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28.10.2015, 08:04

NBA-Saisonstart: Bulls schlagen Cavs mit Obama in Reihe eins

Schröder furios - doch lange Gesichter bei den Atlanta Hawks

Die National Basketball Association hat die Pforten wieder geöffnet! Am Auftakttag im Fokus: Barack Obama und Dennis Schröder, strahlende Chicago Bulls und enttäuschte Atlanta Hawks. Sowie ein MVP, der da weiterzumachen scheint, wo er als erstmaliger Champion im Sommer aufgehört hatte.

Trotz Splitter: Hawks am Brett weiter schwach

Dennis Schröder
Mit Tempo zum Korb und doch Verlierer: Dennis Schröder im Auftaktspiel gegen die Pistons.
© Getty ImagesZoomansicht

Der Primus der Eastern Conference zu Hause vor ausverkauften Rängen gegen ein Team, das seit 2008 auf eine positive Bilanz wartet - auf dem Papier eine Formsache, auf dem Court nicht. Mit 94:106 setzte die Mannschaft des "Coach of the Year" Mike Budenholzer den Heimauftakt gegen die Detroit Pistons in den Sand. Es lag nicht an Dennis Schröder, der seinen gegenüber "Spiegel Online" geäußerten, gewohnt selbstbewussten Worten ("Alle wissen, dass ich eine wichtige Rolle spiele") gleich einmal Taten folgen ließ: 20 Punkte in 25 Minuten bedeuteten den Bestwert für die Hausherren. Der Braunschweiger, der nach seinem dritten NBA-Jahr - das am Dienstag begann - gerne Starting-Point-Guard sein möchte ("Egal ob in diesem Team oder einem anderen"), verwandelte acht seiner 14 Würfe, gab vier Assists und holte sich drei Rebounds.

Womit wir beim neuralgischen Punkt wären: Obwohl die Pistons nur 38 Prozent aus dem Feld trafen, gingen sie als Sieger vom Feld. 59 zu 40 lautete ihr Vorteil an den Brettern, satte 23 Offensiv-Abpraller ermöglichten zweite, dritte, ja bis zu fünfte (!) Chancen zum Korberfolg! Ein Problem, dem die Hawks, die in DeMarre Carroll (Toronto) einen ihrer aggressivsten Spieler im Sommer verloren, mit der Verpflichtung von Tiago Splitter (San Antonio, vier Fouls, vier Rebounds) entgegnen wollen. Am Dienstag erinnerte zunächst wenig an die Mannschaft, die mit beeindruckendem Team-Basketball 60 Siege eingefahren hatte.

"Sie waren sehr gut heute, wir nicht", sagte Budenholzer und kündigte "Arbeit für morgen" an. Für die Pistons kam der Sieg gar nicht so überraschend. "Wir haben nicht so hart gearbeitet, um hier heute ein Ei zu legen", sagte der aus Phoenix hinzugeholte Marcus Morris (18/10), der neben Kentavious Caldwell-Pope (21) und Andre Drummond (18/19) herausragte. Ersann Ilyasova (16) und Reggie Jackson (15) komplettierten die ausgeglichene Starter-Riege der Gäste aus der Autostadt. "Wir fliegen unter dem Radar, das ist cool", sagte Jackson nach dem Traumstart für sein Team.

Gasol stoppt den "King" - Obama sieht seine Bulls

Es passte alles. Die Chicago Bulls eröffneten ihre Saison gleich einmal mit einem Heimsieg über den Vizemeister Cleveland. LeBron James und seine Cavs zogen knapp mit 95:97 den Kürzeren, was einen Ehrengast in Reihe eins besonders gefreut haben wird. US-Präsident Barack Obama nutzte einen Aufenthalt in Chicago, um seine Bulls erstmals seit 2009 live zu erleben. Sicherheitskräfte hatten den United Center schon am Morgen untersucht und dann grünes Licht gegeben: Ende des ersten Viertels kam Obama durch den Spielertunnel, grüßte ein paar Zuschauer und sah anschließend dem Treiben auf dem Court interessiert zu. Er sah personell weitgehend unveränderte Bulls, die nun mit ihrem neuen Coach Fred Hoiberg (43, kam für Tom Thibodeau vom Iowa State College) eine schnellere Offense anbieten wollen.

Ehrengast im United Center: Bulls-Fan Barack Obama.
Ehrengast im United Center: Bulls-Fan Barack Obama.
© Getty Images

Dies gelang nur phasenweise, doch angeführt vom insbesondere in der heißen Phase starken Nikola Mirotic (19) und Maskenmann Derrick Rose (18, nach Augenhöhlenbruch in der Vorbereitung) entzückten die Bulls ihr Publikum mit einem hart erkämpften Sieg, den Pau Gasol mit einem Block gegen James in der Schlusssequenz ermöglichte. Den letzten Pass auf James lenkte Jimmy Butler (17) entscheidend ab. Der "King" (25/10) muss zunächst auf Kyrie Irving (Kniescheibenbruch) verzichten, sein neu verpflichteter Ersatz Mo Williams (19) enttäuschte nicht. Kevin Love (18) machte das Spiel mit zwei Dreiern in der Schlussminute zum Thriller - mit Happy End für Barack Obama ("Das war sehr vielversprechend"). "Wir haben die Chance, jedes Spiel zu gewinnen, weil wir so stark und tief besetzt sind", machte Rose dem Edelfan nach dem Spiel Hoffnung auf mehr. Kontrahent James war nach einer nicht reibungslos verlaufenen Vorbereitung (Gezerre um Tristan Thompson) nicht gänzlich unzufrieden: "Wir hatten die Chance auf den Sieg, mehr kann man nicht verlangen."

Curry stellt Davis in den Schatten

Gleich wieder im Vollgas-Modus: Stephen Curry, rechts Warriors-Interimscoach Luke Walton.
Gleich wieder im Vollgas-Modus: Stephen Curry, rechts Warriors-Interimscoach Luke Walton.
© Getty ImagesZoomansicht

Bis Mitte des zweiten Viertels konnten die New Orleans Pelicans bei den Golden State Warriors mithalten - doch am Ende stand in einer Neuauflage der vergangenen Erstrundenserie (4:0 für die Warriors) ein klarer Heimsieg für den Champion, der auch in diesem Jahr zum ganz engen Kreis der Titelanwärter zählt. Eklatant war an diesem Eröffnungsabend der Unterschied zwischen den beiden Protagonisten der Teams. Während Anthony Davis für die Pelicans so gar nicht ins Rollen kam, hatte Stephen Curry gleich wieder die MVP-Hände angeschraubt.

Am Ende stand ein deutlicher 111:95-Erfolg der "Dub Nation", 40 Punkte für Curry und lediglich 18 für Davis, der nur vier seiner 20 Würfe unterbringen konnte. Head Coach Steve Kerr nahm zwar an der Eröffnungszeremonie des Meisters teil, überließ das Coaching dann aber seinem Vertreter Luke Walton. Kerr erholt sich von einer Rückenoperation, wann er wieder voll einsatzfähig ist, steht noch nicht fest. Kurios: Auch Gästetrainer Alvin Gentry war Teil der Party vor dem Spiel. Er gehörte letzte Saison noch zum Trainerstab der Warriors.


NBA, Dienstag, 27. Oktober

Atlanta Hawks - Detroit Pistons 94:106
Chicago Bulls - Cleveland Cavaliers 97:95
Golden State Warriors - New Orleans Pelicans 111:95

Die Besten des Tages

Punkte: Stephen Curry (Golden State) 40, LeBron James (Cleveland) 25, Kentavious Caldwell-Pope (Detroit) 21, Dennis Schröder (Atlanta Hawks) 20; Rebounds: Andre Drummond (Detroit) 19, Tristan Thompson (Cleveland) 12; Assists: Ish Smith (New Orleans) 9, ... Schröder 4; Dreier: Curry 5/12, Caldwell-Pope 4/7, ... Schröder 2/5; Steals: Thabo Sefolosha (Atlanta) 4; Blocks: Pau Gasol (Chicago) 6; Freiwürfe: Anthony Davis (New Orleans) 10/15, Curry 7/7, ... Schröder 2/2; Einsatzminuten: Ish Smith 38, ... Schröder 25

Andi Holzmann

Warriors und Bulls geben klares Statement ab
Tip-off in der NBA - mit Obama, Schröder und viel Curry!
Warriors
Das Quartett ist voll

Ehre, wem Ehre gebührt. Der Meister eröffnete mit einer Party - die Golden State Warriors verteilten Ringe und zogen ihr Banner unters Hallendach in Oakland. Zum vierten Mal in der Geschichte der Franchise.
© Getty Images

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