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26.10.2015, 16:00

NBA-Preview: Werden Parsons und Matthews rechtzeitig fit?

Mavericks: Nowitzki droht ein langer Sommer

Die kommende NBA-Saison könnte für die Dallas Mavericks schmecken wie eine extrem saure Zitrone. Nach dem missglückten Rondo-Trade in der vergangenen Spielzeit und dem Transferdesaster um DeAndre Jordan geht der Champion von 2011 mit einem extrem wackligen Gebilde an den Start. "Wir haben viele Verletzte und mit der ersten Fünf noch nicht einmal richtig trainiert", klagte Dirk Nowitzki gegenüber dem kicker. Der inzwischen 37-jährige Würzburger hofft weiterhin helfen zu können, "wo es nur geht", wird aber sein ohnehin schon abwehrschwaches Team vor allem in der Defensive nicht mehr weiterbringen.


Faktencheck Dallas Mavericks

Titel: einer (2011)
Letzte Saison: 50:32 Siege, Siebter im Westen, Aus in Runde eins mit 1:4 gegen die Houston Rockets
Trainer: Rick Carlisle (56, seit 2008 im Amt), Meistertrainer 2011, davor Cheftrainer der Detroit Pistons und Indiana Pacers


Vorjahr: Furiose Offensive - und dann der Rondo-Trade

Geht in seine 18. NBA-Saison: Dirk Nowitzki, hier gegen Chicagos Pau Gasol.
Geht in seine 18. NBA-Saison: Dirk Nowitzki, hier gegen Chicagos Pau Gasol.
© Getty ImagesZoomansicht

Die vergangene Saison hatte für die Dallas Mavericks richtig rund begonnen. Bis zum Jahreswechsel filetierte der Meister von 2011 seine Gegner in schöner Regelmäßigkeit, zeigte in der Offensive spektakulären und schnellen Team-Basketball - und verpflichtete dann Rajon Rondo.

Es folgte ein eklatanter Zusammenfall des davor so stabilen Konstrukts, das Tempo litt, Rondo kam nicht in die Gänge und statt einer möglichen Top-4-Platzierung im starken Westen war es am Ende ein siebter Rang und als Konsequenz des Formverfalls das schnelle Aus in den Play-offs gegen den texanischen Nachbarn Houston Rockets (1:4). Zurück blieb große Unzufriedenheit, ...

Kaderbewegung: Der Unterschied zwischen mündlich und schriftlich

... zu der sich im Sommer Hohn und Spott gesellte. Stichwort: DeAndre-Jordan-Theater. Die Mavs waren sich ihrer Sache nach einer mündlichen Zusage - nicht ganz zu Unrecht - schon sicher. Der Center der Los Angeles Clippers sollte den Umbruch für die Zeit nach Dirk Nowitzki einleiten. Der Fokus in Dallas lag auf dem Rebound-Monster mit der Freiwurfschwäche - und dieses Monster wurde zum Schreckgespenst für die Mavs! In letzter Sekunde ließ sich Jordan von seinen kalifornischen Teamkollegen bei einem launigen "Get-Together" im eigenen Heim völlig überraschend noch umstimmen, während die Bewerber aus Dallas um Eigner Mark Cuban und Chef-Akquisiteur Chandler Parsons machtlos ihre Felle davonschwimmen sahen. Blöd war vor allem auch: Nach Jordans Absage waren die Perlen auf dem Free-Agent-Basar schon ausgesucht, Abwehr-Ass Tyson Chandler längst nach Phoenix abgegeben.


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Und so kamen Spieler wie Samuel Dalembert (inzwischen wieder weggeschickt), Zaza Pachulia, JaVale McGee und Deron Williams. NBA-Profis, die entweder über ihren Zenit hinweg sind oder einfach nicht Basketball-Intelligenz und Potenzial haben, um aus Dallas wieder ein Team mit berechtigten Ambitionen zu machen. "D-Will" blickt auf einen steten Leistungsverfall in Brooklyn zurück, schwer vorstellbar, dass seine Karriere in Dallas nochmals Fahrt aufnimmt und er die Freude am Spiel wiederfindet. Schlecht ist auch, dass der wurfgewaltige (39 Prozent bei den Dreiern) wie abwehrstarke Flügel-Neuzugang Wesley Matthews (Portland) sich erst noch gänzlich von seinem Achillessehnenriss erholen muss. Theoretisch kann er die Lücke, die der Abgang von Topscorer Monta Ellis zu den Indiana Pacers gerissen hat, mehr als schließen, weil er vielseitiger ist.

Rick Carlisle
Konstante Carlisle: Was kann der Meistercoach von 2011 aus dem vorhandenden Spielermaterial zusammenschrauben?
© Getty Images

Trainer/Schlüsselspieler: Konstante Carlisle, wackliges Kadergerüst

Werden der neue Topverdiener Matthews und Parsons frühzeitig in der kommenden Saison fit und erreichen ihr Topniveau, hätte Nowitzki in seinem 18. Jahr in der Liga wichtige Entlastungsstützen und Schlüsselspieler an seiner Seite. Und blüht Williams wirklich noch einmal auf, könnten die Mavericks zumindest eine in der Offensive funktionierende Starting Five beisammen haben. "Wir haben nicht einen, bei dem du sagst: Jetzt schmeiß mal den Ball dahin, und der macht dann seine 25, 30 Dinger", prophezeit Nowitzki andererseits im Interview mit dem kicker.

Die mögliche Starting Five: Nowitzki, Deron Williams, JaVale McGee, Wesley Matthews und Chandler Parsons (v.l.).
Die mögliche Starting Five: Nowitzki, Deron Williams, JaVale McGee, Wesley Matthews und Chandler Parsons (v.l.).
© Getty ImagesZoomansicht

Der kreative Head Coach Rick Carlisle muss sich also etwas einfallen lassen. Nowitzkis Einsatzminuten pro Spiel werden wohl weiter sinken, vor allem defensiv hat der Würzburger inzwischen enorme Probleme, das Pick-and-Roll der gegnerischen Offensive abzuwehren. Kleine Hoffnungsfunken in der Preseason - Dallas war hier das einzige sieglose NBA-Team (!) - versprühten der wurfstarke John Jenkins, ein von den Atlanta Hawks geholter Shooting Guard, und der robuste Rookie Justin Anderson mit den langen Armen (2,13 Meter Spannweite). Doch wenn man schon auf Rollenspieler und Grünschnäbel hoffen muss ...

kicker-Check: Lange Sommerpause in Sicht

Selbst wenn alles stimmen sollte bei den Mavericks, ist ein Erreichen der Play-offs ein extrem schwieriges Unterfangen. Zwar wird auch Portland aus dem elitären Achterfeld der Conference herausrutschen, doch mit Titelanwärter Oklahoma City Thunder und möglicherweise auch den Utah Jazz oder den Phoenix Suns werden andere Kontrahenten vorbeiziehen. Es riecht eher nach Platz neun oder zehn für Dallas und Dirk Nowitzki.

aho

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LaMarcus Aldridge
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