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29.08.2017, 19:26

Die deutschen Gruppengegner in Kurzporträts

Favorit Litauen - Italien schwächt sich selbst

Wie schon vor zwei Jahren findet die Vorrunde der Europameisterschaft in vier Ländern statt: Deutschland spielt in Israel und hat in Tel Aviv keine einfachen Gegner vor der Brust. Die deutschen Gegner in Kurzporträts.

Litauen - Riesen unter dem Korb

Gibt für Litauen unter dem Korb immer alles: Jonas Valanciunas.
Gibt für Litauen unter dem Korb immer alles: Jonas Valanciunas.
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Litauen dürfte ohne Zweifel der Favorit in der Gruppe sein. Seit ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion zählen die Balten zur Crème de la Crème des europäischen Basketballs: Dreimal Gold, dreimal Silber, einmal Bronze - die EM-Ausbeute der Litauer kann sich sehen lassen. 2015 musste man sich erst den Spaniern im Finale beugen, in Rio reichte es ein Jahr später zu Bronze. Und auch 2017 hat man sich hohe Ziele gesteckt. Der litauische Basketball ist für zwei Dinge besonders bekannt: exzellente Dreierschützen und schnelles Fast-break-Spiel. Die Litauer werden ihre Spielweise allerdings ein wenig umstellen müssen. Denn: Diesmal ist man auf den Guard-Positionen nicht ganz so stark aufgestellt, dafür sind die Balten unter dem Korb mit Jonas Valanciunas (Toronto Raptors) und Mindaugas Kuzminskas (New York Knicks) bärenstark. Hinzu kommt noch Jonas Maciulis (Real Madrid), der immer mal wieder über sich hinauswachsen und Spiele im Alleingang entscheiden kann.

Israel - Die große Last des Gastgebers

Israel ist regelmäßiger Gast bei EM-Endrunden, steht inzwischen bei 26 Teilnahmen. Medaillen gab es so gut wie nie - nur 1979 reichte es zu Silber. Die Israelis haben in der Vorrunde aber den Heimvorteil auf ihrer Seite, doch das allein wird nicht reichen, um in der anspruchsvollen Gruppe zu bestehen. Die deutsche Mannschaft weiß nur zu gut, dass der Heimbonus allein nicht reicht - 2015 scheiterte die DBB-Auswahl in Berlin in der Vorrunde. Die Israelis werden alles dafür tun, damit sie besser abschneiden. Ihr Vertrauen legen sie in einen Mann: Power Forward Omri Casspi, der bei den Golden State Warriors nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinauskam. In Israel ist Casspi aber der Denker und Lenker - ihn gilt es, in den Griff zu bekommen. Unter dem Korb ist der eingebürgerte Richard Howell eine Bank.

Italien - Auf dem Weg zurück zu altem Glanz?

Danilo Gallinari
Sein Temperament kostete ihn die EM: Italiens Danilo Gallinari.
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Italien möchte unbedingt an die alten glorreichen Zeiten anknüpfen und hat aus diesen Grund Trainer Ettore Messina zurückgeholt. Der Sizilianer feierte auf Klubebene mit Bologna, Treviso, ZSKA Moskau und Real Madrid große Erfolge, war zudem Assistenzcoach von NBA-Trainerlegende Gregg Popovich (San Antonio) und coachte auch die Azzurri zwischen 1993 und 1997, ehe er als Vize-Europameister ging. Danach spielte auch Italien bei großen Turnieren kaum eine große Rolle mehr. Jetzt soll Messina das Ruder wieder herumreißen, muss dabei aber auf einen seiner besten Spieler verzichten: Danilo Gallinari (Los Angeles Clippers) leistete sich in der Vorbereitung eine große Dummheit, schlug in einem Testspiel gegen die Niederlande seinen Gegenspieler und brach sich dabei den Daumen. Das EM-Aus war perfekt. Ohne Gallinari wird das Spiel der Italiener statischer, wenngleich nicht ungefährlich. Denn: Durch Marco Cusin (Milan), Luigi Datome, Nicolo Melli (beide Fenerbahce), Daniel Hackett (Bamberg) und Marco Belinelli (Atlanta Hawks) verfügen die Italiener weiterhin über große Qualität.

Georgien - Mit allen Wassern gewaschen

Georgien nimmt zum vierten Mal an einer EM teil - und kann bislang keine Erfolge vorweisen. 2015 hatte man Litauen im Achtelfinale am Rande einer Niederlage, scheiterte erst in einer spannenden Schlussphase. Georgien darf man auf keinen Fall unterschätzen: Das Team ist bekannt für eine beinharte Abwehrarbeit und hat mit Zaza Pachulia von den Golden State Warriors einen Spieler von internationalem Format in den eigenen Reihen. Der 33-jährige Center ist mit allen Wassern gewaschen, könnte aber wegen der langen NBA-Saison Kraftprobleme bekommen, zumal er in der Nationalmannschaft nur selten Verschnaufpausen bekommt. Sich allein auf Pachulia zu fokussieren, wäre jedoch nicht ratsam, da Georgien auch auf Giorgi Shermadini (Unicaja) und Tornike Shengelia (Baskonia) aus der starken spanischen Liga zurückgreifen kann.

Ukraine - Der große Außenseiter

Die Ukraine hat im Basketball bislang kaum eine Rolle gespielt. 2015 hätte die EM dort ausgetragen werden sollen, doch wegen der Krim-Krise und dem Krieg in der Ost-Ukraine wurde das Turnier kurzerhand verlegt. Bekannte Spieler sind im Team der Ukraine nicht zu finden, mehr als Außenseiterchancen hat die Mannschaft nicht. Aufpassen sollte man auf Olexandr Lypovyy, der immerhin in Griechenland spielt - allerdings bei keinem der Topklubs.

drm

Diese zwölf Spieler sollen es bei der EM richten
Flemings 12: Schröder - und wer noch?
Johannes Voigtmann, Dennis Schröder, Robin Benzing und Lucca Staiger (v.l.)
Flemings 12: Schröder - und wer noch?

Nach dem Verpassen der Olympischen Spiele 216 machte Dirk Nowitzki den Weg frei für die nächste Generation. Diese wird von Dennis Schröder, der in der NBA ebenfalls schon Spuren hinterlassen hat, geführt. Schröder allein wird es bei der EM nicht richten können, er wird Unterstützung von seinen Teamkollegen brauchen. Und unter diesen finden sich hoffnungsvolle Talente wie auch erfahrene Hasen. Die deutsche Nationalmannschaft, die im Schnitt 25 Jahre alt und 1,99 m groß ist, im Überblick.
© imago

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Europameisterschaft - Tabelle

Pl. VereinKörbePkte.
1 Italien69:482
 
2 Deutschland75:632
 
3 Georgien79:772
 
4 Litauen77:791
 
5 Ukraine63:751
 
6 Israel48:691

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