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23.10.2015, 14:12

NBA-Preview: Coach Donovan muss liefern

Thunder: Durant ist heiß und will es allen zeigen

Die letzte Saison der Oklahoma City Thunder war schlichtweg zum Vergessen. Die Mannschaft um die beiden Superstars Russell Westbrook und Kevin Durant verpasste nach einer Spielzeit mit vielen Verletzungen als Neunter im Westen die Play-offs. Die kommende Saison ist wohl eine der wichtigsten für die Franchise aus Oklahoma - im Sommer 2016 wird Durant Free Agent, da sollten die Thunder Meister sein oder zumindest eine starke Rolle gespielt haben.


Faktencheck Oklahoma City Thunder

Titel: einer (1979, als Seattle SuperSonics)
Letzte Saison: 45:37 Siege, 9. Platz in der Western Conference - dadurch keine Play-offs
Trainer: Billy Donovan (50, seit 2015, Nachfolger von Scott Brooks; Donovan war davor seit 1996 für die Florida Gators erfolgreich in der NCAA tätig; zwei Meistertitel)


Vorjahr: Play-offs ohne Oklahoma

Kevin Durant
Er wurde letzte Saison schmerzlich vermisst: Kevin Durant.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Oklahoma City Thunder lieferten sich bis zuletzt ein packendes Rennen um den letzten Play-off-Platz im Westen, mussten sich aber letzten Endes den New Orleans Pelicans geschlagen geben. Erstmals seit 2009 stand OKC nicht in den Play-offs. Ein ernüchternes Resultat, nach dem Neuaufbau 2008 konnten zuvor große Erfolge gefeiert werden. 2012 scheiterte Oklahoma in den Finals an den Miami Heat und 2014 unterlag man im Conference-Finale gegen die San Antonio Spurs.

Doch der Misserfolg des letzten Jahres ist schnell erklärt: Superstar Kevin Durant machte nur 27 Spiele - ein Ausfall, den OKC nicht verkraften konnte. Da konnte auch sein kongenialer Partner Russell Westbrook, der es auf sagenhafte elf Triple-Doubles brachte und im Schnitt 28,1 Punkte machte, das Verpassen der Play-offs nicht verhindern. "Mich hat es unheimlisch geärgert, dass ich den Jungs nicht helfen konnte. Während sie um die Play-offs kämpften, habe ich daheim einen Lagerkoller erlitten", sagte Durant.

Kaderbewegung: Neuer Trainer, neues Glück?

Die Mannschaft der Thunder wurde bereits in der vergangenen Saison immer stückweise verstärkt, so schlossen sich im Laufe der Spielzeit beispielsweise Enes Kanter oder Kyle Singler OKC an. Im Sommer kamen mit Cameron Payne (College) und Josh Huestis (letztes Jahr D-League) lediglich zwei Rookies dazu. Doch neben diesen beiden gab es auf der Trainerposition einen Wechsel: Billy Donovan, der mit der University of Florida zwei Titel gewann, übernahm die Oklahoma City Thunder. Der neue Coach kommt für fünf Jahre und ist mit einem Gehalt von 30 Millionen US-Dollar dotiert. Der OKC-Kader ist der zweitteuerste der gesamten NBA, ein klares Zeichen also an Durant, der im kommenden Sommer Free Agent wird, dass man bereit ist, alles zu investieren. Speziell in der Vergangenenheit schien dies nicht so zu sein, als man einen gewissen James Harden nach Houston ziehen ließ.

Verlassen haben die Thunder dagegen Jeremy Lamb (Charlotte Hornets), Luke Ridnour (Toronto Raptors) und Perry Jones (Boston Celtics). Doch alle waren maximal Rollenspieler und verschlechtern die Qualität von Oklahoma nicht wirklich.

Billy Donovan
Er muss Erfolg haben: Oklahomas Coach Billy Donovan.
© Getty Images


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Trainer/Schlüsselspieler: "Duo Infernale"

Wie erwähnt hat Oklahoma in Person von Donovan, der Scott Brooks beerbte, einen neuen Coach. 2007 war dieser bereits einmal in der NBA tätig, und zwar für die Orlando Magic. Dieses Engagement hielt ganze sieben Tage, denn 24 Stunden nach seiner Unterschrift informierte Donovan seinen neuen Arbeitgeber, dass er es sich anderes überlegt habe. Klar ist: Der neue Mann steht sofort in der Pflicht - er muss liefern. "Ich erwarte eine Offensive mit viel Bewegung", schätzt Durant seinen neuen Trainer, der sich sofort nach Amtsantritt bei seinem Superstar gemeldet hatte, ein. Vor allem von Donovan hängt nicht weniger als die Zukunft des Vereins ab. Denn sollten die Thunder erneut enttäuschen, dann wären wohl Durant und damit auch sämtliche Ambitionen auf einen Titel in den nächsten Jahren weg.

Beim Namen Durant ist man auch sofort beim Schlüsselspieler der Mannschaft. "KD" ist das Herzstück der Mannschaft, was sein Fehlen ausmacht, war in der vergangenen Saison deutlich zu sehen. Der MVP von 2014 ist ein kompletter Spieler und kann eine Mannschaft jederzeit alleine zum Sieg führen. "Auch wenn manche Leute an mir zweifeln oder mich nicht mehr auf dem Schirm haben, ich bin weiterhin der beste Spieler der Welt", richtet der 27-Jährige eine Kampfansage an alle Kritiker.

Durant ist der Star des Teams, sein kongenialer Partner und Kumpel Russell Wetsbrook ist aber nicht weniger wichtig für die Mannschaft. Ein Blick auf die vergangene Spielzeit sagt alles: Der Point Guard, der neben 28,1 Punkten auch noch 8,6 Assists beisteuerte, hielt seine Mannschaft alleine im Rennen um die Play-pffs - kaum auszudenken, wo OKC ohne diese überragende Triple-Double-Maschine gelandet wäre.

Russell Westbrook (vorne) und Kevin Durant
Auf diese beiden kommt es bei den Thunder an: Russell Westbrook (vorne) und Kevin Durant.
© Getty Images

Neben Serge Ibaka und Center Enes Kanter wird wohl Dion Waiters die Nase auf der Zwei vorne haben - er konkurriert mit Anthony Morrow. Auch in der Tiefe sind die Thunder ganz gut besetzt. Point Guard D.J. Augustin wird Westbrook entlasten und ihm Pausen verschaffen. Und auch Kyle Singler und Steve Novak können durch ihre Qualität als Dreierschützen von der Bank für Impulse sorgen.

kicker-Check: Die Finals sind fast Pflicht

In der kommenden Saison sind die Thunder in der Plicht zu liefern. Alles andere als der Einzug ins Conference-Finale wäre eine Enttäuschung und könnte das Kartenhaus in Oklahoma City zusammenbrechen lassen. Durant ist ein Spieler, der um Titel spielen will und muss, ein frühzeitiges Aus in dieser Saison würde ihm zu denken geben.

Doch klar ist auch: OKC hat mit Durant und Westbrook das wohl beste Duo der NBA. Beide Spieler sind absolute Scoring-Maschinen und für die Defensiven kaum zu verteidigen. Sollten diese beiden also fit bleiben und es dem neuen Coach gelingen, die Rollenspieler zu integrieren, dann sind die Thunder auf jeden Fall ein Kandidat für das Conference-Finale oder sogar mehr.

mst

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