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31.07.2018, 19:09

NBA-Superstar eröffnet eigene Schule - Zeichen gegen Trump

"Ein großer Moment": LeBron James hilft Kindern

Im Profisport weltweit fließen immense Gelder, Sportler werden teuer bezahlt - und das ganze System muss sich immer mehr Kritik gefallen lassen. Der Tenor: Der Sport entfremde sich und kreiere eine eigene Blase, eine Traumwelt. Doch es gibt auch Ausnahmen. LeBron James zum Beispiel. Der NBA-Superstar verdingt sich neuerdings als Bildungshelfer und gibt der Basis etwas zurück.

LeBron James
Hat eine Schule eröffnet - und damit in seiner Heimat ein Zeichen gesetzt: LeBron James.
© picture allianceZoomansicht

LeBron James hat in seiner Heimatstadt Akron im US-Bundesstaat Ohio seine eigene Grundschule zugunsten benachteiligter Kinder eröffnet. Im Rahmen der feierlichen Zeremonie gab James am Montag (Ortszeit) den Startschuss für die "I promise school", die den Schülern Leitsätze wie "I will work hard" oder "I will never give up" einimpfen soll.

Die Schule ist ein Gemeinschaftsprojekt von James' Stiftung sowie anderer Schulen in Akron und stellt ein Bildungsangebot für insgesamt 240 Risikokinder, denen es besonders an finanziellen wie sozialen Mitteln fehlt, dar. Kandidaten können sich über ihre Leistungen und ihren sozioökonomischen Hintergrund einen Platz an der Schule sichern und bekommen von James bis zur Universität das Schulgeld bezahlt. Eines der Versprechen ist es zudem, dass jede künftige Schülerin und jeder künftige Schüler zum Eintritt in diesen Tagen ein Fahrrad geschenkt bekommt.

"Das ist ein großer Moment - für die Kinder und die gesamte Stadt Akron", sagte James, der zwar erst kürzlich einen monströsen Vierjahresvertrag über 154 Millionen US-Dollar bei den Los Angeles Lakers unterzeichnet hat, sich aber mit dieser Aktion einmal mehr auf seine Wurzeln besinnt und eben mit seinem Ruhm Gutes bewegen möchte.

Ich weiß, wie diese Kinder ticken, vielleicht kenne ich sie sogar ein bisschen besser als sie sich selbst.LeBron James

Das hat "LBJ", der das Ganze gegenüber "ESPN" aufgrund seines bevorstehenden Umzugs nach L.A. als "bittersüßen Moment" beschrieben hat, am Montag mit deutlichen Worten unterstrichen: "Ich weiß, wie diese Kinder ticken, vielleicht kenne ich sie sogar ein bisschen besser als sie sich selbst. Ich war früher auf denselben Straßen unterwegs, zu Fuß und mit dem Rad. Ich habe dasselbe durchgemacht wie sie. All das Schöne, die Niederlagen und die Widrigkeiten." Und eben mit dem Fahrrad, das als Geschenk auch ein Symbol sein soll, könne man diesen Problemen zumindest zeitweise entfliehen und die Sorgen - um in diesem Bilde zu bleiben - hinter sich lassen.

Die "I promise school" in Akron
LeBron James' Projekt: Die "I promise school" in Akron.
© picture alliance

Freilich war das ganze Thema auch medial aufbereitet - mit Facebook- oder Instagram-Posts. Doch am Ende steht ein klares Zeichen: Ein Multimillionär namens LeBron James tut Gutes - Punkt. Schließlich hat der Bildungsausschuss der Stadt Akron die Organisation der Hilfsschule übernommen - die Kosten aber stemmt der frühere Spieler der Cleveland Cavaliers selbst. Und zwar in einer Gegend vor den Toren der Industriestadt Cleveland, die erwiesenermaßen keine einfache ist und von Kriminalität heimgesucht wird. Dieses Schulprojekt sei sein bedeutungsvollster Moment seiner Karriere, die auf sportlicher Ebene unter anderem drei NBA-Titel (2012, 2013 mit Miami, 2016 mit Cleveland) hervorgebracht hat.

Dazu passt dann auch folgende Aussage von James: "Ich bin privilegiert und habe die Mittel, die Kontakte zur Stadt und den Zugang, hier strukturell wirklich etwas zu verändern. Also warum sollte ich nichts unternehmen?"

"LBJ" will mit dieser Schule, die länger als andere geöffnet haben und den Schülern auch abseits des Schulstoffs mit Essen, Gemeinschaftsräumen oder Sportaktionen in der Lebensentwicklung helfen wird, ein Gefühl des Zusammenhalts keimen lassen.

James vs. Trump: "Ich kann mich nicht einfach zurücklehnen"

Am Rande setzte der NBA-Star in Zeiten von US-Präsident Trump auch ein weiteres politisches Statement. Der Barack-Obama-Sympathisant ("Er ist eine echte Inspiration für mich"), der sich schon häufiger gegen den aktuellen Machthaber ausgesprochen hat, wirft Trump in einem CNN-Interview sogar vor, die Debatte über den Respekt vor der US-Nationalhymne, die vor allem in der NFL geführt wird, für seine politischen Zwecke zu missbrauchen: "In den vergangenen Monaten habe ich festgestellt, dass er den Sport dazu benutzt, um uns zu spalten. Ich kann mich nicht einfach zurücklehnen und nichts sagen."

mag

LeBron wechselt zu den Los Angeles Lakers
Titel, MVP, Dominator: Die Karriere von "King" James
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LeBron übertrifft die 30.000-Punktemarke

Für viele ist er der beste Basketballer der Welt: LeBron James - und die bisherige Vita des "Kings" kann sich sehen lassen. Drei NBA-Titel, viermal MVP der regulären Saison, dreimal Finals-MVP und dazu auch zwei olympische Goldmedaillen. Und nun ist der Star-Forward, der bereits über 30.000 Punkte in der Liga gesammelt hat, zu den Los Angeles Lakers gewechselt. Die Karriere von James in Bildern.
© imago

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