Oberfranken trennen sich auch von Assistenztrainer Nicola

Bamberg-Coach Bagatskis muss gehen - Perego übernimmt

Basketball - 13.01. 17:23

Der nächste Tiefschlag in der Basketball-Bundesliga kostet Trainer Ainars Bagatskis bei Brose Bamberg den Job. Der Nachfolger des Letten steht bereits fest. Bamberg hatte am Samstag ein enttäuschendes 67:85 gegen Vechta einstecken müssen.

In Bamberg abgelöst: Trainer Ainars Bagatskis. © imago

Auch Bagatskis' Co-Trainer Marcelo Nicola muss seinen Hut nehmen. Bis auf Weiteres übernimmt Federico Perego die Aufgaben des Cheftrainers. Sein Assistent wird Dominik Günthner. "Aufsichtsrat und Geschäftsführung sind mit der Entwicklung der Mannschaft über die letzten Wochen nicht zufrieden. Das Spiel gegen Vechta hat deutlich gezeigt, dass wir Konsequenzen ziehen müssen", teilte Geschäftsführer Arne Dirks am Sonntag mit. "Neben einer funktionierenden Offensive brauchen wir auch eine effektive Verteidigung und vor allem ein klares Spielsystem."

Perego kam 2014 nach Bamberg. Der 34-Jährige arbeitet bereits seit 2008 bei verschiedenen Stationen als Video-Scout und Assistenztrainer. Er begann bei bei Prima Veroli, ehe er von 2010 bis 2013 bei Pallancanestro Cantú unter Vertrag stand. Anschließend heuerte er für ein Jahr bei Paffoni Omegna an. Neben den Titeln in Bamberg gewann Perego 2013 den italienischen Supercup und 2009 den Pokal der zweiten italienischen Liga. Auf der Internetseite der Bamberger sagt Perego über Basketball: "Es ist meine größte Leidenschaft, es ist in mir wie das Blut in meinen Adern." Seinen Charakter beschreibt er mit "schüchtern, treu, witzig und hartarbeitend".

"Federico Perego bekommt von uns die Chance, unter Beweis zu stellen, diese Führungsaufgabe zu übernehmen", erklärte Dirks. "Er und Dominik Günthner haben einen hohen Basketballsachverstand, den sie nun einbringen können. Beide sind trotz ihres noch jungen Alters bereits sehr erfahren und haben die DNA unseres besonderen Klubs in den letzten Jahren kennengelernt und verinnerlicht."

Perego: Nummer vier in vergangenen zehn Monaten

Der 51 Jahre alte Bagatskis war erst vor dieser Saison als Nachfolger von Luca Banchi verpflichtet worden. Perego ist bereits der vierte Coach in den vergangenen zehn Monaten. Ende November vergangenen Jahres hatte sich der Verein zudem bereits von Geschäftsführer Rolf Beyer getrennt.

Hilflos gegen Vechta

Der ehemalige Serienmeister aus Bamberg war am Samstag gegen Aufsteiger Rasta Vechta chancenlos, kassierte im 15. Spiel bereits die fünfte Pleite und würde aktuell kein Heimrecht in der ersten Play-off-Runde besitzen. "Es gibt keine Entschuldigung für diese Niederlage. Nur zusammen können wir etwas ändern!", sagte Bagatskis noch nach der Begegnung.

Am Mittwoch geht es für die Bamberger in der Champions League gegen Lietkabelis aus Litauen, am kommenden Sonntag kommt es im Halbfinale des BBL-Pokals zum Duell mit den Telekom Baskets Bonn.

dpa/kon

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