
Es war eine von Beginn an aufgeladene Atmosphäre in Buffalo. Gleich mehrere Schlägereien heizten die Stimmung auf. Bostons Milan Lucic lieferte sich im ersten Drittel eine Prügele mit Patrick Kaleta, beide trafen sich im Schlussabschnitt nochmals zum Kräftemessen, als der Bruin Kaleta gegen den Hinterkopf checkte.
Lucic ist zur Zielscheibe der Sabres geworden, seit er am 12. November beim 6:2-Sieg der Bruins Sabres-Goalie Ryan Miller ausknockte und dieser eine Gehirnerschütterung davontrug. Danach purzelten die gut gestarteten Sabres (10:5) aus den Play-of-Rängen.
"Sie wollen dich stets einschüchtern", sagte Miller (36 Paraden) über den Meister. "Wenn man jedoch dranbleibt und gutes Hockey spielt, machen solche Dinge gar nichts aus."
Gutes Eishockey-Spiel zeigte zunächst Christian Ehrhoff. Sein Schlenzer von der blauen Linie landete im rechten Toreck zum 1:0 - es war das vierte Saisontor des Topverdieners. Und es sorgte für Erleichterung beim angespannten Sabres-Coach Lindy Ruff, der nach einer Trainingskollision mit drei gebrochenen Rippen auf der Tribüne saß.
"Ich nehme jeden Hit in Kauf, wenn wir dann gewinnen", sagte Ruff. "Je länger das Spiel dauerte, desto besser habe ich mich gefühlt." Buffalos Kapitän Jason Pominville trug zwei Tore zum Kantersieg der Sabres bei, die ihr Konto auf 52 Punkte aufstockten und langsam wieder Fahrt aufnehmen und in den vergangenen fünf Partien punkten konnten. "Wir geben nicht auf", hielt Pominville fest. Allerdings sind es noch neun Punkte Rückstand zum achten Platz.
Beim Meister läuft es derweil nicht mehr so rund. Zwar sind die Bruins im Osten weiter souverän Zweiter hinter den Rangers, doch in den vergangenen sechs Spielen hagelte es gleich vier Niederlagen. Das 0:6 war die höchste Niederlage dieser Saison. "Es ist eine Weile her, seit wir so hoch verloren haben", sagte Haudegen Lucic. "Vielleicht ist es ein Weckruf."
Buffalo Sabres - Boston Bruins 6:0, Detroit Red Wings - Edmonton Oilers 4:2, Anaheim Ducks - Carolina Hurricanes 3:2 n.V., San Jose Sharks - Calgary Flames 3:4