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18.04.2012, 08:55

Nashville schubst Detroit an den Klippenrand

Aus 0:3 mach 4:3! Panthers auf Kurs

Tolle Moral bewiesen die Florida Panthers im dritten Spiel der Play-off-Serie bei den New Jersey Devils. Nach einem 0:3-Rückstand rafften sich die "Cats" um Marcel Goc und Marco Sturm noch einmal auf und drehten die Partie. Mit dem 4:3 und einer 2:1-Führung nach Siegen im Rücken geht es nun im Spiel vier in der Nacht zum Freitag erneut bei den Devils zur Sache. Derweil benötigen die Detroit Red Wings nach der zweiten Heimschlappe in Folge nun schon drei Siege in Reihe, um Nashville noch auszuschalten.

Beeindruckende Aufholjagd in Spiel drei: Die Florida Panthers um Marcel Goc (57) bezwangen die Devils um Goalie Martin Brodeur.
Beeindruckende Aufholjagd in Spiel drei: Die Florida Panthers um Marcel Goc (57) bezwangen die Devils um Goalie Martin Brodeur.
© Getty ImagesZoomansicht

Kurs auf die Conference-Halbfinals! Die Florida Panthers haben nach zwei Siegen in Folge gegen die New Jersey Devils nun wieder die Nase und vorn. Und in Sachen Moral könnte dieses dritte Spiel am Dienstag im Prudential Center von Newark für die einen den nötigen Schuss Selbstvertrauen, für die anderen den Genickbruch bedeutet haben.

Denn die Devils, die das Auftaktspiel in Sunrise mit 3:2 gewonnen hatten, dann aber im zweiten Duell mit 2:4 unterlagen, verspielten vor eigenem Publikum eine schnelle 3:0-Führung. Zach Parise in der ersten Minute, Stephen Gionta und Patrick Elias ließen die 17.625 Fans in der Arena jubeln.

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"Ob man mit drei Toren führt oder zurückliegt, man muss einfach weiterspielen. Jetzt sind wir glücklich", sagte Torhüter Scott Clemmensen, so etwas wie der Matchwinner. Denn Cats-Coach Kevin Dineen, der sich vor dem Spiel über die katastrophale Qualität der Spielfläche aufgeregt hatte (sein Gegenüber Peter DeBoer konterte: "Ich liebe dieses Eis"), nahm nach gut sechs Minuten Start-Torwart Jose Theodore runter. Der hatte nur drei der sechs auf ihn abgefeuerten Schüsse abwehren können und fuhr sichtlich geknickt auf die Bank.

Clemmensen raubte anschließend den Teufeln die Nerven, parierte alle 19 Schüsse und ermöglichte so erst die Aufholjagd. Hoffnung verlieh den Gästen Sean Bergenheim, der in Überzahl gegen Ende des ersten Drittels verkürzte. Und seinen Teamkollegen Jason Garrison somit gleich noch zum zweiten Treffer ermutigte, den dieser acht Sekunden vor der Sirene ebenfalls mit Personalplus auf dem Eis anfügte. 2:3, alles wieder offen.

Als Mike Weaver in der 22. Minute zum 3:3 ausglich, hatte DeBoer genug gesehen. Er nahm den fast 40-jährigen Martin Brodeur aus dem Tor und brachte Johan Hedberg. Der konnte die Niederlage jedoch auch nicht verhindern. Noch im Mittelabschnitt traf Brian Campbell mit dem dritten Überzahltreffer der Gäste zum 4:3-Erfolg.

Goc stand bei dem wichtigen Auswärtssieg 18:20 Minuten auf dem Eis, Sturm bekam 12:06 Minuten Eiszeit.

Detroit steht vor dem Aus

Der elfmalige Meister Detroit Red Wings steht derweil vor dem Aus. Die einst so heimstarken Mannen aus der Motor City, die in der Hauptrunde am 19. Februar ihren 23. Heimsieg in Serie gefeiert und damit einen neuen NHL-Rekord aufgestellt hatten, unterlagen den Nashville Predators auf eigenem Eis mit 1:3 und liegen in der Serie mit 1:3 in Rückstand. Alle Treffer fielen im dritten Drittel, Kevin Klein sorgte mit dem 2:1 für das vorentscheidende Tor. Mann des Abends war Predators-Goalie Pekka Rinne mit 40 Paraden! Insgesamt betrachtet half den Wings eine Schussbilanz von 41:17 nicht weiter. Nur ein Sieg in Tennessee bringt dieses Duell zurück nach Detroit.

"Hockey brutal" in Chicago: Hossa im Krankenhaus

Die Phoenix Coyotes kamen bei den Chicago Blackhawks zu einem 3:2-Erfolg nach Verlängerung und führen in der Serie mit 2:1. Es war das dritte Overtime-Spiel in diesem Duell, in dem nun jede Menge Gift steckt. Die Hausherren waren ohne Andrew Shaw angetreten, der im zweiten Spiel Coyotes-Goalie Mike Smith hart gecheckt und für drei Partien suspendiert worden war.

Musste zur Beobachtung ins Krankenhaus: Der von Torres hart gecheckte Marian Hossa.
Musste zur Beobachtung ins Krankenhaus: Der von Torres hart gecheckte Marian Hossa.
© Getty Images

Diesmal verloren die Blackhawks ihren Star-Forward Marian Hossa (bester Punktesammler des Teams in der Hauptrunde) nach einem irregulären Check gegen den Kopf durch Raffi Torres - nicht geahndet von den Schiedsrichtern. Hossa wurde mit der Trage vom Eis und in ein Krankenhaus gebracht. Wann er wieder spielen kann, ist derzeit offen.

"Ein brutaler Check, kein Puck in der Nähe, Hossa hatte keine Chance, weil er ihn nicht kommen sah", schimpfte Hawks-Coach Joel Quenneville. Gespannt sein darf man auf die Sperre, die die Liga gegen Wiederholungstäter Torres aussprechen wird. Kopfverletzungen sind schließlich ein großes Thema in der NHL. Der Übeltäter verteidigte sich nach dem Spiel: "So, wie ich das sehe, war das eine eishockey-übliche Aktion, ich wollte nur meinen Hit zu Ende fahren." Torres ist den Blackhawks-Fans ein Dorn im Auge - im Vorjahr hatte, noch im Dress der Vancouver Canucks, Chicagos Brent Seabrook "eliminiert".

Mikkel Boedker entschied das Spiel nach 13 Minuten der Overtime mit einem Schuss von der Grundlinie, den Corey Crawford passieren ließ. Die Blackhawks verspielten zweimal eine Führung, Ray Whitney schickte die Partie mit dem 2:2 (50.) in die Verlängerung.


NHL, 1. Play-off-Runde (best of seven):

Dienstag, 17. April

New Jersey Devils - Florida Panthers 3:4 (Play-off-Stand: 1:2)
Detroit Red Wings - Nashville Predators 1:3 (Play-off-Stand: 1:3)
Chicago Blackhawks - Phoenix Coyotes 2:3 n.V. (Play-off-Stand: 1:2)

NHL-Play-offs 2012: Vier Deutsche sind im Rennen
Die Jagd nach dem "heiligen Gral"
Daniel & Henrik Sedin
Vancouver Canucks

Platz: 1 (Westen). Stärken: Die "Nucks" waren das beste Team der regulären Saison (111 Punkte) und schnappten sich so die "President's Trophy". Das Prunkstück der Kanadier ist die Offensive (249 Treffer).Star-Spieler: Daniel Sedin (21). Der Schwede ist mit 30 Toren der treffsicherste Stürmer. Seit Mitte März fehlt der Linksschütze verletzt (Gehirnerschütterung). Form: Vancouver holte trotz der Sedin-Verletzung 8 Siege aus den letzten 9 Partien und ist in Top-Form.
© getty images

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18.04.12
 

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