
Der Champion von 2010 kassierte am Dienstagabend mit dem 2:3 gegen die Augsburger Panther die zwölfte Niederlage vor heimischer Kulisse nacheinander. Eine derartige Pleitenserie hatten bislang nur die Füchse Weißwasser in der DEL hingelegt. Sie blieben zwischen dem 1. Dezember 1995 und dem 16. Februar 1996 ohne Heimsieg und stiegen am Ende ab.
Für Hannover sieht es auch nicht gut aus. Die Niedersachsen bleiben mit 37 Punkten aus 41 Spielen abgeschlagen Tabellenletzter. Ihr bislang letzter Heimsieg datiert vom 30. Oktober des vergangenen Jahres mit einem 3:2 nach Verlängerung gegen Köln.
Gegen Augsburg gerieten die Scorpions nach einem torlosen ersten Drittel durch einen Treffer von Thomas Jordan Trevelyan in der 26. Minute in Rückstand. Nicht mal zwei Minuten später gelang Andre Reiß zwar der Ausgleich, deutlich vor der zweiten Pause brachte Sean O`Connor die Augsburger aber wieder in Führung. Neue Hoffnung keimte aber just nach dem Wiederanpfiff auf, als Jeffrey Hoggan der Ausgleich gelang. In der Drangphase der Hannoveraner erzielte Gregory Moore dann aber den Siegtreffer für Augsburg.
Besser machten es vor heimischer Kulisse die Krefeld Pinguine. Der Drittletzte der Liga schlug die Iserlohn Roosters im zweiten Dienstagabendspiel mit 4:3.
Besonders viele Tore sahen die Zuschauer in Straubing zwar nicht, aber dafür erlebten sie ein spannendes Finale. Nach späten Toren von Routinier Sven Felski und Julien Talbot gewannen die Berliner letztlich mit 2:1 und behaupteten trotz arger personeller Nöte mit nunmehr 79 Punkten die Tabellenführung in der DEL.
Die Berliner mussten ihren Auswärtssieg zwei Tage nach dem 0:4 in Iserlohn teuer bezahlen. Bei Stürmer Florian Busch brach erneut seine Handverletzung auf. Er konnte vom zweiten Drittel an in Straubing nur noch Zuschauen. Dasselbe galt für Verteidiger Jens Baxmann, der sich eine Gesichtsverletzung zugezogen hatte.
Hinzu kommt, dass Topscorer Darin Olver seine dritte Disziplinarstrafe in der laufenden Saison kassierte. Somit könnten den Eisbären im Heimspiel am kommenden Freitag gegen Wolfsburg neun Spieler fehlen.
In Reichweite zu Berlin bleibt Verfolger Adler Mannheim. Die Kurpfälzer setzten sich vor heimischer Kulisse gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 3:2 durch. Mannheim hat damit weiterhin vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Berlin. Für die Adler erzielte vor 9.677 Zuschauern Marcus Kink 9:48 Minuten vor dem Ende den Siegtreffer gegen die Gäste. Vor den Adlern liegt noch der ERC Ingolstadt, der am Sonntagabend gegen die Hamburg Freezers mit 3:2 (1:0, 2:1, 0:1) gewann. Der ERC führte lange souverän und ließ sich auch vom Anschlusstreffer des Hamburgers Thomas Dolak zwölf Minuten vor Schluss nicht aus der Ruhe bringen.
Durch einen 2:1-Heimsieg gegen den EHC München haben auch die Grizzly Adams Wolfsburg Kontakt zur Ligaspitze gehalten. Die Niedersachsen verbuchen nach 41 Spielen 71 Punkte.
Die Düsseldorfer EG hat den Kölner Haien im 194. Rheinderby eine empfindliche Niederlage zugefügt und den Erzrivalen hinter sich gelassen. Der achtmalige deutsche Meister feierte in der mit 18.581 Zuschauern ausverkauften Kölner Arena einen hochverdienten 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)-Sieg. Düsseldorf liegt in der Tabelle mit 61 Zählern direkt vor den punktgleichen Kölnern auf dem siebten Platz. Adam Courchaine traf doppelt für die Gäste, die weiteren Tore erzielten Connor James und Benjamin Gordon. Aufseiten der Kölner trugen sich Jason Jaspers und Philip Gogulla in die Torschützenliste ein.
Haie-Trainer Uwe Krupp nahm bereits 3:52 Minuten vor der Schlusssirene den Torhüter vom Eis. Doch auch mit dem zusätzlichen Angreifer konnten die Kölner den Sieg der weiter um ihre Zukunft kämpfenden Gäste nicht mehr in Gefahr bringen. Durch den 88. Derbysieg gegen Köln verbesserte die DEG ihre Bilanz. Köln hat 95 Duelle gewonnen, elf Spiele endeten Unentschieden.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Eisbären Berlin | 135:104 | 79 |
| 2 | ![]() | ERC Ingolstadt | 132:112 | 76 |
| 3 | ![]() | Adler Mannheim | 137:116 | 75 |
| 4 | ![]() | Grizzly Adams Wolfsburg | 132:95 | 71 |
| 5 | ![]() | Straubing Tigers | 127:113 | 66 |
| 6 | ![]() | Hamburg Freezers | 112:117 | 65 |
| 7 | ![]() | DEG Metro Stars | 128:134 | 61 |
| 8 | ![]() | Kölner Haie | 107:116 | 61 |
| 9 | ![]() | EHC München | 98:100 | 58 |
| 10 | ![]() | Iserlohn Roosters | 113:122 | 58 |
| 11 | ![]() | Augsburger Panther | 102:105 | 57 |
| 12 | ![]() | Krefeld Pinguine | 103:122 | 53 |
| 13 | ![]() | Thomas Sabo Ice Tigers | 94:128 | 41 |
| 14 | ![]() | Hannover Scorpions | 92:128 | 37 |