Vor dem letzten und alles entscheidenden Spiel stand es 3:3-Unentschieden zwischen den beiden Teams. Am Ende war es in einem filmreifen Finale denkbar knapp für den deutschen NHL-Profi Dennis Seidenberg und die Carolina Hurricanes.
Die 17.625 auf den Rängen feierten bereits zum Ende des dritten Drittels den Einzug der Devils in die nächste Runde, als die Gastgeber noch mit 3:2 führten. Die Uhr zeigte noch 1:20 Restspielzeit an, als Jussi Jokinen die Menge verstummen ließ und für die Hurricanes mit einem Schuss durch Martin Brodeurs Beine den 3:3-Ausgleich erzielte. Danach wurde es noch spannender. Ein Durcheinander in der neutralen Zone erlaubte es Eric Staal 31 Sekunden vor dem Ende sich zu lösen und einen Pass von Chad LaRose frei anzunehmen. Staal feuerte sofort einen Direktschuss aus dem Handgelenk ab, bei dem er Brodeur im Devils-Tor keine Chance ließ. Damit hatten die Gäste die Partie in nur 48 Sekunden gedreht - 4:3.
In den restlichen Sekunden versuchten die Devils alles, um noch einen Treffer zu setzen, aber das Team von Dennis Seidenberg, allen voran Goalie Cam Ward, warfen sich in jeden Schuss der Hausherren und retteten so ihren Sieg. "Nachdem Jussi getroffen hatte, waren wir die Einzigen in der Halle, die gefeiert haben und wir dachten uns 'Hey es hat einmal funktioniert, warum kein zweites Mal?'", meinte der Mann des Abends, Eric Staal, nach dem Spiel. Damit ziehen die Canes ins Viertelfinale ein, in dem sie auf den Besten der Eastern Conference, die Boston Bruins, treffen. Die hatten sich mit 4:0 gegen die Montréal Canadiens durchgesetzt.
Auch im Duell zwischen den New York Rangers und den Washington Capitals gab es ein alles entscheidendes siebtes Spiel. Die Rangers führten bereits mit 3:1, doch die Caps kämpften sich zurück und wurden nun für ihre Mühen belohnt: Das entscheidenden siebte Spiel gewannen die Capitals auf eigenem Eis mit 2:1. Der Mann des Abends in Washington hieß Sergej Fedorov, der mit seinem Treffer nach 15:01 Minuten im letzten Drittel den Sieg perfekt machte.
Zuvor stand es seit Mitte des ersten Drittels 1:1 und die Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Nach dem Abpfiff war die Freude natürlich groß bei den Gewinnern. "Wir haben einfach immer daran geglaubt, dass wir die Serie gewinnen können", sagte Washingtons Stürmer-Star Alex Ovechkin nach dem Spiel. "Wir haben's getan!" Ovechkin und sein Team treffen nun auf die Pittsburgh Penguins, die die Philadelphia Flyers mit 4:2 bezwangen.
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