Es waren exakt 7:41 Minuten im Staples Center gespielt, da führten die Atlanta Thrashers bei den Los Angeles Kings mit 3:0. Die Zuschauer hatten den Eindruck, dass die Kings noch in der Kabine waren, während Atlanta dort weiterzumachen schien, wo es nach dem 8:4-Sieg gegen Anaheim aufgehört hatte. In der Folge rappelten sich die Kings auf, kamen noch im ersten Drittel auf 2:4 heran und erzielten früh im zweiten Abschnitt den 3:4-Anschlusstreffer. Kurz vor Ende des zweiten Durchgangs erhöhten die Thrashers wieder auf 5:3 und als Ilya Kovalchuk früh im finalen Drittel mit seinem zweiten Treffer (Saisontore 28 und 29) das 6:3 erzielte, schien die Partie entschieden.
Doch angeführt von Anze Kopitar drehten die Gastgeber nun auf. Zwölf Minuten vor Schluss gelang dem Slowenen das 4:6 und nur zwei Minuten später erzielte Gauthier den Anschlusstreffer. Die Kings rannten nun an und spannten ihre Fans auf die Folter. Genau fünf Sekunden vor Ende der Partie markierte erneut Kopitar den frenetisch umjubelten Ausgleich. Mit 6:6 ging es in das Shootout. Doch wer glaubte, dass die Kings als Heimteam nach der grandiosen Aufholjagd im Vorteil wären, der wurde bitter enttäuscht. Erik Christensen zerstörte durch seinen Treffer L.A.'s Hoffnung auf den Sieg und damit bestätigten die Thrashers einmal mehr ihre Nervenstärke in Shootout-Situationen, die sie in der aktuellen Saison ohne Ausnahme für sich entschieden.
Bei 17 Punkten Rückstand auf einen Play-off-Platz ist der Sieg Atlantas jedoch nicht mehr als ein Achtungserfolg. Die Kings müssen einen weiteren Dämpfer im Kampf um den Anschluss im Westen hinnehmen.
Für die Pittsburgh Penguins läuft die aktuelle Saison weiter enttäuschend. Nur einen Tag nach der Entlassung von Michael Therrien lieferten die amtierenden Eastern-Conference-Meister eine leidenschaftslose Partie ab. Gegen das Tabellenschlusslicht der NHL, die New York Islanders, setzte es eine 2:3-Niederlage im Shootout.
Ausgerechnet die beiden Stars der Penguins, Malkin und Crosby, vergaben ihre Penalty-Möglichkeiten. Vier Punkte trennen Pittsburgh weiterhin vom Minimalziel Platz acht, der zur Play-off-Teilnahme berechtigt. Dan Bylsma, zunächst Interimscoach der Penguins, soll den Vorjahresfinalisten schnellstmöglich wieder in die Spur bringen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich in der Nacht zum kommenden Freitag (MEZ) gegen die Montreal Canadiens.
Die Ottawa Senators, bei denen Christoph Schubert nicht im Aufgebot stand, feierten einen 2:0 Sieg bei den Nashville Predators. Trotz des Sieges liegt ein Play-off-Platz für Ottawa bei zwölf Punkten Rückstand in weiter Ferne.
Die NHL wird zur Eröffnung der Saison 2009/2010 möglicherweise in Berlin gastieren. In der O2-World könnte es zum Duell zwischen den San Jose Sharks und den Calgary Flames kommen. Bei den Sharks gehören die Deutschen Marcel Goc und Christian Ehrhoff zum Stammpersonal. Das Berliner Büro der Anschutz Entertainment Group (AEG), Besitzer der neuen Arena am Ostbahnhof, bestätigte Gespräche mit den Liga-Verantwortlichen. Gleichwohl sei vertraglich noch nichts fixiert. Zudem gebe es mehrere Kandidaten in Europa.
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