss aus zentraler Position eine gute Chance hatte, mit seinem Schuss aber knapp verzog. Sekunden später gab es Powerplay für das DEB-Team: Doch in diesem durfte plötzlich David Krejci ganz allein auf Endras zulaufen. Und der Stanley-Cup-Sieger mit den Boston Bruins 2011 vollendete eiskalt (30.).
Zu sagen, dass sich das deutsche Mannschaft danach wie gegen Norwegen seinem Schicksal ergab, wäre übertrieben. Denn zum einen war die Kölliker-Truppe von Anfang an nie im Spiel gewesen. Zum anderen ließ es Tschechien einen Tick lockerer angehen, als die bis zum Schluss bissigen Norweger - was Jiri Novotny in der 35. Minute allerdings nicht am 1:6 aus Sicht des DEB-Teams hinderte.

Das Schlussdrittel verkam zum Schaulaufen der Tschechen, die das Ergebnis, jeweils in Überzahl, durch Koukals zweitem Treffer des Spiels (45.) und Zdenek Blatak (47.) gegen das frustrierte Deutschland noch auf 8:1 schraubten.
Krejci vergab nach einem unmotivierten Schlägerwurf von Christoph Schubert am eigenen Torraum sogar noch einen Penalty (51.). Durch die Niederlage verspielte das DEB-Team die direkte Olympia-Qualifikation und muss - nach 20 Gegentoren aus den letzten zwei WM-Spielen - nun in einem Quali-Turnier um die Teilnahme an den Spielen in Sochi 2014 kämpfen.
Tore: 1:0 (1:58) Hemsky (Prucha), 1:1 (7:36) Greilinger (Schubert, Ullmann), 2:1 (10:34) Krajicek (Vondrka, Novotny), 3:1 (16:05) Erat (Nakladal, Krejci), 4:1 (25:01) Koukal (Krajicek, Caslava), 5:1 (29:55) Krejci (Tenkrat), 6:1 (34:22) Novotny (Petruzalek), 7:1 (44:34) Koukal (Hemsky, Prucha), 8:1 (46:42) Blatak (Krejci, Plekanec).
Schiedsrichter: Bulanov, Olenin (beide Russland).
Zuschauer: 2.500.
Strafminuten: Tschechien 4 - Deutschland 14.
Tor: Stepanek.
Verteidigung: Blatak, Nakladal; Krejcik, Caslava; Mojzis, Krajicek; Nemec.
Sturm: Michalek, Erat, Plekanec; Krejci, Tenkrat, Frolik; Koukal, Prucha, Hemsky; Koukal, Prucha, Hemsky; Nowotny, Vondrka, Petruzalek.
Trainer: Hadamczik.
Tor: Endras.
Verteidigung: Fischer, Schubert; Reul, Nikolai Goc; Krueger, Ondruschka; Lavallee, Akdag.
Sturm: Reimer, Ullmann, Gogulla; Tripp, Marcel Goc, Kink; Greilinger, Hospelt, Furchner; Kaufmann, Barta, Pietta.
Trainer: Kölliker.


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