Basketball

Bamberg siegt im Thriller und hat Matchball

Brose Baskets gewinnen in der Overtime

Bamberg siegt im Thriller und hat Matchball

Schulter an Schulter und bis zuletzt auf Augenhöhe: Pierria Henry (l.) und Bradley Wanamaker.

Schulter an Schulter und bis zuletzt auf Augenhöhe: Pierria Henry (l.) und Bradley Wanamaker. imago

Drei Tage nach dem klaren Heimerfolg musste das Team von Trainer Andrea Trinchieri vor 6200 Zuschauern in der ausverkauften Arena bis zum Ende kämpfen. Schon am Sonntag können die Franken in eigener Halle das Meisterstück perfekt machen. Bester Werfer der Bamberger war Bradley Wanamaker mit 23 Punkten. Bei den Ulmern erzielte Per Günter die meisten Zähler (20).

Als Publikumsliebling Günther gleich seinen erste Dreier zum 5:2 traf, stand die Halle Kopf. Doch die Bamberger ließen sich nicht abschütteln. Trainer Trinchieri hatte sein Team prima eingestellt. "Wir müssen ruhig bleiben, eiskalt, und auftreten wie ein Killer", sagte der Italiener vor dem Sprungball.

Starke Auftaktphase der Gäste

Sein Team verteidigte stark, traf konstant und ging zwei Minuten vor der ersten Viertelpause mit 25:17 in Führung. Die Auszeit von Ulms Trainer Thorsten Leibenath brachte nicht viel - mit einem Sieben-Punkte-Rückstand ging es in die erste Viertelpause. Zehn der 17 Ulmer Zähler in den ersten zehn Minuten gingen auf das Konto von Günther, während jeder aus der Starting Five der Bamberger punktete. Danach kamen die Ulmer bis auf 26:31 heran.

Ulm dreht den Spieß um - vorerst

Auch nach einer Auszeit fand der Favorit seine Rhythmus nicht mehr, die Gastgeber kämpften sich heran und gingen durch einen Dreier von Butler zwei Minuten vor der Pause mit 37:36 in Führung. Wenig später traf der kurz zuvor eingewechselte Flügelspieler noch einmal von jenseits der Dreierlinie zum 40:38. Das brachte Bambergs Trinchieri so in Wallung, dass er sich ein Technisches Foul leistete. Mit einer überraschenden 43:39-Führung der Ulmer wurden die Seiten gewechselt.

Henry stört Wanamaker - am Ende ist's egal

Unmittelbar nach der Pause gab Bamberg mit schnellen Punkten wieder den Ton an, zog auf 51:45 davon. Das Spiel wurde härter, umkämpfter. Mit einem 65:65 ging es ins letzte Viertel. Und da entwickelte sich ein Duell auf Messers Schneide. Kurz vor Schluss war noch alles offen. Die Ulmer, die kurz vor dem Spiel die vorzeitige Vertragsverlängerung mit einem der beiden Trikotsponsoren bis 2022 bekanntgegeben hatten, hatten Glück, dass Wanamaker Sekundenbruchteile vor der Schlusssirene von Pierria Henry im Wurf gestört wurde und es in die Verlängerung ging.

Bamberg hat nun die Chance, als fünfte Mannschaft der BBL-Geschichte ohne Niederlage durch die Playoffs zu kommen. Bislang war dies Bayer Leverkusen (1991/1992 und 1993/1994) sowie ALBA Berlin (1997/1998 und 2001/2002) jeweils zweimal gelungen.

dpa