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17.05.2012, 20:55

USA nach hartem Kampf ausgeschieden

Joensuu Finnlands Held - Schweden gescheitert

Dank eines Doppelpacks von Stürmer Jesse Joensuu sicherte sich Finnland in einem packenden Spiel fast mit der Schlusssirene einen hauchdünnen 3:2-Sieg gegen die USA. Dagegen ist Co-Gastgeber Schweden überraschend gescheitert. Die "Tre Kronors" verloren ebenfalls durch einen Treffer in der Schlussminute mit 3:4 gegen Tschechien und schieden nach zuvor elf Siegen in Folge erstmals wieder in einem WM-Viertelfinale aus.

Jesse Joensuu
Gefeierter Held der Finnen: Stürmer Jesse Joensuu.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach der 0:5-Pleite in der Vorrunde gegen die USA waren die Finnen im Viertelfinale gewarnt. Doch es dauerte in der heimischen Hartwall Arena über eine halbe Stunde, bis in einer intensiv und temporeich geführten Partie der erste Treffer fiel. Jesse Joensuu erzielte in der 34. Minute die umjubelte Führung. Doch die Freude blieb den gut 12.000 finnischen Zuschauern im Halse stecken. Denn nur 21 Sekunden später gelang Kyle Pamieri für die US-Amerikaner der postwendende Ausgleich. Und es sollte noch schlimmer aus Sicht der Nordeuropäer kommen.

Keine zwei Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als Bobby Ryan die erstmalige Führung für die USA gelang. Doch Finnland bewies Steher-Qualitäten. Kapitän Mikko Koivu gelang in der 53. Minute mit dem rechten Schlittschuh der Ausgleich. Nach kurzem Video-Studium wurde der Treffer anerkannt, weil der Center mit seinem Fuß keine verbotene aktive Kickbewegung machte.

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Danach drängten die Suomi auf den Siegtreffer - und wurden nur neun Sekunden vor der Schlusssirene noch vor einer möglichen Verlängerung belohnt! Erneut Joensuu traf nach einem Rückpass von Petri Kontiola vor das Tor aus kurzer Distanz per Direktabnahme zum 3:2-Endstand und schoss Finnland damit ins Halbfinale am Samstag gegen das russische Starensemble.

Michalek schockt Schweden

Und auch in Stockholm gab es ein spätes Tor, jedoch durften im Globen nicht etwa die Gastgeber jubeln, sondern der Weltmeister von 2010 in Deutschland aus Tschechien. 29 Sekunden vor der Schlusssirene war es Milan Michalek, der nach gelungener Einzelaktion den Puck über die Schulter von Keeper Viktor Fasth unter die Querlatte hob.

Petr Nedved (Mi.)
Jubel mit dem Teamkollegen: Petr Nedved (Mi.) mit Tschechien.
© Getty Images

Zuvor war es den Skandinaviern gelungen, nach einem 1:3-Rückstand durch Tore von Henrik Zetterberg (40.) und einen maßgenauen Schuss aus halblinker Position von Abwehrspezialist Jonathan Ericsson in der Anfangsminute des Schlussdrittels noch zum Ausgleich zu kommen (41.). Doch die Tschechen spielten in einer temporeichen Partie weiter munter nach vorne und erspielten sich wie bereits zuvor gegen eine nicht wie gewohnt sattelfeste schwedische Hintermannschaft einige Torchancen.

Tschechien trifft nun im Halbfinale am Samstag im "Bruderduell" auf die Slowakei und könnte wie schon bei der WM 2010 in Deutschland zur großen Turnierüberraschung werden. Auch damals hatten nur wenige Experten die Tschechien nach einem schwachen Start auf der Rechnung, am Ende gewann das Team aber seinen zwölften WM-Titel.


Eishockey-WM in Finnland und Schweden

Viertelfinale

Kanada - Slowakei 3:4
Tore: Kane, Skinner, Burrows - Kopecky, Satan, Bartovic, Handzus.

Russland - Norwegen 5:2
Tore: Ovechkin, Popov, Emelin, Zherdev, Nikulin - Skröder, Thoresen.

USA - Finnland 2:3
Tore: Palmieri, Ryan - Joensuu (2), Koivu.

Schweden - Tschechien 3:4
Tore: Eriksson, Zetterberg, Ericsson - Nedved, Novotny, Erat, Michalek.


Die K.o.-Runde im Überblick
Der Kampf um den Titel
Alex Ovechkin, Alexander Semin (v.li.)
Weltmeisterlicher Jubel

Mit Washington im Conference-Halbfinale ausgeschieden, mit Russland gemeinsam Weltmeister 2012: Alex Ovechkin und Alexander Semin, die maßgeblich am Erfolg der Sbornaja beteiligt waren.
© Getty Images

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17.05.12
 
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