Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

22.05.2010, 18:01

Sensation war möglich - Datsyuk trifft spät

Trotz der Niederlage: So sehen Sieger aus!

36:0 stand es bereits vor dem Halbfinale. 36 Siege für Russland/GUS/Sowjetunion - und keiner für Deutschland in der langen WM-Geschichte. 25:0 stand es ebenfalls für die Sbornaja. Denn genau so viele WM-Partien in Serie hatte der Weltmeister von 2008 und 2009 als Sieger beendet. Nicht gerade beste Voraussetzungen also für die DEB-Auswahl, dem Frühlingsmärchen eine weitere Sensation hinzuzufügen.

Marcel Goc trifft zum 1:0
Die Führung durch Marcel Goc: Keeper Koshechkin, Atyushov und Schütz bleibt die Zuschauerrolle.
© picture allianceZoomansicht

Doch eins war ohnehin klar: Auch mit der knappen 1:2- Niederlage gegen den Rekordchampion werden die Tage von Gelsenkirchen, Mannheim und Köln als nie für möglich gehaltene positive Überraschung in Erinnerung bleiben. Selbst, wenn es am morgigen Sonntag im Spiel um Platz 3 gegen Schweden eine erneute Niederlage geben sollte.

"Es sind bewegende Momente", sagt Deutschlands Star-Verteidiger Christian Ehrhoff - und sie schienen im Laufe des Turniers überhaupt nicht aufhören zu wollen. Somit war die Begegnung gegen Russland nicht mehr als ein Bonus. Deutschland im Halbfinale? Das war ohnehin eigentlich unvorstellbar. Schließlich gelang 1953 letztmals der Sprung unter die besten Vier. Damals waren aber auch nur vier Mannschaften am Start.

- Anzeige -

Slideshow zum Thema

Pääjärvi (l.), KruegerPääjärvi, Endras, Sulzer, RankelJubel nach dem 1:1
Eishockey-WM

57 Jahre später trafen die deutschen Akteure in der Kölner Lanxess-Arena auf eine mit Stars gespickte russische Formation. Ovechkin, Malkin, Gonchar, Kovalchuk, Datsyuk, Fedorov oder Afinogenov hatten sich vorgenommen, die Deutschen gehörig durcheinanderzuwirbeln. Knapp mit 3:2 hatten sie, damals noch nicht mit komplettem Kader, gegen die DEB-Auswahl gesiegt, die insgesamt nur neun Gegentreffer in sieben Partien kassiert hatte.

Dabei waren mit Dennis Endras, Dimitri Kotschnew und Rob Zepp alle drei Goalies eingesetzt worden, im Halbfinale kam der Berliner Zepp zu seinem zweiten Einsatz. Und, Achtung, blieb im Eröffnungsdrittel ohne Gegentor. Und, nochmals Achtung: Auf der Gegenseite landete ein Schuss von Marcel Goc im russischen Netz. 1:0 für Deutschland! Sensation! Unfassbar! Und es ging erst mal so weiter, die Sbornaja wusste nicht , wie ihr geschah, zeigte sich fahrig und sichtlich beeindruckt.

Eishockey-WM 2010

Selbst die zu Tausenden anwesenden russischen Fans verstummten. Zumal es bis zur 32. Minute dauerte, bis sie jubeln durften. Und wer Torschütze Evgeni Malkin sah, der bei den Pittsburgh Penguins in der National Hockey League neun Millionen Dollar verdient, spürte, welche Last vom ihm gefallen war. Pure Erleichterung eines Teams, das größte Schwierigkeiten mit dem Gegner hatte. Zumal die DEB-Auswahl nach dem Ausgleich nicht zurücksteckte und weiterhin auch selbst gefährlich blieb. So ging es mit einem 1:1-Unentschieden in den Schlussabschnitt.

Aus Köln berichtet Axel Heiber

Nervenkitzel, da sich keines der beiden Teams entscheidend in Szene setzen konnte. Und wenn doch ein Mal ein Schuss auf das deutsche Gehäuse abgefeuert wurde, stand da ja Robb Zepp. 5:33 Minuten waren noch zu spielen, da nahm die Dramatik noch zu. Hitchcock hätte keinbesseres Drehbuch schreiben können. Deutschland in Unterzahl, Felski auf der Strafbank. Doch auch diese Situation übersteht die Krupp-Truppe mit Bravour. Keine zwei Minuten sind mehr zu spielen, dann der Schock: 2:1 für Russland. Gogulla patzt im gegnerischen Drittel und eröffnet Pavel Datsyuk ein Break.

Russland steht im Finale, trifft auf Tschechien, die deutsche Mannschaft spielt am Sonntagnachmittag auf Schweden. Und trotz der Niederlage: So sehen Sieger aus!


Russland - Deutschland 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)

Russland: Koshechkin - Korneyev, Grebeshkov; Kalinin, Gonchar; Nikulin, Emelin; Atyushov, Kulikov - Ovechkin, Fedorov, Sushinsky; Malkin, Datsyuk, Kovalchuk; Tereschenko, Frolov, Kozlov; Kulemin, Anisimov, Afinogenov
Deutschland: Zepp (Eisbären Berlin/9 Länderspiele) - Ehrhoff (Vancouver Canucks/76), Dietrich (Milwaukee Admirals/22); Krueger (Cornell University/14), Sulzer (Nashville Predators/61); Holzer (Düsseldorfer EG/23), Braun (Eisbären Berlin/17); Nikolai Goc (Hannover Scorpions/17), Butenschön (Adler Mannheim/31) - Schütz (Portland Pirates/34), Marcel Goc (Nashville Predators/70), Rankel (Eisbären Berlin/48); Wolf (Iserlohn Roosters/87), Ullmann (Kölner Haie/102), Müller (Kölner Haie/32); Kreutzer (Düsseldorfer EG/192), Barta (Hamburg Freezers/95), Felski (Eisbären Berlin/158); Gogulla (Portland Pirates/68), Hospelt (EHC Wolfsburg/39), Tripp (Hamburg Freezers/69)
Tore: 0:1 Marcel Goc (15:30), 1:1 Malkin (31:07), 2:1 Datsyuk (58:10)
Schiedsrichter: Baluska (Slowakei), Levonen (Finnland)
Zuschauer: 18.734 (ausverkauft)
Strafminuten: Russland 11 plus Spieldauerstrafe (Kulemin) - Deutschland 8

22.05.10
 
- Anzeige -

Livescores Live

- Anzeige -

Facebook

Schlagzeilen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
20:00 SKYS2 Golf
 
20:55 SP1 Fußball
 
21:00 SKYS2 Golf: US PGA Tour
 
21:00 EURO Tennis
 
21:30 SKYBU Fußball: Bundesliga
 

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re (6): Erkenntnisse aus dem Länderspiel (?) von: ChiliSzabo - 27.05.12, 19:54 - 6 mal gelesen
Re: Findet ihr es auch ungeil, von: otteg - 27.05.12, 19:52 - 7 mal gelesen
Re (2): Aus 27 mach 23... von: MaBu85 - 27.05.12, 19:50 - 5 mal gelesen
- Anzeige -

- Anzeige -