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16.05.2018, 14:52

Bamberg und Ludwigsburg warten im Halbfinale

Nervenspiel und Rückenwind: Alba gewarnt, München befreit

Bayern München und Alba Berlin müssen die Entscheidung in ihren Play-off-Viertelfinals der Basketball-Bundesliga in einem fünften Entscheidungsspiel herbeiführen. Alba will positiv bleiben, München ist es schon.

Stefan Jovic (Bayern München, 16), Mike Morrison (24); Quantez Roberts (23) und Shawn Huff (7) (alle Fraport Skyliners)
Szenen wie diese will man in Frankfurt vermeiden: Stefan Jovic setzt sich gegen drei Skyliners durch.
© imagoZoomansicht

Uli Hoeneß wirkte tiefenentspannt. Mit zufriedener Miene und für seine Verhältnisse beinahe blasser Gesichtsfarbe kommentierte der Präsident von Bayern München den zumindest vorerst abgewendeten Erstrunden-K.o. seiner Bundesliga-Basketballer. "Wir haben so gespielt, wie wir uns das vorstellen", befand Hoeneß nach dem nie gefährdeten 85:50 im vierten Spiel des Play-off-Viertelfinals bei den Fraport Skyliners.

Bayern spielte stark auf und erlaubte sich über 40 Minuten keine Nachlässigkeiten. Durch konsequentes Verteidigen und eine hohe Trefferquote wurde der Sieg verdient eingefahren. Topscorer bei den Gästen waren Jared Cunningham und Devin Booker mit jeweils 15 Punkten.

Jedoch mahnt der Münchner Klubboss, sich jetzt nicht zu entspannen. Auch wenn man mit einer eindrucksvollen Leistung den 2:2-Ausgleich in der Best-of-five-Serie bei den Fraport Skyliners geschafft und somit das Rennen um die begehrten Halbfinalplätze wieder spannend gemacht hat. "Es braucht niemand zu glauben, dass das ein leichtes Spiel wird", warnte Hoeneß vor dem alles entscheidenden fünften Duell am Donnerstag in München: "Ab sofort beginnt der Endkampf. Frankfurt wird nicht noch einmal so spielen wie heute."

München: Die Fehler der Skyliners gnadenlos ausgenutzt

Trotz allem gehen die Bayern mit gehörig Selbstvertrauen in das Entscheidungsspiel im heimischen Audi Dome. Verloren sie doch noch am Samstag (83:86) nach einem 19-Punkte-Vorsprung, so zeigten sie eine großartige Mentalität, als sie am Dienstag schier übermächtig scheinend aufspielten und die Niederlage wieder vergessen machten. Frankfurt-Coach Gordon Herbert meinte: "Es sah aus, als würden Männer gegen Jungs spielen." Als Knackpunkt sah er die Physis und Aggressivität der Bayern in der Defensive, welche er gar als "überwältigend" beschrieb.

Bayern-Kapitän Anton Gavel gab zu erkennen, dass die Niederlagen in Partie zwei und drei, die keinesfalls zu erwarten waren, die Bayern etwas demütig gemacht hätten. "Wenn wir das nicht in München bestätigen, war es umsonst", so seine Devise. Jedoch haben die Skyliners die Gründe für die Niederlage schon gefunden. So analysierte Quantez Robertson auf der Klubwebsite: "Es hat heute an Einsatz gefehlt. Wir sind einfach schwach rausgekommen, haben offensiv nicht gut zusammen gespielt und defensiv nicht gut gestanden. Wir müssen einfach härter und besser zusammenspielen, um am Donnerstag eine Chance zu haben." Die Frankfurter haben die Halbfinalteilnahme also noch nicht abgeschrieben. Erst zweimal seit der Einführung der Play-offs mit drei Runden 1986 hat der Ligaprimus sein Auftaktduell mit dem Tabellenachten verloren - ein GAU, den der Pokalsieger Bayern mit aller Macht verhindern will.

Alba: Die Nerven können entscheiden

Während die Bayern mit Rückenwind in ihr Viertelfinal-Endspiel gehen, wird es für das ebenso hochgehandelte Alba Berlin ein Nervenspiel in heimischer Halle. Nach 53:48-Pausenführung kassierte der favorisierte Hauptstadt-Klub durch eine 85:97-Pleite bei Vizemeister EWE Baskets Oldenburg den 2:2-Ausgleich und steht nun am Donnerstag (19.00 Uhr) unter Druck. Auch wenn es in der Serie bislang nur Heimsiege gab, scheint das Momentum eher beim Gegner zu liegen.

Trotz des herben Rückschlags wollen die Berliner nicht zurückstecken und versuchen positiv zu bleiben. Nationalspieler Akeem Vargas etwa ließ verlauten: "Ich freue mich auf Spiel fünf. So etwas ist das Schönste, was es im Basketball gibt". Die anderen Halbfinalisten stehen schon fest. Neben Meister Brose Bamberg, der anscheinend rechtzeitig wieder seine alte Form gefunden hat, haben am Dienstag auch die MHP RIESEN Ludwigsburg durch ein klares 3:0 gegen medi Bayreuth den Halbfinaleinzug unter Dach und Fach gebracht.

kon/SID

 
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