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21.04.2012, 19:04

NHL: Pittsburgh siegt und kämpft sich wieder heran

Nashville wirft Detroit aus den Play-offs

Die Nashville Predators zogen als erstes Team ins Conference-Halbfinale ein und warfen die erfahrenen Detroit Red Wings in nur fünf Spielen aus den Play-offs. Den "Preds" reichte ein knapper 2:1-Sieg auf heimischem Eis in Tennesse. Die bisher völlig verrückte und hochspannende Serie der beiden Rivalen Pittsburgh Penguins und Philadelphia Flyers geht in die nächste Runde: Die "Pens" siegten zu Hause mit 3:2 und bitten "Philly" nun zu einem sechsten heißen Tanz.

David Legwand
Mit Nashvilles David Legwand (li.) kegelte ausgerechnet ein gebürtiger Detroiter die Red Wings aus den Play-offs.
© getty imagesZoomansicht

Dieser Sieg gleicht einer kleinen Sensation: Die Nashville Predators kegeln die großen Detoit Red Wings in der ersten Runde aus den Play-offs. Weder die Tradition des 1926 gegründeten Klubs noch die Erfahrung von insgesamt elf Stanley-Cup-Titeln noch eine Reihe von altgediegenen Stars wie Lidström (41), Holmström (39), Bertuzzi (37) oder Datsyuk (33) konnte die "Preds" stoppen. Die verhältnismäßig junge Truppe aus Tennesse (erst seit 2008 in der NHL) zeigte sich einmal mehr hungriger, attraktiver und erfolgreicher. So auch in der Nacht zu Samstag.

Nashville ging schon im ersten Abschnitt in Führung: David Legwand legte die Scheibe von hinter dem Tor in den Gefahrenbereich, wo Alexander Radulov mit einer schnellen Bewegung Goalie Jimmy Howard täuschte und aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob (17.). Im zweiten Durchgang kam Detroit durch ein Tor von Jiri Hudler zurück. Der Puck flog durch den Slot, wo die Predators ihn nicht weg bekamen. Der Tscheche stand am zweiten Pfosten gut und drückte das Spielgerät über die Linie (34.).

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Im Schlussdrittel schienen die Red Wings noch gedanklich in der Kabine zu sein. Nur 13 Sekunden nach dem Bulli im Mittelkreis setzte Legwand zu einem Kunstschuss an und traf aus halb-rechter Position ins linke Eck (41.). Es sollte Nashvilles Ticket für das Conference-Halbfinale sein, denn Torwart Pekka Rinne glänzte mit tollen Saves und hielt den Sieg fest.

Kurios: Legwand, der in Detoit geboren wurde, beendete die Saison seiner Heimatstadt und wirft "Hockeytown" aus den Play-offs. "Ich wusste, dass 'Leggie' an einem Punkt der Saison den Unterschied ausmachen wird", sagte ein prophetischer Predators-Trainer Barry Trotz über seinen Matchwinner, "heute war das der Fall."

Zehn Tore pro Spiel: Tor-Feuerwerke beim Pennsylvania-Derby

NHL-Play-offs 2012

45 Tore (!) bescherten die bislang vier Play-off-Begegnungen zwischen den beiden Rivalen Pittsburgh und Philadelphia. Das macht durchschnittlich 11,25 Tore pro Partie. In Spiel fünf fielen zwar "nur" fünf Treffer, die Spannung war dennoch hoch.

Die Flyers gingen durch Matt Carle (12.) und Scott Hartnell (18.) gleich zweimal in Führung. Die Penguins kamen durch die Tore von Steve Sullivan (15.) und Jordin Staal (27.) jeweils wieder zurück. Den spielentscheidenden Treffer steuerte Tyler Kennedy bei (30.). Das Schlussdrittel endete dank der beiden Top-Goalies Marc-Andre Fleury (92,3 Prozent Fanquote) und Ilya Bryzgalov (87 Prozent) torlos.

So stand am Ende ein 3:2-Sieg für die "Pens", die in der Serie so wieder auf 2:3 heran kommen. Die Fans aus beiden Lagern freuen sich auf Spiel sechs. Bei mittlerweile 10 Toren pro Spiel wird erneut ein Feuerwerk erwartet.

Lange Sperre für "Coyote" Torres

Unterdessen hat die NHL Raffi Torres, Stürmer der Phoenix Coyotes, wegen seines brutalen Checks am Dienstag gegen Marian Hossa von den Chicago Blackhawks für gleich 25 Spiele gesperrt. Das teilte die NHL auf ihrer Website mit. Hossa schlug nach der Aktion schwer auf dem Eis auf und blieb eine Minute lang regungslos liegen. Er musste schließlich mit einer Trage von Eis gebracht werden, konnte das Krankenhaus aber nach kurzer Zeit wieder verlassen. Wann Chicagos bester Scorer wieder ins Team zurückkehrt, ist offen. Torres blieb für sein Foulspiel während der Partie straflos.


Alle Ergebnisse im Überblick:

Nashville Predators - Detroit Red Wings 2:1
Play-off-Stand: 4:1

Pittsburgh Penguins - Philadelphia Flyers 3:2
Play-off-Stand: 2:3

NHL-Play-offs 2012: Vier Deutsche sind im Rennen
Die Jagd nach dem "heiligen Gral"
Daniel & Henrik Sedin
Vancouver Canucks

Platz: 1 (Westen). Stärken: Die "Nucks" waren das beste Team der regulären Saison (111 Punkte) und schnappten sich so die "President's Trophy". Das Prunkstück der Kanadier ist die Offensive (249 Treffer). Star-Spieler: Daniel Sedin (21). Der Schwede ist mit 30 Toren der treffsicherste Stürmer. Seit Mitte März fehlt der Linksschütze verletzt (Gehirnerschütterung). Form: Vancouver holte trotz der Sedin-Verletzung 8 Siege aus den letzten 9 Partien und ist in Top-Form.
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21.04.12
 
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Anschrift:Detroit Red Wings
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