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13.10.2017, 16:11

NBA, Preview, Western Conference: Oklahoma City Thunder

OKC: Der MVP bekommt zwei Stars

Vorhang auf für eine neue Star-Truppe in der NBA: Die Oklahoma City Thunder haben MVP Russell Westbrook zwei Stars zur Seite gestellt. Mit Carmelo Anthony und Paul George laufen in der kommenden Saison zwei Spieler für OKC auf, die zuletzt in ihren Teams unumstrittene Anführer waren. Wie arbeiten sie nun mit dem Aufbauspieler der Thunder zusammen? Und kann OKC eventuell sogar die Warriors ärgern?

Vergangene Saison: Westbrook für die Geschichtsbücher

Carmelo Anthony, Russell Westbrook und Paul George (v. li.).
Das neue Star-Trio der Thunder: Carmelo Anthony, Russell Westbrook und Paul George (v. li.).
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Vor der vergangenen Saison musste Oklahoma mit Kevin Durant einen extrem bitteren Abgang hinnehmen und damit auch all seine Titelträume begraben. Auch dem zweiten Topstar der Thunder, Russell Westbrook, durfte das im Vorfeld der Saison klar gewesen sein. "KD" sah bei den Golden State Warriors die größere Chance, seinen ersten NBA-Titel zu holen - und schaffte das gleich im ersten Jahr. Ohne Durant standen die City Thunder nun da. Es war ungewiss, was die Mannschaft imstande war zu leisten.

Das Spiel von OKC entwickelte sich zur One-Man-Show. Westbrook machte quasi alles, nahm sich gefühlt jeden Wurf und dominierte das Spiel seines Teams wie kein anderer Spieler der NBA. Und die Nummer 0 der Thunder legte eine Fabelsaison aufs Parkett: 42 Triple-Doubles, dazu mit 31,6 Punkten, 10,4 Assists und 10,7 Rebounds pro Partie sogar ein Triple-Double im Schnitt. Völlig zurecht erhielt er später den Titel des MVP (wertvollster Spieler der Liga). Westbrook führte seine Mannschaft mit 47 Siegen in die Play-offs. Dort war aber gegen die Houston Rockets klar mit 1:4 Schluss. Zu ausrechenbar war unter dem Strich das Spiel von Oklahoma, zu viel fokussierte sich auf "Russ".

Das Personal: "Big Three"

Und genau daran setzten die Verantwortlichen im Sommer an. Zum einen wurde Westbrook mit einem Rekordvertrag ausgestattet: fünf Jahre Vertrag, 205 Millionen Dollar Gehalt, das gab es in der NBA bislang noch nicht. Der erste gute Schritt, den Superstar weiter zu binden. Doch allein das spricht nicht für mehr Erfolg. Deswegen holte sich OKC zwei absolute Kracher: Aus Indianapolis angelte sich Oklahoma Paul George (im Gegenzug gingen Victor Oladipo und Domantas Sabonis zu den Pacers) und aus New York wechselte Carmelo Anthony zu OKC (im Gegenzug Doug McDermott und Enes Kanter zu den Knicks). Beide Spieler waren bei ihren Klubs zuletzt Leistungsträger und prägten das Spiel ihrer Teams. George kam im Schnitt auf 23,7 Punkte, Anthony auf 22,4 Zähler.

Auf Trainer Billy Donovan kommt nun die nicht zu unterschätzende Aufgabe zu, diese drei Stars zu führen. Westbrook spielte im letzten Jahr sehr dominant, wird er in den Endphasen der engen Spiele auch seine neuen Kollegen George und Anthony suchen? Klar ist, beide Neuzugänge sind es gewohnt, in der Crunch Time den Ball in die Hände zu bekommen.

Die kommende Saison: Die Warriors ärgern

Russell Westbrook
Legte in der vergangenen Saison 42 Triple-Doubles aufs Parket: MVP Russell Westbrook.
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Die Western Conference ist unglaublich stark besetzt und hat mit den Golden State Warriors das aktuell beste Team der NBA in ihren Reihen. Allerdings gibt es weitere Franchises, die mit großen Ambitionen in die Saison starten. Eine davon ist Oklahoma City. Mit diesen Neuzugängen gehört die Mannschaft automatisch zu jenem Kreis, den man für den Titel auf dem Zettel haben muss. Westbrook hat die Trophäe in der besten Basketballliga der Welt noch nicht gewonnen. Und der ehrgeizige Spielmacher hat genau diesen Titel im Visier, den er 2012 knapp verpasste - in den Finals gab es eine 1:4-Niederlage gegen Miami. Diese Saison hat "Russ" vielleicht eine so gute Chance wie lange nicht mehr.

kicker-Einschätzung

Schafft es der Coach, Westbrook, George und Anthony unter einen Hut zu bringen, dann ist OKC ein ganz heißer Kandidat auf die Conference-Finals - oder sogar mehr. Zusammen mit San Antonio und den Houston Rockets ist Oklahoma der schärfste Konkurrent der Warriors. Dass es für OKC zum Titel reicht, da müsste schon einiges zusammenlaufen. Zu stark erscheinen die Warriors. Sollte es in Golden State allerdings Probleme wie beispielsweise Verletzungen von Leistungsträgern geben, dann könnte es für Oklahoma und die neuen "Big Three" vielleicht sogar zum Titel reichen.

Mirko Strässer

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