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13.04.2018, 14:50

NBA-Play-offs, Vorschau: Western Conference

CP3 und der Bart: Reif für den ganz großen Wurf?

82 Saisonspiele sind vorbei, am Samstag gehen in der NBA endlich die Play-offs los. Und im Westen ist reichlich geboten. Beispielsweise bekommt es das Rekordteam Houston mit Minnesota zu tun, das im letzten Drücker in die Postseason einzog. Die Warriors müssen ohne ihren Superstar Stephen Curry gegen die erfahrenen Spurs ran. Die Blazers um Damian Lillard spielen gegen Braue und Pelicans. Und OKC mit Rekordmann Westbrook hat die defensivstarken Jazz als Gegner. Der kicker hat auf alle vier Begegnungen mal genauer geschaut.

1. Houston Rockets (65-17) - 8. Minnesota Timberwolves (47-35)

Chris Paul (li.) und James Harden.
Sie harmonieren prächtig: Chris Paul (li.) und James Harden.
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"CP3 und der Bart - kriegen die das hin?" - so hieß es in der kicker-Saisonvorschau zu den Houston Rockets. Nach der regulären Saison kann man eindeutig sagen: Ja! Die beiden harmonieren prächtig zusammen, haben das Team noch einmal auf ein neues Level gebracht. 65 Saisonsiege bedeuten einen neuen Franchise-Rekord. Die Rockets holten zudem 31 Siege aus den letzten 34 Partien und gehen in Topform in die Play-offs. Harden, der aktuell heißeste Anwärter auf den MVP-Titel, spielt eine Fabelsaison und ist mit 30,4 Punkten im Schnitt Topscorer der NBA. Chris Paul unterstützt mit 18,6 Punkten und 7,9 Assists. Der Point Guard hat das Spiel Houstons verinnerlicht, fügt sich perfekt ein. Sowohl der Bart als auch CP3 verfügen über ein ausgezeichnetes Auge, finden immer wieder die freien Spieler, die sich bei den Rockets meistens hinter der Dreierlinie postieren. Eric Gordon, Trevor Ariza & Co. fackeln nicht lange, jagen den Spalding von "downtown" durch die Reuse - für den neutralen Fan ein sehr interessantes, weil schnelles Spiel, das die Rockets betreiben.


Die Vorschau auf die Play-offs in der Eastern Conference


Genau jenes Tempo gilt es für Minnesota aus dem Spiel zu nehmen, denn nur so haben sie eine Chance gegen das aktuell heißeste Team der NBA. Die Wolves sprangen erst ganz am Ende durch einen Overtime-Sieg gegen die Denver Nuggets auf den Play-off-Zug auf. Erstmals seit 13 Jahren spielt die Mannschaft wieder in der Postseason. Und dieser Mannschaft war das in dieser Saison auch zuzutrauen, denn Minnesota bekam mit Jimmy Butler einen Allstar dazu, der eine Mannschaft tragen kann. Jimmy "Buckets" legte auch gute 22,3 Punkte im Schnitt auf. Aber er ist lange nicht der einzige, auf den man bei den Wolves achten muss: Karl-Anthony Towns (21,3 Punkte und 12,3 Rebounds) und Andrew Wiggins (17,7) gehören ebenso zu den Leistungsträgern wie Aufbauspieler Jeff Teague.
kicker-Tipp: In der Regel wird das eine klare Sache, die Rockets spielen eine herausragende Saison und es gibt keine Gründe, warum es nicht so weitergehen sollte. Die beiden Topstars Harden und Paul sind Play-off erprobt und führen ihre Mannschaft zu einem glatten 4:1-Erfolg in der ersten Runde.

2. Golden State Warriors (58-24) - 7. San Antonio Spurs (47-35)

LaMarcus Aldridge
Auf ihn kommt es in Abwesenheit von Kawhi Leonard an bei den Spurs: LaMarcus Aldridge.
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Im zweiten Duell bekommen es die Warriors mit den Spurs zu tun. Golden State holte in den vergangenen drei Jahren zwei Titel, hatte allerdings in der aktuellen Hauptrunde seine Probleme. Gegen Utah gab es beispielsweise vor einigen Tagen einen herben 79:119-Blowout. Die Dubs verloren zehn der letzten 17 Begegnungen und gehen daher nicht gerade top in Schuss in die Play-offs. Dass es aktuell nicht rund läuft, liegt daran, dass Superstar Stephen Curry mit einer Knieverletzung pausieren muss. Er fällt auch in der ersten Runde der Postseason aus. "Steph" ist zusammen mit Kevin Durant Topscorer seiner Mannschaft, beide kommen auf 26,4 Punkte im Schnitt. Offensiv läuft es bei den Warriors auch diese Saison sehr gut, der Meister erzielte durchschnittlich 113 Zähler - Topwert der NBA.

Zum 21. Mal in Folge zog San Antonio in die Play-offs ein, allerdings nur auf Rang sieben. Deswegen wartet dieses Jahr bereits in Runde eins ein harter Brocken. Die Spurs haben natürlich am Ausfall von Kawhi Leonard zu knabbern, der in dieser Saison nur neun Spiele gemacht hat. Er ist der Schlüsselspieler der Spurs, wann er zurückkehrt, ist ungewiss. Deswegen sind nun alle Augen auf LaMarcus Aldridge (23,1 Punkte und 8,5 Rebounds) gerichtet. Er ist der Go-to-Guy im Spiel von Coach Gregg Popovich. San Antonio zeichnet sich wieder einmal durch seine starke Defensive aus, die Spurs ließen im Schnitt nur 99,8 Punkte des Gegners zu - Topwert, zusammen mit Utah. Erfahren genug sind die Spurs, wobei Tony Parker nur noch von der Bank kommt. Genauso wie der argentinische Altstar Manu Ginobili. In dieser Saison haben die Texaner gezeigt, dass sie mit jedem mithalten konnten, waren allerdings zu schwankend in ihren Leistungen.
kicker-Tipp: Wie stecken die Warriors in den Play-offs das Fehlen von Curry weg? Das ist die entscheidende Frage und zugleich die Chance der Spurs. Golden State ist auf dem Papier Favorit, aber Popovich ist ein alter Trainerfuchs. Dennoch geht die Serie mit 4:2 oder 4:3 an den Titelverteidiger.

3. Portland Trail Blazers (49-33) - 6. New Orleans Pelicans (48-34)

Damian Lillard
Der Topscorer der Portland Trail Blazers: Damian Lillard.
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Eine der Überraschungen im Westen sind die Portland Trail Blazers. Auf Rang drei hat dieses Team vor der Saison wohl keiner erwartet. Durch eine zwischenzeitliche Serie von 13 Siegen in Folge beförderte sich Portland weit nach oben und gab den dritten Platz nicht mehr ab. Verantwortlich für den Erfolg ist hauptsächlich der überragende Back Court um Aufbauspieler Damian Lillard (26,9 Punkte) und CJ McCollum (21,4). Beide können richtig heiß laufen und ihre Mannschaft tragen. Aber auch die Verpflichtung von Center Jusuf Nurkic war ein wichtiger Baustein für den Erfolg. Der Big Man legte pro Spiel 14,3 Punkte auf und griff sich dazu neun Rebounds. Er ist auch ein Grund dafür, dass die Blazers ihre Defensive verbessert haben (lassen 103 Punkte der Gegner zu, Platz 5 in der NBA).

Lillard & Co. bekommen es nun mit den New Orleans Pelicans zu tun. Anders formuliert: Sie bekommen es mit Anthony Davis zu tun. Spätestens seit der Verletzung von DeMarcus Cousins (Achillessehnenriss, sammelte 25,2 Punkte) ist das Spiel komplett auf die "Braue" fixiert. Der Big Man ist die personifizierte Hoffnung der Franchise, genießt alle Freiheiten und ist in der Offensive der Zielspieler schlechthin seines Teams. Davis ist mit 28,1 Punkten der zweitbeste Scorer der NBA, sammelte dazu auch noch im Schnitt 11,1 Rebounds. Für ihn ist es die zweite Teilnahme an den Play-offs, im vergangenen Jahr gab es ein 0:4 gegen die Warriors. Aber Der Big Man zeigte trotzdem eine starke Leistung, kam in den vier Begegnungen auf 31,5 Punkte.
kicker-Tipp: Die Blazers gehen als Favorit in das Duell, denn sie haben mit Lillard und McCollum zwei hervorragende Schützen. Allerdings muss Portland Davis in den Griff bekommen. Am Ende setzten sich die Trail Blazers mit 4:2 durch.

4. Oklahoma City Thunder (48-34) - 5. Utah Jazz (48-34)

Russell Westbrook
Er spielte mal wieder eine Saison für die Geschichtsbücher: Russell Westbrook.
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Auf Platz vier liefen am Ende die hoch gehandelten Thunder ein. Oklahoma spielte keine konstante Saison, das Zusammenfinden der drei Superstar Russell Westbrook (25,4 Punkte), Paul George (21,9 Punkte) und Carmelo Anthony (16,2 Punkte) dauerte länger als vermutet. Bei OKC ist trotz der zwei weiteren Topstars weiterhin alles auf die Nummer 0 ausgelegt: Westbrook legte einmal mehr eine Saison für die Geschichtsbücher hin. Der Aufbauspieler beendete zum zweiten Mal in Serie die reguläre Spielzeit mit einem Triple Double (im Schnitt 25,4 Punkte, 10,1 Rebounds und 10,3 Assists) - das war vorher noch keinem Spieler in der NBA gelungen. Vom Potenzial her gehören die Thunder auf jeden Fall zum Titelkandidaten, aber die Saison hat bisher gezeigt, dass das Team noch nicht als solches spielt. Man darf gespannt sein, wie Westbrook nun in den Play-offs agiert und wie das Zusammenspiel mit George und Anthony in engen Spielen funktioniert.

Für die Jazz gilt es nun allen voran, Westbrook zu stoppen. Allerdings hat Utah in der regulären Saison gezeigt, dass es defensiv sehr stark spielen kann. Nur 99,9 Punkte der Gegner ließ das Team zu - Topwert, zusammen mit den Spurs. Rudy Gobert (10,7 Rebounds) verteidigt defensiv den Ring und sorgt vorne immer wieder für zweite Wurfchancen. In einer gut funktionierenden Mannschaft ragt bei den Jazz allerdings einer heraus: Donovan Mitchell. Der Slamdunk-Champion, der beste Karten auf den Titel des "Rookie of the Year" hat, kam in seiner ersten NBA-Saison auf überragende 20,5 Punkte im Schnitt. Der Abgang des langjährigen Stars Gordon Hayward (nach Boston) ist in Utah schon lange kein Thema mehr. Das Team funktioniert auch, weil Ricky Rubio sehr gut Regie führt (5,3 Assists pro Spiel). Für den 27-jährigen Spanier sind es nun die ersten Play-offs. Mit der Nationalmannschaft spielte er zwar große Turnier, in der NBA reichte es mit Minnesota aber bislang nicht für die Postseason. Egal wie die Spielzeit weitergeht, für Utah ist es bereits ein Erfolg.
kicker-Tipp: Es wird eine ganz enge Serie. Auf Seite der Jazz wird natürlich interessant sein zu sehen, ob Rookie Mitchell auch in den Play-offs seine starke Form halten kann. Am Ende wird die individuelle Klasse der Thunder das Duell entscheiden und Westbrook führt sein Team zum Sieg. OKC siegt mit 4:3.

mst

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