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25.02.2009, 11:34

Bamberg: Stadt vor Hallenkauf?

Brose Baskets: Lösung in Sicht

Die Brose Baskets Bamberg dürfen offenbar aufatmen. Nach Medienberichten soll die Stadt Bamberg die zum Verkauf stehende Spielstätte der Korbjäger für etwa 4,5 Millionen Euro von der bisherigen Eigentürmerin erwerben. Dem Ex-Meister werde zukünftig eingeräumt, in der Multifunktionshalle kostenfrei spielen und trainieren zu können.

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Sabine Günther
Lösung in Sicht: Bambergs Hauptgesellschafterin Sabine Günther, hier beim Titelgewinn 2007.
© imago Zoomansicht

Die Ausgangslage: Sabine Günther, Miteigentümerin der JAKO Arena und zugleich Hauptgesellschafterin der Brose Baskets, will die Halle aus finanziellen Gründen veräußern. Der Stadt Bamberg liegt seit einiger Zeit eine Offerte über 4,5 Millionen Euro vor. Die Arena fasst knapp 7000 Zuschauer und ist damit die drittgrößte Multifunktionshalle in Bayern.

Die Meldung der "Abendzeitung Nürnberg" vom Dienstagabend, wonach die Stadt das Angebot angenommen habe, wird die Freunde des Spitzenbasketballs in Bamberg erleichtert jubeln lassen. Denn Sabine Günther und Brose-Geschäftsführer Wolfgang Heyder hatten im Vorfeld unmissverständlich klar gemacht, im Falle eines Privatinvestors auszusteigen.

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Der Verkauf an die Stadt soll nun über eine Tochtergesellschaft der Kommune oder eine Stiftung abgewickelt werden. Die Baskets dürfen mietfrei in der Arena spielen, im Gegenzug stellen allerdings die Stadtwerke ihr Sponsoring in Höhe von 300000 Euro pro Jahr ein. Die Vermarktung der Halle übernimmt die städtische Konzerthallen GmbH.

Aber: Das alles ist nur ein Modell, noch ist nichts fixiert. Der Ältestenrat des Bamberger Stadtrates wird am Montag darüber diskutieren. Ex-Oberbürgermeister Herbert Lauer, amtierender Präsident der Brose Baskets, ist dennoch zuversichtlich: "Die schwierige Situation kann bewältigt werden, wenn alle zusammenhalten." Lauer sitzt für die Freien Wähler im Stadtrat.

Sein Nachfolger, OB Andreas Starke, strebt eine sachlich nüchterne Diskussion an. An Main und Regnitz wird das schwer möglich sein, die Fans sind für ihr leidenschaftliches Engagement bekannt. Deshalb erhielt Bamberg in der Vergangenheit auch den Beinamen "Freak City". Bereits 3000 Anhänger haben sich in den vergangenen Tagen in eine Unterschriftenliste eingetragen und wollen so zur Rettung des Spitzenbasketballs in Bamberg beitragen. Die Ziellinie ist in Sichtweite.

25.02.09
 
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