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07.02.2015, 11:25

"Unibrow" Davis bezwingt OKC - Miami rutscht auf 9

Der "Team-Ball" der Hawks entzaubert die Warriors

Hauptrunden-Showdown, Play-off-Charakter, Team-Basketball gegen Spektakel - das Spitzenspiel der Atlanta Hawks gegen die Golden State Warriors zog am Freitag das Interesse der Basketball-Fans nicht nur in Nordamerika auf sich. Und auf dieser großen Bühne bestand der Ost-Spitzenreiter mit Bravour: Die Hawks um Dennis Schröder entzauberten die "Dub Nation" um Stephen Curry und Klay Thompson mit 124:116 und weisen nun die beste Siegquote der Liga auf.

Trug mit frechem und schnellem Spiel zum Sieg der Hawks im Topspiel über die Warriors bei: Dennis Schröder.
Trug mit frechem und schnellem Spiel zum Sieg der Hawks im Topspiel über die Warriors bei: Dennis Schröder.
© Getty ImagesZoomansicht

"Großartiger Sieg heute Abend", twitterte ein stolzer Dennis Schröder, der wiederum mit schnellen und überlegten Aktionen großen Anteil am Sieg der Hausherren hatte und Starter Jeff Teague entscheidend entlasten konnte. In 17:34 Minuten Einsatzzeit kam der Ex-Braunschweiger auf neun Punkte und verteilte sieben Assists. "Ich denke, dass wir den Ball heute besser gepasst haben", sagte der Youngster: "Deshalb haben wir gewonnen."

Im zweiten Viertel brachte der Deutsche die Halle zum Kochen, als er in unnachahmlicher Manier über die rechte Seite der Zone zum Korb zog und den Ball in den Ring legte. Beim folgenden Einwurf bekamen die hellwachen Hawks gleich wieder die Hand ans Spielgerät, Schröder schnappte sich den Ball und passte gedankenschnell nach hinten zu Scharfschütze Kyle Korver, der von weit hinter der Dreierlinie traumhaft sicher verwandelte! Binnen Sekunden hatten die Hawks einen Fünf-Punkte-Rückstand egalisiert.

Szenen wie diese machten die Brust der Hausherren noch breiter. Ihre mannschaftliche Geschlossenheit und Unberechenbarkeit zog den in dieser Saison auch in der Defense starken Warriors den Zahn, die in diesem Spiel kaum Zugriff auf ihre Kontrahenten bekamen.

Atlanta, dessen fünf Starter im Januar von der Liga zum "Spieler des Monats" gekürt worden waren, brachte wieder sieben Akteure über die Zehner-Punktehürde. Voran ging All-Star Jeff Teague (23). "Wir wissen, dass wir ein gutes Team sind", sagte der Topscorer: "Wir glauben an uns. Jeden Abend gehen wir raus und wissen, dass wir jedes Spiel gewinnen können." Die Hawks (42:9) liegen damit im Osten nach wie vor an der Spitze und zogen in Sachen Siegquote an den Warriors (39:9) vorbei, für die abermals die beiden "Splash Brothers" Klay Thompson (29) und Stephen Curry (27, neun Assists) am besten trafen. Draymond Green ragte mit 20 Rebounds heraus.

Kerr und Budenholzer sind die Coaches
Von Curry bis King: Die NBA-Allstars 2015
Stephen Curry (Golden State Warriors)
Stephen Curry (Golden State Warriors)

Derzeit wohl der beste Spieler der Liga. In seiner sechsten Saison kommt Curry auf 23,2 Punkte und 8,1 Assists im Schnitt. Der Guard führte die Warriors zu einem 16:0-Start (derzeit 34:6).
© Getty Images

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"Sie waren gut", musste Golden States Rookie-Coach Steve Kerr anerkennen. "Sie waren besser als wir, wir sind in der Defensive auseinandergefallen. Und das hatte sehr viel mit ihnen zu tun." Für viele wies diese Partie Anfang Februar auf ein mögliches Finale in der laufenden Saison hin. Hawks-Coach Mike Budenholzer - wie Kerr ist er beim All-Star-Game für eine Mannschaft verantwortlich - wollte davon nichts wissen. "Daran denke ich keinen Moment", sagte der Erfolgscoach. Vielmehr dachte Budenholzer wohl an den Sonntag, denn dann steht für sein Team mit der Auswärtsaufgabe Memphis eine weitere hohe Hürde auf dem Spielplan.

Notizen: Cavs-Serie reißt, Miami unterm Strich

Etwas überraschend riss die Siegesserie der Cleveland Cavaliers nach zwölf Erfolgen am Stück durch ein 99:103 bei den Indiana Pacers, die sich noch um Rang acht im Osten bewerben. 29 Zähler von Kyrie Irving und 25 von LeBron James reichten den Gästen aus Ohio nicht, C.J. Miles (26) traf beim 19. Saisonsieg der Pacers am besten. "Sie haben gestern Nacht gespielt, wir wollten sie einfach niederkämpfen", sagte Pacers-Coach Frank Vogel. Die Cavs fielen auf Rang fünf im Osten zurück und haben nun wieder 11,5 Spiele Rückstand auf die Hawks. Indiana ist Zwölfter, bei drei Partien Rückstand auf den begehrten achten Rang, den nun Brooklyn einnimmt. Die Nets (21:28) gewannen das Lokalduell gegen die Knicks mit 92:88 und überholten mit dem dritten Sieg in Folge Ex-Champion Miami (21:29). Die formschwachen Heat kassierten beim amtierenden Meister San Antonio durch ein 85:98 die dritte Schlappe am Stück. Auch Detroit und Boston rückten durch Heimerfolge näher an Miami heran.

Mavs schielen auf Stoudemire - Grizzlies blamieren sich

Die spielfreien Dallas Mavericks - sie haben offenbar ein Auge auf den sechsmaligen All-Star Amar'e Stoudemire (New York Knicks) geworfen - machten derweil einen Rang gut, weil die Los Angeles Clippers durch ein 107:123 bei den Toronto Raptors auf den sechsten Platz im Westen purzelten. DeMar DeRozan (24/9/8) verpasste ein Triple-Double für die Hausherren nur knapp. Die Clippers, die einen 20-Punkte-Vorsprung hergaben, befinden sich in einer Mini-Krise - drei Niederlagen musste die Mannschaft von Doc Rivers (Blake Griffin: 26) hintereinander quittieren.

Die Houston Rockets machten gegenüber den im Westen zweitplatzierten Memphis Grizzlies Boden gut: Während die Texaner ihre Heimaufgabe gegen die Milwaukee Bucks mit 117:11 lösen konnten (15 Dreier!, James Harden: 33), blamierten sich die Grizzlies beim Schlusslicht Minnesota. Weniger als zwei Minuten vor Schluss führte der Favorit mit 87:80, ehe der spanische Ideengeber Ricky Rubio das Ruder für die T-Wolves übernahm. Obwohl abermals am Knöchel verletzt, machte Rubio acht Punkte am Stück und führte seine Farben zum 90:89-Überraschungssieg. Rubio war sechs Minuten vor Schluss abermals mit jenem Knöchel umgeknickt, der ihn für 42 Partien außer Gefecht gesetzt hatte. Doch der Iberer gab nicht klein bei, joggte in den Katakomben der Halle ein paar Runden und kam zurück - und wie! Zwei Dreier und zwei Freiwürfe sorgten für seltenen Jubel im Target Center und den zehnten Saisonsieg des Kellerkinds. Die Grizzlies verloren erstmals nach acht Siegen wieder. "In diesen Momenten weiß man, warum man sich in der Reha so lange quält", sagte Rubio (17 Punkte, fünf Assists, fünf Steals) erleichtert. "Deshalb liebe ich Basketball, für diese Momente."

Wurf des Tages: Anthony Davis (New Orleans)

Die Schlusssekunden, eng bedrängt - und doch macht Anthony Davis (#23) den Dreier zum Sieg.
Die Schlusssekunden, eng bedrängt - und doch macht Anthony Davis (#23) den Dreier zum Sieg.
© Getty Images

Diese Ehre bekommt Anthony Davis. Der Superstar der New Orleans Pelicans stahl Russell Westbrook von den Oklahoma City Thunder die Show. Während Letzterer mit 48 Punkten, elf Assists und neun Rebounds zum zweiten Mal am Stück eine 45plus-Gala aufs Parkett zauberte, sorgte "Unibrow" Davis für den Sieg. Eiskalt verwandelte er eng bedrängt von gleich mehreren Gegnern um Kevin Durant seinen ersten Dreier in dieser Saison mit der Schlusssirene zum 116:113-Triumph in einem elektrisierenden Kampf zweier Teams, die im Westen knapp unter dem Strich stehen. 41 Punkte standen für Davis im Box Score. Und seinem neuen Twitter-Motto #FearTheBrow ("Fürchte die Braue") wurde er auch gerecht. "Ich will ein Großer sein, also muss ich Herausforderungen annehmen", sagte Davis nach dem Spiel.


NBA, Freitag, 06. Februar

Brooklyn Nets - New York Knicks 92:88
Indiana Pacers - Cleveland Cavaliers 103:99
Orlando Magic - Los Angeles Lakers 103:97 n.V.
Atlanta Hawks - Golden State Warriors 124:116
Boston Celtics - Philadelphia 76ers 107:96
Detroit Pistons - Denver Nuggets 98:88
Toronto Raptors - Los Angeles Clippers 123:107
Houston Rockets - Milwaukee Bucks 117:111
Minnesota Timberwolves - Memphis Grizzlies 90:89
Oklahoma City Thunder - New Orleans Pelicans 113:116
Phoenix Suns - Utah Jazz 100:93
San Antonio Spurs - Miami Heat 98:85

Die Besten des Tages

Punkte: Russell Westbrook (OKC) 48, Anthony Davis (New Orleans) 41, Tobias Harris (Orlando), Marcus Morris (Phoenix) je 34, James Harden (Houston) 33; Rebounds: Greg Monroe (Detroit) 21, Draymond Green (Golden State) 20; Assists: Tyreke Evans (New Orleans) 16; Dreier: Trevor Ariza (Houston) 6/10, Ryan Kelly (Lakers) 5/6; Steals: Brandon Knight (Milwaukee) 5; Blocks: Brook Lopez (Brooklyn) 6; Freiwürfe: Westbrook 15/15, Jeff Teague (Atlanta) 11/11, Davis 10/10; Einsatzminuten: Harris 45

aho

 
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National Basketball Association - 16. Spieltag

Heim GastErg.
Cleveland - Philadelphia97:84
 
Washington - Charlotte88:92
 
Brooklyn - LA Clippers102:100
 
Toronto - Milwaukee75:82
 
New Orleans - Atlanta115:100
 
Oklahoma City - Orlando104:97
 
Dallas - Minnesota100:94
 
Phoenix - Memphis101:102
 
Philadelphia - Denver105:98
 
Detroit - Miami108:91
 
New York - Boston97:108
 
Portland - Utah103:102
 
Sacramento - Golden State96:121
 
Indiana - Detroit114:109
 
Atlanta - Washington105:96
 
Boston - Denver104:100
 
Toronto - Brooklyn93:109
 
Houston - Chicago101:90
 
Milwaukee - LA Lakers113:105 OT
 
Minnesota - Miami102:101
 
New Orleans - Oklahoma City91:102
 
San Antonio - Orlando110:103
 
Utah - Memphis90:100
 
Golden State - Dallas128:114
 
Charlotte - Washington94:87
 
Cleveland - LA Clippers105:94
 
Sacramento - Dallas78:101
 
Portland - Phoenix108:87
 
Brooklyn - New York92:88
 
Indiana - Cleveland103:99
 
Orlando - LA Lakers103:97 OT
 
Toronto - LA Clippers123:107
 
Atlanta - Golden State124:116
 
Boston - Philadelphia107:96
 
Detroit - Denver98:88
 
Houston - Milwaukee117:111
 
Minnesota - Memphis90:89
 
Oklahoma City - New Orleans113:116
 
Phoenix - Utah100:93
 
San Antonio - Miami98:85
 
New Orleans - Chicago72:107
 
Washington - Brooklyn114:77
 
New York - Golden State92:106
 
Philadelphia - Charlotte89:81
 
Dallas - Portland111:101 OT
 
Milwaukee - Boston96:93
 
Utah - Sacramento102:90
 
Oklahoma City - LA Clippers131:108
 
Cleveland - LA Lakers120:105
 
Memphis - Atlanta94:88
 
Charlotte - Indiana102:103
 
Detroit - Minnesota101:112
 
Orlando - Chicago97:98
 
Houston - Portland98:109
 
Toronto - San Antonio87:82
 
Sacramento - Phoenix85:83

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