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30.09.2011, 07:55

Central Division: Predators schleichen sich von hinten an

Favorit Detroit kommt in die Jahre

Die Central Division gehört zur Western Conference und beheimatet viele ambitionierte Teams: Die Red Wings haben eine Menge Qualität im Kader, mussten aber viele Stammspieler abgeben und hätten eine Blutauffrischung dringend nötig. Das kann man von den Predators nicht behaupten, denn sie setzen weiter auf entwicklungsfähige Spieler und sind vielleicht sogar Geheimfavorit in dieser Gruppe. Die Blackhawks möchten nach einer Übergangssaison wieder oben angreifen. Blues und Blue Jackets müssen sich enorm steigern, um nicht wieder ein blaues Wunder zu erleben.

Detroit Red Wings: Zetterberg verleiht Flügel

Henrik Zetterberg
Überflügelt seine Mitspieler: Henrik Zetterberg markierte 88 Punkte in 87 Partien.
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Über Jahre hinweg galten die Detroit Red Wings Saison für Saison zum engsten Favoritenkreis für den Stanley Cup. Diese Vormachtstellung scheint jetzt zu bröckeln: Zum zweiten Mal in Folge scheiterte das Team aus der Autostadt im Conference-Halbfinale (3:4 gegen San Jose). Für die hohen Erwartungen der selbsternannten "Hockey Town" freilich zu wenig. Dabei hatten die "Wings" immer wieder mit Verletzungspech von Leistungsträgern zu kämpfen. Nichtsdestotrotz sind die Roten in die Jahre gekommen. Eine Verjüngung würde der Mannschaft gut tun.

Zu- und Abgänge: Die Red Wings müssen einige Abgänge kompensieren. Veteranen wie Mike Modano (41), Brian Rafelski (37), Kris Draper (40) und Chris Osgood (38) beendeten ihre Karriere. Ruslan Salei (36) wechselte zu Jaroslavl in die KHL und kam bei dem tragischen Flugzeugabsturz im September ums Leben. Bei der Einkaufspolitik im Sommer setzte man erneut auf Erfahrung: Die Verteidiger Mike Commodore (31, Columbus) und Ian White (27, San Jose) sowie Flügelstürmer Chris Conner (27, Pittsburgh) und Goalie Ty Conklin (35, St. Louis) sollen die Verluste abfangen.

Prognose: Detroit hat trotz der hochkarätigen Abgänge noch jede Menge Qualität im Kader. Allen voran Henrik Zetterberg (30), der den Red Wings mit seinen 88 Punkten aus 87 Spielen Flügel verlieh. Top-Spieler wie Pavel Datsyuk (33) oder Johann Franzen (31) werden auch nicht jünger und mussten bereits immer wieder wegen Verletzungen pausieren. Eine Blutauffrischung im Sommer hat das Management verpasst. Die "Wings" werden die 22. Play-off-Qualifikation in Folge schaffen, doch für den Stanley Cup wird es nicht reichen.

Nashville Predators: Die "Preds" als Geheimfavorit?

Pekka Rinne
Spielte eine Wahnsinns-Saison: Nashvilles Goalie Pekka Rinne.
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Die Predators avancierten in der abgelaufenen Saison zur Überraschungsmannschaft. Das Team aus Nashville erreichte das Conference-Halbfinale (2:4 gegen Vancouver) und erzielte damit das beste Ergebnis der Franchise-Geschichte. Der Erfolg wurde von drei Säulen getragen: Eine beeindruckende Heim-Stärke, ein ausgewogener Kader und eine Beton-Abwehr. Der finnische Goalie Pekka Rinne (28, 93 Prozent Fangquote) spielte eine Wahnsinns-Saison und das Verteidiger-Duo bestehend aus dem kanadischen Nationalspieler Shea Weber (26) und dem US-amerikanischen Auswahlspieler Ryan Suter (26) harmonierten perfekt.

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Zu- und Abgänge: Die "Preds" trennten sich im Sommer von langjährigen, aber auch in die Jahre gekommenen Spielern wie Joel Ward (30, Washington), Steve Sullivan (37, Pittsburgh) und Jean-Pierre Dumont (33). Besonders weh tut der Abgang des hoffnungsvollen Verteidiger-Talentes Cody Franson (24, Toronto). Der Deutsche Marcel Goc (28) verließ Nashville in Richtung Florida. Neu im Team sind vielversprechende Akteure wie Niclas Bergfors (24, Florida) oder Jack Hillen (25, NY Islanders), aber auch die erfahrenen Tyler Sloan (30, Washington) und Brett Labda (29, Toronto).

Prognose: Klub-Philosophie begeistert Fans und Kritiker. Nashville setzt auf junge Spieler, die zum Teil sogar aus den eigenen Reihen kommen und bildet diese aus. Bestes Beispiel sind die beiden Flügelspieler Sergei Kostitsyn (24, 50 Punkte) und Patric Hörnqvist (24, 48 Punkte) sowie Verteidiger Jonathon Blum (22, acht Punkte). Die Mannschaft hat Euphorie in der "Hauptstadt der Country-Musik" angefacht, was sich an wachsenden Zuschauerzahlen zeigt. Die Truppe ist ausgeglichen, hat Talent und sollte die Play-off-Qualifikation erneut schaffen. Die "Preds" könnten sogar zum Geheimfavoriten in der Central Division werden.

Chicago Blackhawks: Folgt die Wiederauferstehung?

Patrick Kane
Zum Zunge schnalzen: Patrick Kane und seine Blackhawks wollen in der neuen Spielzeit wieder richtig angreifen.
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Für den Stanley-Cup-Sieger von 2010 gab es nach dem Meisterjahr ein böses Erwachen. Mit Ach und Krach retteten sich die Blackhawks auf Platz acht der Western-Conference und zogen als letztes Team in die Play-offs ein. Nur zwei Pünktchen trennten Chicago vor der ganz großen Blamage. In der ersten Turnierrunde war dann auch gleich Schluss (3:4 gegen Vancouver). Dass die "Hawks" ihren Triumph nicht wiederholen konnten, war durchaus absehbar. Zu viele Leistungsträger hatten sich im Sommer verabschiedet. Die Superstars Jonathan Toews (23, insgesamt 80 Punkte), Patrick Kane (22, 79 Punkte), Patrick Sharp (29 76 Punkte) und Marian Hossa (32, 57 Punkte) konnten diesen Verlust kompensieren.

Zu- und Abgänge: In der Sommerpause wurde fleißig getauscht. Sieben Neuzugänge stehen neun Abgängen gegenüber. Interessant sind die Neuzugänge Andrew Brunette (38, Minnesota), Rotislav Olesz (25, Florida), Steve Montador (31, Buffalo) und Jonathans Bruder David Toews (21, NY Islanders). Bitter sind dagegen die Abgänge von Tomas Kopecky (29), Brian Campbell (32, beide Florida) und Troy Brouwer (26, Washington).

Prognose: Die Blackhawks werden gestärkt aus dem "Übergangsjahr" hervorgehen. Viele Talente wie Kane, Toews, Bryan Bickell (25), Viktor Stallberg (25) oder Torwart Corey Crawford (26) sind gereift und haben sich weiterentwickelt. Chicago wird eine bessere Saison spielen als letztes Jahr und die Play-off-Qualifikation meistern.

St. Louis Blues: Aus dem Takt gekommen

David Backes
Wenigstens er traf die richtigen Töne und Tore: St. Louis' Kapitän David Backes ragte aus dem Blues-Ensemble heraus.
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Die Spielzeit 2010/11 war für St. Louis mal wieder nicht das Gelbe vom Ei. Zwar startete das Team vielversprechend in die Saison, doch zahlreiche Verletzungen brachten die Blues aus dem Takt. Am Ende fehlten zehn Punkte auf Rang acht. Die Jungs vom Mississippi belegten nur den elften Platz. Kapitän David Backes (27) ragte aus dem Ensemble heraus und markierte 62 Punkte, die sich gleichmäßig auf Tore und Vorlagen verteilen. Auch die Talente Chris Steward (23, 28 Treffer), Patrik Berglund (23, 22 Treffer) und Matt D'Agostini (24, 21 Treffer) zeigten sich torhungrig.

Zu- und Abgänge: Die Blues hielten sich mit Kaderveränderungen zurück. Bei den Neuverpflichtungen setzten die Verantwortlichen auf erfahrene Spieler. Jason Arnott (36, Washington), Jamie Langenbrunner (36, Dallas), Scott Nichol (36) und Kent Huskins (32, beide San Jose) haben ihre beste Zeit schon hinter sich. Brian Elliott (26, Colorado) und Danny Syvret (26, Philadelphia) haben bislang zwar noch nicht überzeugt, sind aber immerhin noch im besten Alter. Die Abgänge von Pail Kariya, Cam Janssen und Ty Conklin schmerzen kaum.

Prognose: Die Mannschaft ist im Großen und Ganzen zusammen geblieben und somit eingespielt, was gerade am Saisonbeginn ein Plus sein kann. Bleibt St. Louis von Verletzungen verschont, kann das Team um die Play-offs mitspielen. Ansonsten wird das Eis im 19.150 Zuschauer fassenden Scottrade-Center erneut vorzeitig abgetaut.

Columbus Blue Jackets: Warm anziehen

Rick Nash
Einer der wenigen Lichtblicke bei den Blue Jackets: Scharfschütze Rick Nash.
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Seit der Franchise-Gründung 1997 schafften die Blue Jackets nur ein einziges Mal die Play-off-Qualifikation. Auch 2010/11 wurde das Ziel weit verfehlt: Columbus landete auf Platz 13 der Western Conference und belegte in der Central Division sogar den letzten Platz. Die Gründe für das Scheitern sind schnell zusammengefasst: Die "Special-Teams", also das Über- und Unterzahlspiel war zu schwach, dazu leistete sich der eigentlich talentierte Stamm-Goalie Steve Mason eine eher mäßige Saison (90,1 Prozent Fangquote). Und auch das Auftreten in der heimischen Nationwide-Arena (18.136 Zuschauer) war zu harmlos. Sogar bei Auswärtsspielen sammelten die "Blaujacken" mehr Punkte. Einzig Scharfschütze Rick Nash (27, 66 Punkte) und Dauerbrenner R.J. Umberger (29, 57 Punkte) ragten heraus.

Zu- und Abgänge: In der Sommerpause verstärkte man sich sinnvoll: Offensivverteidiger James Wisniewski (27, Montreal) füllt die klaffende Lücke an der blauen Linie und sorgt für mehr Gefahr im Powerplay. Jeff Carter (26, Philadelphia) ist der gesuchte Spielmacher-Typ für die Angriffsreihen. Darüber hinaus wurde der Kader in der Breite verstärkt. Eine bittere Pille sind dagegen die Abgänge von Jakub Voracek (22, Philadelphia), Scottie Upshall (27, Florida) und Jan Hejda (33, Colorado).

Prognose: Die Blue Jackets müssen sich trotz der sinnvollen Neuverpflichtungen warm anziehen. Zwar dürfen die Fans ein besseres Jahr erwarten als in der vorangegangenen Spielzeit, doch wird die Play-off-Qualifikation ein harter Kampf. Wahrscheinlich landet Columbus zwischen Rang acht und zehn.

30.09.11
 
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Vereinsname:Detroit Red Wings
Anschrift:Detroit Red Wings
600 Civic Center Drive
Detroit, Michigan, USA 48226
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Vereinsname:Nashville Predators
Anschrift:Nashville Predators
501 Broadway
Nashville, Tennessee, USA 37203
Internet:http://www.nashvillepredators.com/

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Anschrift:Chicago Blackhawks
1901 West Madison Street
Chicago, Illinois, USA 60612
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Anschrift:St. Louis Blues
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1401 Clark Avenue
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200 West Nationwide Boulevard
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