Neue Sporthalle in München

Hoeneß freut sich auf "Leuchtturmprojekt"

Basketball - 14.02. 14:15

Bis zu 11 500 Zuschauer sollen von der Saison 2021/22 an die Basketballer des FC Bayern und die Eishockeycracks des EHC Red Bull München in einer neuen Halle sehen können. Auch für die Bürger der Stadt soll es Nutzungszeiten geben.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß bei der Präsentation des Entwurfes für die neue Multifunktionshalle. © picture alliance

Auf dieses "Wahnsinnsprojekt" ist Uli Hoeneß stolz. Der Präsident des FC Bayern München sprach am Donnerstag gerne über die neue Sporthalle, in der die Basketballer seines Klubs sowie die Eishockey-Stars des EHC Red Bull München von der Saison 2021/22 an spielen und siegen wollen. "Ich bin schon sehr stolz, dass wir hier für die Stadt München nach der Allianz Arena ein zweites Leuchtturmprojekt realisieren konnten", sagte Hoeneß.

Dass die deutschen Meister im Eishockey und Basketball eine neue Halle bekommen, steht schon länger fest. Nun präsentierten die Kooperationspartner das Aussehen der sogenannten "multifunktionalen Sportarena", für die ein Architekturbüro in Dänemark den Zuschlag bekam. Die Halle mit dem begrünten Dach soll so gebaut werden, dass sie auch optisch in die traditionsträchtige Umgebung des Münchner Olympiaparks mit ihren Hügeln passt. Der österreichische Getränkekonzern Red Bull baut und finanziert die Halle.

Hoeneß hofft darauf, dass die 11.500 Zuschauer fassende Halle für einen Boom sorgt. Er erinnerte an das 2005 eröffnete Fußballstadion Allianz Arena, das seitdem fast immer ausverkauft ist. "Diesen Effekt sehe ich auch mit dieser Halle", sagte Hoeneß. Einen Zuschauerschnitt von 8.000 bis 10.000 halte er für möglich.

Die beiden zukünftigen Hauptnutzer FC Bayern München Basketball und EHC Red Bull München können bei voller Nutzungsauslastung jährlich jeweils bis zu 40 Partien in der Halle austragen. "Zusätzlich dürfen bestenfalls 20 weitere Sportevents sowie 20 sportnahe Veranstaltungen durchgeführt werden", hieß es am Donnerstag. Die Stadt München will die Halle für etwa 8.000 Stunden pro Saison anmieten und für den Breitensport, Schulen und Vereine nutzen. Neben der Sportarena entstehen drei weitere überdachte Eissportflächen.

"Es ist für die Stadt eine wunderbare Situation", sagte Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD). Sie freut sich auf die "technisch modernste Halle". Die Stadt ist mit einem Grundstück in Erbpacht an dem Projekt beteiligt. Gesamtkosten des Projekts wurden bei der Präsentation im Olympiapark nicht genannt.

Der Softwarekonzern SAP wird Namensgeber. Wie die Halle, die an der Stelle des ehemaligen Olympia-Radstadions gebaut wird, benannt wird, soll in einem jetzt gestarteten Wettbewerb herausgefunden werden.

dpa

weitere News und Hintergründe