
Durch eine Verletzungsmisere war Buffalo nach ordentlichem Saisonstart auf den Play-off-Rängen gepurzelt. Betroffen waren und sind die Deutschen Ehrhoff und Jochen Hecht, zwischenzeitlich vor allem aber auch Goalie Ryan Miller. Miller und Ehrhoff sind mittlerweile wieder fit - und es geht aufwärts mit dem Team von den Niagarafällen.
Spitzenverdiener Ehrhoff leitete die Fortsetzung der Aufholjagd seiner Mannschaft per Assist beim 1:2 durch den Österreicher Thomas Vanek (46.) ein. Bis dahin hatte Buffalo wie der klare Verlierer ausgesehen. Es war die 17. Vorlage des ehemaligen Krefelders in dieser Saison. Vielleicht sah Ehrhoff, der mit 26:02 Minuten wieder die meiste Eiszeit aller Feldspieler hatte, sich auch gefordert, nachdem er beim 0:2 keine allzu gute Figur abgegeben hatte. Ehrhoff verlor an der Bande den entscheidenden Zweikampf, kurz darauf netzte Tomas Vincour (45.) ein.
39 Sekunden vor Schluss erzwang Derek Roy die Verlängerung für die Sabres. In der Overtime hätte Vanek, von Ehrhoff glänzend eingesetzt, das Penaltyschießen noch verhindern können, doch der Österreicher scheiterte an Torhüter Kari Lehtonen.
Am Ende ging Buffalo aus der Lotterie dank Nathan Gerbe als Sieger hervor. "Wir sind schwer in die Partie gekommen, aber 'Millsy' (Torwart Ryan Miller, d. Red.) hat uns im Spiel gehalten", analysierte der Siegtorschütze. "Das hat gezeigt, was für ein Team wir sind und dass wir bereit sind, eine Serie zu starten, um die Play-offs zu erreichen." Die Sabres liegen trotz des dritten Sieges in Folge noch immer acht Punkte hinter einem Play-off-Platz. So sollte Buffalo auch in den nächsten Spielen gegen Tampa Bay, New Jersey und in Philadelphia punkten.
Die NHL hat inzwischen bekannt gegeben, wo das nächste Freiluft-Spiel stattfinden wird. Das Riesenstadion der Michigan Universität wird am 1. Januar 2013 Schauplatz des Winter Classic sein. Das gab NHL-Commissioner Gary Bettman in Detroit bekannt. Die Traditionsteams Detroit Red Wings und Toronto Maple Leafs treffen am kommenden Neujahrstag aufeinander, sie sind Mitglieder der sechs Gründungsmitglieder der NHL ("Original Six"). Seit 2008 wird der Winter Classic ausgetragen, der an diesem Tag das US-Sportinteresse auf das Eishockey lenkt, das sonst eher im Schatten der anderen Profisportarten wie Basketball, Baseball oder American Football steht.

Bettman ist sich des Erfolgs der kommenden Auflage sicher: "Diese beiden Teams werden dem Winter Classic zu einem neuen Rekord verhelfen." Das 1927 eröffnete Michigan Stadium, auch "The Big House" genannt, ist mit einem Fassungsvermögen von 109.901 Zuschauern das größte Stadion in Nordamerika. "Weil dieses Spiel so groß sein wird, kann es nur in einem Stadion gespielt werden", sagte Bettman. "Selbst, wenn wir 115.000 Tickets ausgeben würden, wären das nicht genug, um die Nachfrage zu befriedigen."
Winter-Classic-Teilnehmer Detroit verlängerte am Freitag seine imposante Heimserie. Das 2:1 n.P. gegen die Anaheim Ducks war 19. Sieg in Reihe. Pavel Datsyuk und Todd Bertuzzi sicherten im Shootout den Fortbestand der Marke. Damit ist Detroit gleichauf mit den Boston Bruins aus der Saison 1970/71. Besser sind nur noch die 1975/76er Philadelphia Flyers und die 1929/30er Bruins mit 20 aufeinanderfolgenden Siegen vor eigenem Publikum. Am Sonntag können die Red Wings zu Hause gegen die Flyers in der Joe Luis Arene mit dem Rekord gleichziehen.
Buffalo Sabres - Dallas Stars 3:2 n.P., Detroit Red Wings - Anaheim Ducks 2:1 n.P., Colorado Avalanche - Carolina Hurricanes 4:3 n.V., San José Sharks - Chicago Blackhawks 5:3