NHL: Washington gleicht aus
"Canes" erzwingen Spiel sieben
Es war wohl der so viel zitierte Mut der Verzweiflung, der die Hurricanes im Spiel gegen New Jersey derart nach vorn peitschte. Eine Niederlage hätte das Ende der Play-off-Träume für Seidenberg und Co. bedeutet, nun haben sich die "Canes" den Showdown erkämpft. Nicht zuletzt dank der Effektivität der Carolina-Akkordarbeiter Eric Staal und Ray Whitney, die gemeinsam sieben Scorerpunkte auf ihren Konten verbuchten, entscheidet in der Nacht zu Mittwoch das siebte Spiel im Prudential Center der Devils über den Einzug unter die letzten Acht.
"So etwas können wir nicht in jedem Spiel abrufen", gab Center Eric Staal zu, der die Führung der Gastgeber im zweiten Drittel mit einem Doppelpack auf 3:0 ausgebaut hatte. "Wir müssen auf ein ganz enges und hart umkämpftes Spiel am Dienstag gefasst sein." Staal hatte zudem das 1:0 durch Ray Whitney nach 10:32 Minuten im ersten Abschnitt vorbereitet. Kollege Whitney revanchierte sich im zweiten Durchgang durch die Assists zu den "Canes"-Treffern zwei und drei. Auch beim Tor zum 4:0-Endstand durch Jussi Jokinen legte der Kanadier auf.
NHL-Play-offs 2008/09
Legionär Seidenberg verbuchte derweil keinen Scorerpunkt, verteidigte aber in knapp 22 Minuten auf dem Eis erfolgreich das Tor der Hausherren, in dem Cam Ward mit 28 Saves den "Shut-Out" durch eine starke Leistung absicherte. Auf der Gegenseite wurde Devils-Rekordgoalie Martin Brodeur ganze 37 Mal unter Beschuss genommen.
"Das müssen wir abschütteln, das sind die Play-offs", forderte New-Jersey-Coach Brent Sutter von seinen Akteuren eine möglichst kurze Besinnungsphase. "Wir haben noch ein Spiel, darauf müssen wir uns ab sofort vorbereiten", hatte Sutter die jüngste Niederlage unmittelbar nach Spielende bereits abgehakt.
Rangers finden Form zu spät
Auch in der Eastern Conference kommt es Mittwochnacht zur entscheidenden siebten Partie zwischen den Washington Capitals und den New York Rangers. Nachdem die Rangers überraschend eine 3:1-Führung in der "Best-of-seven"-Serie erkämpfen konnten, scheinen die "Caps" doch noch rechtzeitig die Kurve gekriegt zu haben. Dem 4:0-Heimsieg vom Vortag ließen die Hauptstädter nun durch ein 5:3 in New York den 3:3-Ausgleich in der Serie folgen. Im letzten Spiel hat Washington Heimrecht und plötzlich wieder alle Trümpfe in der Hand.
Milan Jurcina, Mike Green, Tom Poti, Viktor Koslov und Superstar Alexander Ovechkin hatten bei einem Gegentreffer von Scott Gomez schon vor Ende des zweiten Drittels eine komfortable 5:1-Führung besorgt, ehe Ryan Callahan und Marc Staal im Schlussdrittel für die Rangers auf 3:5 verkürzten. Das Aufbäumen der Gastgeber kam zwar zu spät, macht aber Hoffnung, dass die zuvor so furios aufspielenden Rangers auch im Schlussakt nicht kapitulieren werden.
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