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31.12.2009, 17:42

DEL, 35. Spieltag: Krefeld stoppt die Scorpions

Freezers entscheiden Kellerduell für sich

Vom letzten Platz bis auf Rang zwei nach oben geklettert, kassierten die Scorpions in Krefeld eine deftige Klatsche. Meister Berlin ließ sich dagegen auch von den aufstrebenden Haien nicht vom Erfolgsweg abbringen. Düsseldorf musste gegen Augsburg nachsitzen. Im Kellerduell in Hamburg setzten sich an Silvester die Freezers locker gegen die Huskies aus Kassel durch.

Vitalij Aab
Versöhnlicher Jahresabschluss für die Hamburger: Vitalij Aab steuerte zwei Treffer bei.
© imago

Die Niederlage im Nordderby bei den Hannover Scorpions (1:5) war die neunte Pleite aus den letzten zehn Partien in der DEL für die Hamburg Freezers und so hoffte Trainer Paul Gardner vor der Partie gegen Kassel: "Es wäre schön, das Jahr und diesen enttäuschenden Monat mit einem positiven Erlebnis beenden zu können." Der Coach wurde erhört. Die Norddeutschen haben sich mit 5:0 (1:0, 3:0, 1:0) gegen die Kassel Huskies durchgesetzt und die Gäste in der Tabelle überholt. Hamburg liegt nach dem zwölften Saisonsieg mit 37 Zählern auf Platz 13, Kassel (36) hat einen Punkt weniger auf dem Konto und ist jetzt Vorletzter. Die Stürmer Matias Loppi (15.), Francois Fortier (21.) und Vitalij Aab (29./50.) sowie Verteidiger Alexander Dotzler (37.) mit seinem ersten Saisontor trafen am Silvestertag für die Freezers, die zum zweiten Mal in der bislang enttäuschend verlaufenen Spielzeit ohne Gegentor blieben.

Herbert Vasilijevs
Herbert Vasilijevs, der später selbst traf, bejubelt Boris Blanks Treffer zum 1:0 gegen die Hannover Scorpions.
© imagoZoomansicht

Schwach in die Saison gestartet eilte Hannover in der jüngsten Vergangenheit von Sieg zu Sieg. Bis auf eine Niederlage in Frankfurt gewannen die Scorpions neun ihrer letzten zehn Spiele. Mit den Pinguinen wartete aber ein unangenehmer Gegner auf die Niedersachsen. Zwölf Punkte aus fünf Spielen haben Krefeld vom Tabellenende auf Platz zwölf geschoben, und auch die Playoff-Ränge sind wieder ein realistisches Ziel. Schon der erste Besuch der Scorpions in dieser Saison ging in der Seidenstadt in die Hose (1:5). Und auch diesmal gab es bei den Pinguinen eine deftige Abreibung.

Schon nach dem ersten Drittel war die Messe in Krefeld gelesen. Blank per Doppelpack (2., 3.) und Stephens (6.) hatten früh vorgelegt, Vasilijevs (16.) und Loyns (18.) schnell auf 5:0 erhöht. Nach Krügers Gegentreffer (19.) stellte abermals Stephens (20.) den alten Abstand noch vor der ersten Sirene wieder her. Damit hatten beide Teams ihr Pulver allerdings bereits verschossen. 40 Minuten lang tat sich nichts mehr und es blieb beim glatten 6:1-Triumph der Pinguine.

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Berlin marschiert weiter

Unaufhaltsam und konkurrenzlos dreht Berlin (acht Erfolge in den letzten acht Spielen) momentan seine Kreise an der Spitze der DEL. Da kamen die Kölner Haie gerade recht, gelangen den Domstädtern seit der Amtsübernahme von Bill Stewart doch sieben Siege in acht Partien.

Aber auch die Haie konnten dem Meister kein Bein stellen. Trygg (13.) brachte die Gäste zwar in Front, Busch (14.) und Regehr (17.) drehten das Match aber noch vor der ersten Drittelpause. Barteks Ausgleich (23.) hatte nur kurz Bestand, weil Mulock (24.) nur eine Minute später zum 3:2 traf. Eng blieb es bis Mitte des Schlussabschnitts dennoch, ehe Ustorf (48.) und Roach (51.) den 5:2-Sieg der Eisbären in trockene Tücher brachten.

DEG erobert Platz zwei zurück

Nach dem Verlust von Platz zwei durch die 2:4-Niederlage gegen Hamburg schien Düsseldorfs großes Plus gegenüber Augsburg in der Abwehr zu liegen, zumal die Augsburger Panther über das drittschlechteste Überzahlspiel der DEL verfügen, während die DEG erst zehn Gegentreffer bei eigener Unterzahl kassierte. Dass die Metro Stars durch den 6:5-Overtime-Erfolg die Spitze des Verfolgerfelds wieder übernahmen, lag diesmal allerdings nicht an der besten Defensive der Liga.

Collins (1.) und Reimer (13.) brachten die DEG 2:0 nach vorne, Olver (17.) und Likens (20.) ließen das Duell von vorne beginnen. Gleiches Bild im zweiten Abschnitt: Courchaine (28.) und Joseph (31.) legten vor, Jörg (34.) und Olver (35.) glichen aus. Collins (39.) ließ Düsseldorf dennoch mit einer Führung in die letzten 20 Minuten der regulären Spielzeit gehen, bevor Gordon (49.) mit dem 5:5 die Verlängerung erzwang. Die Zusatzschicht dauerte allerdings nur 71 Sekunden. Dann war erneut Courchaine zur Stelle und markierte den 6:5-Siegtreffer (62.).

Ice Tigers siegen knapp, Wolfsburg klar

Im November noch kurzzeitig Tabellenführer, stürzten die Frankfurt Lions in der Folge ab und müssen mittlerweile um die direkte Play-Off-Qualifikation bangen. Nürnberg ging genau den entgegengesetzten Weg. Die Franken verloren im Oktober alle Spiele, starteten dann aber eine furiose Aufholjagd. Zwölf der folgenden 16 Partien wurden gewonnen. Eine Quote, bei der nur Klassenprimus Berlin mithalten kann. In der Noris kreuzten die Tabellennachbarn die Klingen, und der Trend hielt beim 3:2-Sieg der Ice Tigers an.

Zwar wehrte sich Frankfurt lange erfolgreich gegen die Niederlage, am Ende fehlten aber 32 Sekunden bis zur Overtime. Tenute (34.) und Wörle (47.) hatten die Führungstore von Peacock (16.) und Leeb (41.) jeweils egalisiert, bevor in der Schlussminute Ask auf den Plan trat und die Frage nach dem Sieger beendete. Nürnberg zog durch den Erfolg an den Hessen vorbei und hat auf Position fünf nur noch zwei Zähler Rückstand auf Rang zwei.

Wie schon im Vorjahr lieferte Wolfsburg einen durchwachsenen Dezember ab, und wie schon im Vorjahr gelang den Grizzly Adams kurz vor Silvester der Aufschwung. Gegen das Schlusslicht aus Straubing gerieten die Niedersachsen nie in ernsthafte Gefahr und fertigten die Bayern letztlich klar mit 6:1 ab. Hospelt (12.) traf im ersten Drittel zur Führung, Milley (28., 39.) erhöhte im zweiten Abschnitt auf 3:0. Spätestens jetzt war der Widerstand der Tigers gebrochen, die im Schlussabschnitt drei weitere Gegentore durch Fischer (42.), Laliberte (46.) und Morczinietz (52.) hinnehmen mussten, bevor Flache (59.) wenigstens der Ehrentreffer gelang.

Iserlohn missglückt Revanche

"Wir haben diesen Tag bis heute nicht vergessen und etwas gut zu machen - bei uns selbst und bei unseren Fans", erinnerte Roosters-Coach Uli Liebsch vor dem Match an die 1:7-Niederlage beim Gastspiel der Sauerländer Ende Oktober in Ingolstadt. Die Revanche misslang, auch wenn die Roosters diesmal bis zum Ende auf Augenhöhe agierten. Zwar sah es zunächst wieder nach einem glatten Sieg der Ingolstädter aus, doch nach Toren von Kavanagh (16.) und Clymer (35.) zum 0:2 wachte Iserlohn auf. Hock (39.), Wolf (45.) und Sparre (50.) drehten die Begegnung, bevor Clymer (56.) für die Overtime sorgte. Die Verlängerung blieb torlos, so dass das Penaltyschießen entscheiden musste. Hier behielt Hussey die Nerven und entschied die Partie zugunsten der Gäste.

31.12.09
 
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