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28.10.2015, 11:48

NBA-Preview: Mirotic und Noah im Wettstreit

Bulls: Hoiberg soll Chicago ins Finale führen

Bleibt alles beim Alten? Das hieße im Falle der Chicago Bulls: Eisenharte Abwehrarbeit, aber auch (zu) hohe Erwartungen und das leidige Thema Verletzungsanfälligkeit. Wird alles anders? Das hieße im Falle des sechsmaligen Champions: Der neue Coach Fred Hoiberg bringt dem Team eine variablere Offensive bei, bekommt die Hierarchie in der qualitativ hochwertig besetzten Truppe ohne große Reibungsverluste hin - und führt sie vielleicht sogar bis ins Finale.

Fred Hoiberg
Neue Marschrichtung: Fred Hoiberg soll die Bulls-Offense schneller machen.
© Getty Images


Faktencheck Chicago Bulls

Titel: sechs (1991-93, 1996-98)
Letzte Saison: 50:32 Siege, Aus in der zweiten Play-off-Runde gegen die Cleveland Cavaliers (2:4)
Trainer: Fred Hoiberg (43, seit 2015), zwischen 1995 und 2005 NBA-Profi für Indiana, Chicago und Minnesota, als Trainer zwischen 2010 und 2015 in der NCAA am Iowa State College tätig


Vorjahr: Thibodeau dosiert nicht richtig

50 Saisonsiege hört sich nicht schlecht an. Aber man hatte in der vergangenen Saison nie so recht das Gefühl, dass es die Bulls in den Play-offs weit bringen würden. Dass sie gar LeBron James und seine Cleveland Cavaliers auf dem Weg ins Finale würden stoppen können. Trotz eines wiedererstarkten Pau Gasol, der in der Hoffnung auf weitere Titelringe aus der Lakers-Sonne in die Windy City gekommen war. Trotz eines furiosen Jimmy Butler, der problemlos in die Rolle des neuen "Go-to-guys" schlüpfte. Trotz eines sich stetig steigernden Nikola Mirotic - der bärtige Liganeuling verbesserte seinen Punkteschnitt im Verlauf der Saison in zweistellige Sphären und kann aus allen Lagen treffen. Am Ende wurden die Bulls auch im fünften Jahr unter Tom Thibodeau gestoppt - wieder einmal von "King" James. Erst Miami, nun Cleveland - nach einer 2:1-Führung gingen ausgepumpte Bulls mit 2:4 in die Sommerpause. Für "Thibs" war das Scheitern gleichbedeutend mit dem persönlichen Aus im United Center. 65 Prozent Siegquote, zwei Divisions-Titel und ein Conference Finale reichten der kritischen Franchise-Spitze nicht. Ein Kritikpunkt: Anders als Gregg Popovich bei den San Antonio Spurs habe Thibodeau seine Leistungsträger in der Regular Season verschlissen, so dass sich Verletzungen häuften und das frühe Aus in den Play-off nur die logische Konsequenz gewesen sei.


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Kaderbewegung: Weitgehend Windstille am Lake Michigan

Viel tat sich nicht im Aufgebot der Bulls für 2015/16. Vielleicht kann Rookie Bobby Portis im Frontcourt eine Rolle spielen. Vielleicht bekommt auch Small Forward Doug McDermott mit seinem heißen Händchen mehr als bislang 8,9 Minuten ab. Die eigentliche Bewegung - in der Hoffnung der Entscheidungsträger John Paxton und Gar Forman hin zum Guten - soll nicht ein neuer Spieler bringen, ...

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© imagoZoomansicht

... sondern der neue Head Coach. Fred Hoiberg betritt mit 43 Jahren Neuland. Bislang war der ehemalige Dreierspezialist der Bulls - in der Nach-Jordan-Ära - für die Iowa State University in der College-Liga NCAA erfolgreich aktiv. Nun soll es in seiner Debüt-Saison bei den millionenschweren Profis ähnlich gut klicken wie zuletzt bei Steve Kerr und den Golden State Warriors (die Hoffnung lautet: ähnliche Ausgangsposition => Titelgewinn). Hoiberg übernimmt eine funktionierende Defensive, muss also vor allem in der Offense ein paar Steine umdrehen. Das könnte Joakim Noah betreffen. Der lange Franzose droht, zumal nach einem von Verletzungen durchseuchten Jahr, seinen Status als Starter an Mirotic zu verlieren, der als weiterer gefährlicher Distanzschütze die Bulls schwerer ausrechenbar machen würde. Mehr und mehr Schlüsselspieler wird Jimmy Butler sein, der dem nicht mehr (oder noch nicht?) voll belastbaren Ex-MVP Derrick Rose auf Dauer den Rang ablaufen kann. Dennoch: Bleibt Rose fit (schlechtes Omen: Augenhöhlenbruch in der Vorbereitung!) und knüpft an die Leistungen der vergangenen Play-offs an, als er seine alte Klasse beeindruckend zeigen konnte (20,3 Punkte, 6,5 Rebounds im Schnitt), haben die Bulls einen erstklassigen Back Court am Start. Also müssen die beiden auf dem Court nur noch eine funktionierende Hierarchie hinbekommen, ...

kicker-Check: Conference-Finale im Visier - doch geht auch mehr?

... dann kann die Post abgehen in der Bluesstadt, die seit Air Jordans Abgang von der großen Bühne titelhungrig ist. Starke Fünf, tiefe Bank, neue Spielidee - die Cavaliers müssen sich warm anziehen: Ihr Weg zurück ins Finale wird dieses Mal über Chicago führen.

Andi Holzmann

Sechsmaliger NBA-Champion, zweimaliger Olympiasieger
Bulls, Dream Team, Hall of Fame: Scottie Pippen wird 50
Bronzestatue
In Bronze gegossen

Nach Michael Jordan, dem wohl besten Basketballer der bisherigen NBA-Historie, ist Scottie Pippen die zweite große Legende in der Geschichte der Chicago Bulls. Dafür ehrte ihn der Klub im Jahr 2011 mit einer Statue im United Center, der Spielstätte der Bulls. Die Statue von Michael Jordan steht übrigens vor der Arena.
© Getty Images

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Vereinsdaten

Vereinsname:Chicago Bulls
Anschrift:Chicago Bulls
United Center
1901 West Madison Street
Chicago, Illinois, USA 60612-2459
Internet:http://www.nba.com/bulls/


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