Besonders die Spieler bangen angesichts der unklaren Situation um ihre Zukunft. "Solange die Fragen wer, was, wie, wann und wo nicht geklärt sind und es nichts Konkretes gibt, bleiben wir vorsichtig", schilderte Daniel Kreutzer die Stimmung in der Kabine der DEG.
Der Kapitän ist der einzige Spieler der aktuellen Mannschaft, der auch einen Vertrag für die kommende Saison besitzt und hat bereits deutlich gemacht, dass er sich einen Verbleib in Düsseldorf vorstellen kann: "Auch wenn wir derzeit noch in der Luft hängen, mein Herz hängt an diesem Verein. Wenn es in der DEL weitergeht, werde ich auf jeden Fall meinen Vertrag erfüllen, auch wenn wir mit dem Junioren-Team und ein paar Ausländern neben mir spielen sollten", sagte der 32-Jährige.
Die anderen Akteure dürften allerdings schon längst begonnen haben, ihren Marktwert auf dem nationalen und internationalen Parkett zu sondieren. Auch wenn der Verein noch um eine Gnadenfrist bittet: "Wir hoffen, dass die Spieler noch Geduld haben und nicht vorher den Verein wechseln", sagte Klubsprecher Frieder Feldmann.
Bis Ende des Jahres sollte eigentlich ein Nachfolger für die am Saisonende ausscheidende Metro Group feststehen, doch die Suche wird sich wohl bis in 2012 hinziehen. DEG-Präsident Markus Wenkemann berichtete zwar von aussichtsreichen Verhandlungen, doch konkrete Namen und Zahlen konnte er bisher nicht nennen. Und solange noch keine neuen Geldgeber gefunden sind, stockt auch die Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison.
Hinzu kommt die chaotische Personalsituation im sportlichen Bereich. Denn die Kaderplanung liegt in den Händen von Manager Lance Nethery, der erst unlängst von seinem Posten als Geschäftsführer der Profis zurückgetreten ist. Auch seine Aufgabe als Manager endet spätestens am 30. April 2012. Der Kanadier soll also die Planungen für die kommende Saison vorantreiben, obwohl dann andere Personen in der Verantwortung stehen werden.
Keine guten Voraussetzungen für planvolles Arbeiten, doch freiwillig will Nethery seinen Posten nicht räumen: "Wenn sie mich früher loswerden wollen, müssen sie mich entlassen", sagte der 54-Jährige.
Immerhin scheint die Ligenzugehörigkeit zumindest geklärt zu sein, denn auch im kommenden Jahr werde die DEG in der DEL spielen, wie alle Beteiligten unisono betonten. Doch ob der achtmalige deutsche Meister dann noch zur Spitzengruppe gehören wird, erscheint derzeit mehr als fraglich.
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