Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
18.06.2009, 11:18

BBL-Finale: Bonn empfängt Oldenburg

Kampf der Systeme

Das Play-off-Finale Bonn gegen Oldenburg ist auch ein Duell unterschiedlicher Trainer-Philosophien.

Michael Koch, Predrag Krunic (re.)
Zwei Trainer, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Michael Koch (li.), Predrag Krunic.
© imagoZoomansicht

Im Frühjahr 2008 öffnete auf dem Bonner Hardtberg der schmucke Telekom Dome seine Pforten. Knapp 17 Millionen Euro ließen sich die Telekom Baskets die vereinseigene Spielstätte mit 6000 Zuschauerplätzen samt angeschlossenem Trainingszentrum kosten. Nach etwas mehr als einem Jahr erweist sich der Neubau aber schon als zu klein. Innerhalb von 20 Minuten waren am Montagmorgen alle 6000 Eintrittskarten für das zweite Play-off-Finalspiel der Basketball-Bundesliga (BBL) am heutigen Donnerstag gegen die EWE Baskets Oldenburg ausverkauft. "Hier herrscht eine gewaltige Euphorie. Die Fans gehen davon aus, dass wir Meister werden", sagt Trainer Michael Koch. Nach dem 74:72-Erfolg im ersten Spiel in Oldenburg führen die Rheinländer in der Best-of-five-Serie mit 1:0-Siegen.

Bonn gegen Oldenburg - die beiden Finalisten haben im Umfeld zahlreiche Gemeinsamkeiten: Für beide Klubs wäre es der erste Titel überhaupt. Mit Etats von 3,6 (Oldenburg) beziehungsweise 3,2 Millionen Euro (Bonn) bewegen sie sich im vorderen Drittel der Bundesliga. Beide befinden sich in der Abhängigkeit eines lokal angesiedelten Großsponsors. Und beide werden von weitsichtigen Funktionären geführt, die in den vergangenen Jahren viel Geld in den Aufbau einer professionellen Infrastruktur investierten.

Auf dem Parkett ist das Play-off-Finale jedoch ein Kampf der Systeme. Bonns Michael Koch und sein Oldenburger Gegenüber Predrag Krunic sind zwei Trainer, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Das Alter ist das Einzige, was den smarten Hessen Koch (43 Jahre) und den kauzigen Bosnier Krunic (41) eint.

Vita

Koch war ein Weltklassespieler. Mit zehn Landesmeisterschaften (fünfmal Leverkusen, viermal Athen, einmal Bayreuth) ist der 140-malige Nationalspieler und Europameister von 1993 der erfolgreichste Titelsammler im deutschen Basketball. 2004 beendete er seine aktive Laufbahn, Ende 2005 übernahm er in Bonn die Position des Headcoaches.

Krunic indes war niemals als Profi tätig. 1992 erwarb er an der Sportuniversität Belgrad sein Trainerdiplom. Danach arbeitete er als Nachwuchskoordinator bei Zemun Belgrad, ehe er 1998 als Assistenztrainer nach Bonn kam. Dort wurde er 2001 mit gerade mal 34 Jahren zum Headcoach befördert. 2007 heuerte er in Oldenburg an. Zu seinem Ex-Arbeitgeber hat Krunic trotz seiner Entlassung 2005 inzwischen ein "normales Verhältnis", wie er selbst sagt. "Ich komme immer wieder gerne nach Bonn zurück."

Philosophie

Koch gilt als sogenannter Players Coach, als einer, der seine Spieler an der langen Leine führt und auf deren Eigenverantwortung setzt. "Das sind alles erwachsene Menschen", sagt er. Krunic legt indes viel Wert auf Disziplin. Seine Maxime lautet: "Verteidigung steht an erster Stelle." Unvergessen ist diese Episode: Als ihm 2002 die Ehre zuteil wurde, beim alljährlichen All-Star-Game der BBL die Südauswahl zu betreuen, wies er seine Akteure bei dem auf Show und Spaß ausgerichteten Spiel zu einer knallharten Pressverteidigung an. Oldenburgs Spielmacher Jason Gardner, der als einziger Spieler schon unter beiden Trainern arbeitete, beschreibt Koch und Krunic als "Respektpersonen, jeder auf seine Art".

Brandon Kyle Bowman beim Korbleger
War mit 26 Punkten bester Mann in Spiel eins: Brandon Kyle Bowman (re. Ruben Boumtje Boumtje).
© imago

Taktik

Während bei Koch mit Johannes Strasser, Alex King und Artur Kolodziejski so viele deutsche Spieler zum Einsatz kommen wie bei keinem anderen Play-off-Teilnehmer, setzt Krunic ausschließlich auf Profis aus den USA und Rest-Jugoslawien; im ersten Finalspiel stand kein Deutscher auch nur eine Sekunde auf dem Parkett.

Ein weiterer fundamentaler Unterschied besteht zwischen den Betreuern: Koch lässt in den 40 Spielminuten zehn Spieler rotieren, Krunic nur deren sieben, maximal acht. Die gleichmäßigere Kräfteverteilung war in der Schlussphase des ersten Finalspieles nicht zu übersehen. Die Bonner hinterließen insgesamt den frischeren Eindruck, obwohl ihr letztes Halbfinalspiel gegen Alba Berlin nur 72 Stunden zurückgelegen hatte und die Oldenburger eine ganze Woche Zeit zur Vorbereitung auf das Finale gehabt hatten.

Dino Reisner

TV: Live, Eurosport, Do., 21 Uhr: 2. Finale Bonn - Oldenburg; LIVE! auch im Ticker bei www.kicker.de

 

 NBA-Videos

Facebook

Schlagzeilen

Livescores

Beginn Heim   Gast Erg.
23.09. 19:00 - -:-
 
23.09. 20:30 - -:-
 
- -:-
 
24.09. 18:00 - -:-
 
- -:-
 
24.09. 20:30 - -:-
 
- -:-
 
25.09. 15:30 - -:-
 
25.09. 18:00 -
Ulm
-:-
 
28.09. 20:30 - -:-
 

kicker-sportmagazin

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

TV Programm

Zeit Sender Sendung
07:10 SDTV Urawa Red Diamonds - Kawasaki Frontale
 
08:00 SKYBU Fußball: Bundesliga
 
08:30 SKYS2 Golf: US PGA Tour
 
08:30 EURO Radsport
 
08:45 SKYS1 Fußball: UEFA Champions League
 

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re (3): Wettbüro Eins geöffnet: 1. Spieltag 16/17 von: Zitus - 25.08.16, 06:59 - 1 mal gelesen
Re: Champions League Auslosung von: Zitus - 25.08.16, 06:56 - 5 mal gelesen
Re: Glückwunsch Gladbach von: Zitus - 25.08.16, 06:53 - 6 mal gelesen