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20.10.2015, 12:27

NBA Preview: James "The Beard" Harden ist nicht genug

Rockets: Ist Lawson das fehlende Puzzlestück?

Die letzte Saison der Houston Rockets darf durchaus als Erfolg gewertet werden, immerhin erreichten die Texaner erstmals seit 1997 wieder das Conference-Finale - unterlagen allerdings gegen die Golden State Warriors. Die Mannschaft um Superstar James "The Beard" Harden war allerdings von vielen Verletzungen geplagt. In der neuen Spielzeit hofft man auf Besserung, hat sich aber auch Prominenz hinzugeholt: Ty Lawson verstärkt die Rockets und kann - wenn er denn die privaten Probleme in den Griff bekommt - ein wichtiges Puzzleteil werden.

Ty Lawson
Bekommt er seine Suchtprobleme in den Griff? Ty Lawson könnte die Rockets mit seiner Schnelligkeit noch gefährlicher machen.
© Getty Images


Faktencheck Houston Rockets

Titel: zwei (1994, 1995)
Letzte Saison: 56:26 Siege; Erreichen des Conference Finales - dort 1:4-Niederlage gegen die Golden State Warriors
Trainer: Kevin McHale (57, seit 2011 bei den Rockets; als Spieler dreimal Champion mit den Boston Celtics uns siebenmaliger All-Star)


Vorjahr: Ohne Chance gegen die Warriors

Die Houston Rockets waren in der vergangenen Saison sehr von Verletzungen gebeutelt, Dwight Howard machte beispielsweise nur 41 Spiele in der Regular Season - die wenigsten bislang in seiner Karriere. Dennoch gewann die Mannschaft von Coach McHale 56 Partien und zog als Zweiter der Western Conference in die Play-offs ein. Doch dort mussten die Texaner einen bitteren Ausfall hinnehmen, Aufbauspieler Pat Beverley machte kein einziges Spiel. Dennoch lief es zunächst sehr gut, den Dallas Mavericks verpassten die Rockets einen "Sweep" und zogen in die nächste Runde ein. Dort gelang ihnen dann Historisches: Gegen die LA Clippers lagen James Harden & Co. Bereits mit 1:3 zurück, doch Houston schaffte es, diesen Rückstand noch in einen 4:3-Erfolg umzubiegen - dies war zuvor erst acht Mannschaften gelungen.

"Wir hatten letzte Saison viele Ausfälle durch Verletzungen und bekamen dadurch keinen Rhythmus, um uns in einen Lauf zu spielen", sagte James Harden im Vorfeld der neuen Saison. Vielleicht fehlte gegen die Golden State Warrios eben der Rhythmus, oder man musste einfach die überragende Leistung von Stephen Curry anerkennen - unterm Strich unterlagen die Rockets deutlich mit 1:4.

Kaderbewegung: Lawson kommt als Problemfall

Für die kommende Saison wollte sich Houston dann vor allem etwas breiter aufstellen und hat auf der Point-Guard-Position einen Topspieler bekommen: Ty Lawson wechselt nach Texas und wird sich mit Pat Beverley auf der Position des Aufbauspielers abwechseln - noch ist unklar, wer beginnen wird. "Wir kriegen mit Ty einen Spieler, der uns eine Schnelligkeit gibt, die wir bislang nicht hatten", freut sich Superstar Harden auf den neuen Teamkollegen. "Ich mag Ty, alles was er macht, tut er aus Instinkt. Er ist ein sehr guter, kompletter Spieler", sagte McHale. Doch die große Frage ist: Hat sich Lawson im Griff? In Denver war er wegen wiederholten Akolholkonsums aussortiert worden. Fakt ist: Der Aufbauspieler ist derzeit suchtkrank - es bleibt abzuwarten, inwieweit er sich in der kommenden Spielzeit von diesen Problemen lösen kann.


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Desweitern verstärken Marcus Thornton (Phoenix Suns) und Sam Dekker die Rockets, Letzterer wird aber wohl mehr in der D-League zum Einsatz kommen. Verlassen haben Houston Pablo Prigioni, Josh Smith (beide LA Clippers), Kostas Papanikolaou und Joey Dorsey (beide Denver Nuggets).

Trainer/Schlüsselspieler: Harden, wer noch?

Um ihn wird sich weiterhin alles drehen in Houston: James Harden.
Um ihn wird sich weiterhin alles drehen in Houston: James Harden.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Antwort auf die Frage nach einem Schlüsselspieler bei den Houston Rockets ist schnell gegeben. James Harden kam in der vergangenen Saison in der Regular Season und in den Play-offs im Schnitt stets auf knapp über 27 Punkte und gab zudem 7,5 Assists in den Play-offs - "The Beard" ist aktuell einer der besten Spieler der Welt. Doch natürlich sind die Rockets sehr abhängig von ihrem Superstar, sitzt er draußen, fehlt das Herzstück der Mannschaft. Neben Harden ist auf jeden Fall Dwight Howard ein enorm wichtiger Faktor, sowohl für das Scoren als auch seine Präsenz unter den Brettern (16,4 Punkte und 14 Rebounds im Schnitt in den Play-offs). Doch der Center machte in der vergangenen Saison nur 41 Spiele, fehlte immer wieder wegen Kniebeschwerden. Howard ist auch schon 29 Jahre alt und es bleibt abzuwarten, ob er in der kommenden Saison mehr Glück mit seiner Gesundheit hat.

Klar ist: Vor allem "The Beard" muss entlastet werden, um den ganz großen Wurf zu schaffen. "Unser Ziel ist es, immer zu gewinnen und die Championship zu holen", blickt Harden auf den ganz großen Coup. Doch genau dazu hat in der vergangenen Saison ein bärtiger Superstar nicht gereicht, die Warriors funktionierten als Team besser und zogen den Rockets damit den Zahn. Das fehlende Puzzlestück bei den Texanern könnte Neuzugang Lawson sein, der letztes Jahr 15,2 Punkte und 9,6 Assists pro Partie verbuchen konnte. Mit ihm und dem grundsoliden Beverley ist man auf der Aufbauposition gut besetzt. Hinzu kommt Starter Trevor Ariza (12,8 Punkte im Schnitt), der mit seinen Dreiern immer für Gefahr sorgt. Nicht zu vergessen bei den Rockets ist auch Corey Brewer, der von der Bank immer wieder für Akzente und Belebung sorgt (11,5 Punkte). Der "Greyhound" sprintet den Court rauf und runter und hat die Fähigkeit, das Publikum mitzunehmen.

kicker-Check: Alles ist möglich

Corey Brewer
Der "Greyhound" unter den NBA-Profis: Corey Brewer kann wichtige Akzente von der Bank aus kommend setzen.
© Getty ImagesZoomansicht

Im vergangenen Jahr haben die Rockets vor allem in den Spielen gegen den späteren Meister Golden State Warriors zu spüren bekommen, was ihnen noch fehlt. "Sie waren in der Lage, mehr Spielzüge zu kreieren. Sie haben für jeden gespielt und hatten Würfe mit einer höheren Qualität. Jeder muss den Ball passen", sagte Houstons Trainer McHale über die Finals gegen die Warriors. Genau da gilt es bei den Rockets anzusetzen. Es darf nicht nur die "One Man Show" des James Harden werden, er muss mehr unterstützt werden und seine Mitspieler auch einbinden, denn allein wird er keine Championship gewinnen.

Die Qualität im Kader der Texaner ist hoch. Ein entscheidener Fakor wird sein, ob die Rockets von schwereren Verletzungen verschont bleiben. Wenn dies der Fall ist und der Top-Neuzugang Lawson seine Probleme in den Griff bekommt, dann haben die Rockets gute Chancen, wieder ins Conference-Finale einzuziehen - vielleicht sogar mehr.

mst

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Vereinsdaten

Vereinsname:Houston Rockets
Anschrift:Houston Rockets
1510 Polk Street
Houston, Texas, USA 77002
Internet:http://www.nba.com/rockets/