Als Außenseiter der Gruppe S waren Lettland und Italien in diese WM gegangen. Nach nur zwei Spielen sammelten die Balten aber bereits drei, die Südeuropäer zwei Punkte gegen den Abstieg. In Sieg im direkten Aufeinandertreffen könnte den Klassenerhalt in greifbare Nähe bringen. Im Stockholmer Globen dominierte aber vor allem die lettische Nationalmannschaft: Kurz vor Ablauf des ersten Abschnitts brachte Ronalds Kenins (19.) seine Farben in Front. Im zweiten Durchgang legten Gints Meija (25.) und Oskars Bartulis (38.) nach.
Im Schlussdrittel drängte sich einmal mehr Miks Indrasis in den Vordergrund. Der Stürmer, der zuvor schon gegen Russland (2:5) und Deutschland (3:2) getroffen hatte, markierte seinen dritten Turniertreffer und erhöhte auf 4:0 (41.). Den Schlusspunkt setzte zwei Minuten später Krisjanis Redlihs mit seinem Tor zum 5:0-Endstand (43.).
Für die Italiener hat das nächste Spiel am Mittwoch (16.15 Uhr) Endspiel-Charakter: Gegen Tabellenschlusslicht Norwegen geht es um den Klassenerhalt. Lettland hat sich indes eindrucksvoll aus der Abstiegszone befreit und nimmt nach sechs Punkten aus drei Spielen sogar Kurs auf das Viertelfinale. Am Donnerstag (20:15 Uhr) haben die Balten aber eine schwere Aufgabe gegen Tschechien.
Im ersten Dienstagsspiel duellierten sich mit Weißrussland und Kasachstan zwei bislang punktlose Teams in der Gruppe H. Der Aufsteiger erwischte den besseren Start und ging durch Vadim Krasnoslabodtsev schon früh in Führung (3.). Diese baute er im zweiten Drittel sogar noch aus und schnürte einen Doppelpack (28.).
Nun war Belarus gefordert und gab durch den Treffer von Konstantin Koltsov eine schnelle Antwort (29.). Nur fünf Minuten später drehten die Weißrussen die Partie: Der in Potsdam geborene NHL-Legionär Mikhail Grabovski (Toronto Maple Leafs) und Evgeni Kovyrshin (beide 34.) landeten einen schnellen Doppelschlag zum 3:2 und sicherten ihrem Land so die ersten Punkte.
Kasachstan spielt am Mittwoch (15.15 Uhr) gegen die Slowakei. Belarus muss erst am Donnerstag (15.15 Uhr) wieder ran und hat mit den USA dann einen schweren Gegner vor der Brust.
Die noch ungeschlagenen Nationen Finnland und die Schweiz blieben bislang ohne Punktverlust. Das sollte sich im direkten Aufeinandertreffen ändern. Die Skandinavier gingen im ersten Abschnitt durch Jarkko Immonen (7.) in Führung. Die Eidgenossen kamen im zweiten Durchgang durch Andreas Ambühl zurück (26.). Dann zog der Gastgeber durch die Tore von Leo Komarov (27.) und erneut Immonen (37.) auf 3:1 davon. Die Alpenrepublik blieb aber hartnäckig. Kurz vor der zweiten Pause machte es Roman Wick noch einmal spannend und verkürzte (38.).
In einem engen Schlussdrittel machte ein NHL-Profi schließlich den Unterschied aus. Valtteri Filppula von den Detroit Red Wings sorgte binnen zwei Minuten für einen Doppelschlag (50., 52.), schraubte den Spielstand auf 5:2 und führte so die Entscheidung herbei. Damit zieht Finnland an der Schweiz und Kanada vorbei und ist nun Spitzenreiter in der Helsinki-Gruppe.
Finnland trifft am Donnerstag (19.15 Uhr) auf Frankreich. Bereits am Mittwoch (19.15 Uhr) fordert die Schweiz Kanada heraus.
Weißrussland - Kasachstan 3:2
Lettland - Italien 5:0
Finnland - Schweiz 5:2
Russland - Deutschland 2:0