Eurocup und FIBA Champions League

Perego-Debüt missglückt: Bamberg verliert

Basketball - 16.01. 22:23

Neue Besen kehren gut. Für Brose Bamberg scheint diese alte Sportler-Weisheit nicht zu gelten, zumindest nicht dieses Mal: Die Brose Baskets verloren das erste Spiel unter Trainer Federico Perego. Besser lief es derweil für Alba Berlin. Ebenfalls im Einsatz: Bayreuth, Ludwigsburg, Frankfurt und Ulm.

Auch unter neuem Coach reichte es nicht zum Sieg: Bambergs Elias Harris. © imago

In Litauen setzte es für Bamberg bei BC Lietkabelis ein 67:84 (32:45) - der vorzeitige Einzug ins Champions-League-Achtelfinale ist damit vom Tisch. "Wir waren am Anfang sehr angespannt, haben zu viel nachgedacht", sagte Perego anschließend und forderte: "Wir müssen besser zusammenstehen, wenn es schwierig wird." Der 34-jährige Italiener, der am Sonntag im Pokal-Halbfinale mit Bamberg auf die Telekom Baskets Bonn (18 Uhr) trifft, musste mitansehen, wie seine Schützlinge in Litauen das erste Viertel komplett verschliefen und anschließend einem Rückstand vergeblich hinterherrannten. Bester Werfer der Gäste war Elias Harris mit 13 Punkten. Trotz der Niederlage bleiben die Oberfranken in Gruppe C auf Platz drei - die besten vier Teams der vier Achtergruppen ziehen in die nächste Runde ein.

Alba triumphiert im Krimi

Besser schlug sich da schon Alba Berlin, das im Rahmen des Eurocups ebenfalls in Litauen an den Start ging: Die Berliner bekamen es mit Lietuvos Rytas Vilnius zu tun und lieferten dem Top-Klub einen mitreißenden Fight. Ohne die verletzten Peyton Siva und Johannes Thiemann bewiesen die Albatrosse großen Kampfgeist und blieben trotz offensiver Probleme stets am Gegner dran. Niels Giffey sorgte mit einem erfolgreichen Zweier 3,6 Sekunden vor Schluss für die Verlängerung, in der sich die Hauptstädter dann sogar noch durchsetzten. Herausragender Berliner beim 94:86 (33:36, 79:79) war Rokas Giedraitis, der an alter Wirkungsstätte 23 Punkte sammelte. Durch den Sieg schob sich der deutsche Vize-Meister in der Tabelle der Gruppe E auf Platz eins vor.

Niederlagen für Frankfurt und Ulm

Mit Frankfurt und Ulm finden sich gleich zwei BBL-Klubs in der Gruppe F wieder. Die Hessen kassierten dabei gegen ASVEL Villeurbanne Lyon die dritte Niederlage im dritten Spiel - und die fiel mit 58:70 (29:33) sogar recht klar aus. Eine Niederlage gab es auch für ratiopharm Ulm. Der Bundesligist verlor sein Heimspiel gegen Mitfavorit Lokomotive Kuban Krasnodar am Ende knapp mit 81:84 (41:53). Grundstein für den Erfolg der Russen war eine starke erste Halbzeit. 53 Punkte erzielten die Gäste in den ersten 20 Minuten der Partie. Ulm bekam erst nach der Pause die Offensive von Krasnodar in den Griff, konnte das Blatt aber nicht mehr wenden. Nationalspieler David Krämer war mit 17 Punkten bester Werfer bei Ulm. Mit einem Sieg aus drei Spielen sind die Ulmer in der Gruppe F Dritter und müssen um den Einzug in die K.-o.-Runde bangen.

Ludwigsburg verhindert vorzeitiges Aus

Zurück zur FIBA Champions League. Neben Bamberg sind dort auch die MHP Riesen aus Ludwigsburg dabei - und die wendeten ein vorzeitiges Aus ab. Ludwigsburg gewann beim polnischen Meister Anwil Wloclawek mit 87:74 (38:47), bleibt aber mit einer Bilanz von 3:8 Siegen weiter Letzter in der Gruppe A. Nach schwacher erster Halbzeit (38:47) drehte das Team von John Patrick nach der Pause auf, dabei überzeugte auch Neuzugang Marcos Knight (27 Punkte).

medi Bayreuth unterlag am Abend Vrtus Bologna mit 83:93 (36:48) und rutschte dadurch in Gruppe D auf Platz sieben ab.

drm/dpa

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