Vor dem Spiel führten die New Jersey Devils mit 2:1 nach drei Spielen. Dennis Seidenberg wurde nach der 1:4-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen von Coach Paul Maurice auf die Bank verbannt. Doch er bekam das Vertrauen zurück und brannte auf seinen Einsatz im vierten Spiel. Schon die 1:0-Führung von Eric Staal legte Seidenberg dem Torschützen auf. Vor der ersten Pause erhöhte Ryan Bayda noch auf 2:0 für die Hurricanes. Ein herausragender Martin Brodeur im Tor der Devils verhinderte bis dahin einen höheren Rückstand seiner Mannschaft.
Nach der Pause das gleiche Bild: Carolina stürmte, die Devils hatten ihre liebe Mühe hinten dicht zu halten. Chad Larose erhöhte aber dann doch auf 3:0 für Carolina. Das Ding schien so gut wie gelaufen. Doch wenige Sekunden vor der zweiten Pause schafften die Devils den 1:3-Anschluss. Nach der Pause kippte das Spiel und die Devils rannten gegen die Abwehr der Hurricanes an. Brendan Shanahan und David Clarkson schafften mit ihren Treffern schließlich den 3:3-Ausgleich.
In der dramatischen Schlussphase hieß der entscheidende Mann wieder Dennis Seidenberg. Der 27-Jährige zog wenige Augenblicke vor Schluss aufs Tor ab. Der Puck prallte an den Schuh von Jussi Jokinen und überquerte 0,2 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit die Torlinie: Carolina gewann 4:3 und glich in den Play-offs auf 2:2 aus. "Ich habe nur versucht, den Puck irgendwie ins Netz zu bekommen", sagte Seidenberg nach dem Spiel. "Glücklicherweise stand Jussi vor dem Tor und tippte ihn rein. Ich hatte keine Ahnung, wie knapp das gewesen ist. Es war verrückt!"
Ähnlich spannend verlief der Abend für Marcel Goc und Christian Ehrhoff bei den San José Sharks. Die Sharks standen in der Pflicht: Die ersten beiden Spiele verloren die Presidents Torphy Gewinner gegen die Anaheim Ducks. Im dritten Spiel zeigte sich dann dreimal das gleiche Szenario: Die Sharks legten vor, Anaheim glich aus und so stand es nach dem Schlagschuss von Chris Pronger 3:3 im zweiten Drittel. Im letzten Durchgang nutzten die Sharks ein Überzahlspiel, um durch Patrik Marleau mit 4:3 in Führung zu gehen. In der Folge war es den Ducks nicht mehr möglich, den Rückstand erneut aufzuholen.
Dan Boyle erzielte zwei Treffer für die Sharks und bereitete einen vor, war somit der Matchwinner für San José. "Ich wollte heute allein den Unterschied machen. Wir hatten einen guten Start, was wichtig war. Wir sind glücklich, aber es gibt noch eine Menge zutun", kommentierte der 32-jährige Verteidiger die Leistung seiner Mannschaft. Die Ausgangslage hat sich nach diesem Sieg etwas verbessert, so das die Sharks im nächsten Spiel auf 2:2 ausgleichen können.
Die Vancouver Canucks qualifizierten sich als erstes Team für die nächste Runde. Mit ihrem 3:2-Overtime-Sieg über die St. Louis Blues feierten die Canucks ihren vierten Sieg im vierten Spiel und sind somit klar eine Runde weiter. Ein taktischer Winkelzug von Coach Alain Vigneault war besonders ausgefuchst und führte letztlich zum Erfolg: Er wechselte Alex Burrows von der Verteidigung in die Offensive zu den Sedin-Zwillingen. Die Folge: Burrows erzielte zwei Treffer für die Canucks.
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