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23.01.2012, 08:52

Boston bezwingt Philadelphia, Pittsburgh die Capitals

Bruins: Nach der Flyers-Schlacht geht's zu Obamas

Für die Boston Bruins läuft es in der NHL weiter nach Plan. Der amtierende Meister, der am Montag zu Gast bei US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus sein wird, gewann am Sonntagabend sein Auswärtsspiel bei den Philadelphia Flyers nach Penaltyschießen mit 6:5 und zog nach Punkten an der Spitze mit den New York Rangers gleich. In einem harten Kampfspiel mit 68 Strafminuten stand Dennis Seidenberg knapp 30 Minuten auf dem Eis.

Mit harten Bandagen: Dennis Seidenberg checkt Sean Couturier von den Flyers (hinten).
Mit harten Bandagen: Dennis Seidenberg checkt Sean Couturier von den Flyers (hinten).
© Getty ImagesZoomansicht

Im Shootout behielt Bostons Jungstar Tyler Seguin die Nerven und verwandelte gegen Ilya Bryzgalov. Sein Goalie Tim Thomas stoppte danach Wayne Simmons und machte den Deckel drauf. Davor hatte Thomas erstmals nach neun Versuchen wieder einen Penalty passieren lassen müssen - Claude Giroux schaffte das Kunststück.

Nordost-Primus Boston (64) bleibt damit weiter Angstgegner für die Flyers, die Bilanz seit März 2007: 9-0-1!

Patrice Bergeron, Tyler Seguin, Milan Lucic, David Krejci und Gregory Campbell trafen für die Gäste, Scott Hartnell schaffte einen Hattrick im zweiten Drittel für Philadelphia. Auch Max Talbot gelang ein Doppelschlag.

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Mit der Leistung war Bostons Coach Claude Julien indes nicht vollauf zufrieden. "Wir können das besser, Thomas ist ja förmlich bombadiert worden! Aber wir haben hart gekämpft."

Die Flyers (61) mussten abermals ohne ihren Kapitän Chris Pronger (Gehirnerschütterung) auskommen, ferner fehlten Danny Briere aus dem selben Grund und auch Routinier Jaromir Jagr. Angesichts des Rumpfaufgebots war Coach Peter Laviolette mit der Leistung einverstanden. "Es ist hart zu verlieren, aber der Einsatz war heute perfekt."

Malin sticht Ovechkin aus

In einem weiteren richtungsweisenden Duell im Osten behielten die aufkommenden Pittsburgh Penguins (58) gegen die Washington Capitals (53) mit 4:3 die Oberhand und haben ihr Tief nun endgültig überwunden (sechs Siege nach zuvor sechs Niederlagen).

Der Russe Evgeni Malkin sorgte für den entscheidenden Treffer in der Verlängerung - und kann sich den Höhenflug seiner Mannschaft kaum erklären. Der Grund heißt wohl: Malkin. Denn der Topscorer der NHL punktet und punktet. In den letzten sechs Spielen gelangen ihm jeweils Tore, dazu kamen zwei Assists, die sein Punktekonto auf nicht übertroffene 58 schraubten.

"Ich bin zurzeit sehr selbstbewusst", sagte Malkin. "Nach sechs Siegen ist das normal, das genießt man und hat Spaß."

James Neal steuerte zwei Tore und einen Assist für die Pens bei. Auch der wiedergenesene Kris Letang traf im zweiten Spiel in Folge.

Dagegen zählte Malkins Landsmann Alex Ovechkin trotz eines Tores und zweier Vorlagen zu den Verlierern. Die Caps, die nun auf Boston treffen, müssen als Achter im Osten um die Play-off-Teilnahme bangen.

Im dritten Spiel am Sonntag bezwangen die Anaheim Ducks im Westen die Colorado Avalanche mit 3:2 und wahrten ihre Minichance auf die Play-offs.

23.01.12
 
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