| Vereinsname: | Eisbären Berlin |
| Anschrift: | EHC Eisbären Management GmbH Friedrichstr. 76, 10117 Berlin Telefon: 030 - 971840 - 0 Fax: 030 - 97184050 E-mail: info@eisbaeren.de |
| Internet: | http://www.eisbaeren.de/ |
Die Fans dürfen sich auf eine Saison freuen, die so unberechenbar ist wie lange nicht mehr. Selbst die Trainer der 14 DEL-Teams taten sich in einer Umfrage des Sport-Informations-Dienstes mit dem Meistertipp schwer. Zwar erhielten die Eisbären Berlin (zehn) und die Adler Mannheim (acht) wie schon in den Jahren zuvor die meisten Nennungen, doch viele Trainer können sich auch einen Überraschungsmeister wie in der vergangenen Saison die Hannover Scorpions vorstellen.
"Ich weigere mich, einen Favoriten zu nennen", sagte Berlins Trainer Don Jackson energisch. In den Jahren zuvor hatte der US-Amerikaner fast wie selbstverständlich den Gewinn der Meisterschaft als Ziel ausgegeben, doch der peinliche Viertelfinal-K.o. in den vergangenen Play-offs scheint seine Spuren hinterlassen zu haben. Dennoch: Dank zahlreicher Nationalspieler wie Florian Busch oder Sven Felski sind die Eisbären weiterhin zu den Top-Favoriten auf den Titel zu zählen. Zudem hat sich Star-Center Denis Pederson vor kurzem entschlossen, noch eine Saison in Berlin dranzuhängen.
Auch der zweite große Favorit, die Adler Mannheim, geben sich nach der Verpflichtung von Nationalspieler Manuel Klinge (zuvor Kassel) zurückhaltend. Aus gutem Grund, denn beim Rekordmeister klaffte zuletzt eine riesengroße Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Vielleicht um die Erwartungen zu dämpfen, schob der mit viel Vorschusslorbeer verpflichtete Trainer Harold Kreis nun anderen Mannschaften die Favoritenrolle zu: "Ich sehe die Eisbären Berlin ganz oben. Außerdem ist Wolfsburg solide aufgestellt. Auch Ingolstadt hat eine reelle Chance, sie haben sich am besten verstärkt."
„Wer hätte letzte Saison schon auf die vier Halbfinalisten Hannover, Augsburg, Wolfsburg und Ingolstadt gewettet?“Bill Stewart, Trainer Kölner Haie
Dem EHC Wolfsburg (vier Nennungen) und dem ERC Ingolstadt (drei) trauen die DEL-Trainer am ehesten zu, den zwei Großklubs aus Berlin und Mannheim den Titel streitig zu machen. Vor allem die Ingolstädter haben gegen den Ligatrend viel Geld in die Mannschaft investiert. Mit Christian Chartier (von Vize-Meister Augsburg) und Marvin Degon (Berlin) sowie den beiden Deutschen Petr Fical (Nürnberg) und Christoph Gawlik (Frankfurt) kamen prominente Neuzugänge nach Oberbayern.
"Angesichts der Ausgeglichenheit in der Liga wird es immer schwieriger, irgendwelche Vorhersagen zum künftigen Meister zu machen", sagte Bill Stewart, Trainer der Kölner Haie, und verdeutlichte: "Wer hätte letzte Saison schon auf die vier Halbfinalisten Hannover, Augsburg, Wolfsburg und Ingolstadt gewettet?" Die Unberechenbarkeit, die durch einen Umbruch in vielen Team-Kadern aufgrund finanzieller Engpässe entstanden ist, ließ einige Verantwortliche vorsichtiger werden.

Fast exemplarisch für die gesamte Situation in der DEL stehen die Hamburg Freezers: So recht weiß keiner, was am Ende rauskommt. Der neue Trainer und Manager Stephane Richer hat den Vorjahres-14. personell komplett umgekrempelt und mit Patrick Traverse, der aus Düsseldorf kam, dem kanadischen Keeper Marc Lamothe (Lahti/ Finnland) sowie dessen Landsmann, Stürmer Michel Ouellet (Fribourg/ Schweiz), auch drei namhafte Akteure verpflichtet.
Keine vier Monate nach dem Finaltriumph über die Augsburger Panther und dem Abschied von Meistertrainer Hans Zach hat dagegen kein einziger DEL-Coach die finanziell angeschlagenen Scorpions auf dem Zettel. Und dies, obwohl der Titelträger 2010 mit quasi identischer Personaldecke in die neue Spielzeit geht. Zach-Nachfolger Toni Krinner kommt das ganz gelegen: "Wir wollen einen Play-off-Platz erreichen. Danach werden wir sehen, was kommt."


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