
Eigentlich sprach am Ende vieles für die Telekom Baskets Bonn. Vier Sekunden waren noch zu spielen, es stand 71:70 für Oldenburg, doch die Telekom Baskets hatten den Ball. Aber Earl Jarrod Rowland vergab, Je'Kel Foster eroberte sich das Spielgerät, die Entscheidung war damit gefallen.
Danach brachen in der mit 3148 Zuschauern ausverkauften Halle alle Dämme. Erstmals in seiner Geschichte ist Oldenburg deutscher Basketball-Meister. Bonn, das bereits vier Finalserien gegen den Erzrivalen Alba Berlin verlor, musste sich erneut mit der Vize-Meisterschaft zufrieden geben und untermauerte seinen Ruf als "ewiger Zweiter". Zugleich war es der erste Heimsieg in der Finalserie. Zuvor konnte je zweimal das Gästeteam gewinnen.
Für die Oldenburger war es der Lohn für eine starke Saison mit dem ersten Einzug ins Finale. Nach ihrem bislang größten Erfolg stehen die Niedersachsen zugleich vor ihrer Premiere in der Euroleague. Oldenburg tritt damit die Nachfolge des achtmaligen Champions Alba an, der im Halbfinale an den Telekom Baskets Bonn gescheitert war.
Dabei kamen die Bonner im Hexenkessel der Oldenburger Halle lange Zeit besser zurecht. Bis auf wenige Abschnitte lagen die Telekom Baskets stets in Führung. Mitte des dritten Drittels sah es ganz nach einer Niederlage der Niedersachsen aus, als die Bonner beim Stande von 41:51 mit zehn Punkten führten.
Doch die EWE Baskets gaben sich nicht auf. Zwar gingen sie mit einem Acht-Punkte-Rückstand in das letzte Viertel, doch zur Hälfte des Schlussabschnitts stand es plötzlich 62:62. Dann wechselte die Führung in einer dramatischen Schlussphase hin und her. Am Ende hatte dann Oldenburg das bessere Ende für sich, die Feierlichkeiten konnten beginnen.
"Ich bin super glücklich. Es ist unglaublich, dass wir es am Ende tatsächlich geschafft haben", sagte Oldenburgs Spielmacher Jason Gardner nach der Nervenschlacht. Bonns Trainer Michael Koch war dagegen vollkommen konsterniert. "Schlimmer geht es nimmer. Auswärts mit einem Punkt zu verlieren. Wir hatten es am Ende in der Hand gehabt, dann aber einige leichte Fehler gemacht."
Bonn hatte in E.J. Rowland (20) und Patrick Flomo (18) seine herausragenden Schützen. Beste Werfer der Oldenburger waren Rickey Paulding (20) und Je'Kel Foster (18). Paulding wurde nach der Partie auch zum MVP der Finalserie gekrönt.
Punkte Oldenburg: Paulding 20 Pkt., Foster 18, Gardner 14, Boumtje Je Boumtje 9, Scekic 4, Majstorovic 3, Pekovic 3
Bonn: Rowland 22, Flomo 18, Bowman 14, Bowler 6, King 5, Kolodziejski 5
Zuschauer: 3148 (ausverkauft)
| Beginn | Heim | Gast | Erg. | |
|---|---|---|---|---|
| 09.02. 18:45 | - | -:- | ||
| 09.02. 19:00 | - | -:- | ||
| 09.02. 20:05 | - | -:- | ||
| 09.02. 20:45 | - | -:- | ||
| 10.02. 02:00 | - | -:- | ||
| 10.02. 03:00 | - | -:- | ||
| - | -:- | |||
| 10.02. 04:30 | - | -:- | ||
| 11.02. 01:00 | - | -:- | ||
| - | -:- | |||
| Zeit | Sender | Sendung |
|---|---|---|
| 13:00 | EURO | Tennis |
| 13:30 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
| 14:00 | EURO | Tennis |
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| 14:45 | SKYS1 | Fußball: DFB Pokal |
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