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06.09.2013, 16:31

EM, 3. Spieltag

DBB-Team geht nach Aufholjagd die Puste aus

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft muss innerhalb von 24 Stunden die zweite EM-Niederlage quittieren. Nach der Pleite gegen Belgien verlor das Team von Frank Menz in der Hala Tivoli von Ljubljana auch gegen die Ukraine. Lediglich in der Anfangs- und in der Schlussphase wusste das DBB-Team beim 83:88 (30:39) gegen die Osteuropäer zu überzeugen. Am Sonntag gegen Großbritannien steht das deutsche Team nun bereits unter Zugzwang.

Heiko Schaffartzik gegen Dmytro Zabirchenko
Es hat nicht ganz gereicht: Heiko Schaffartzik (gegen Dmytro Zabirchenko) und das deutsche Team mussten sich erneut geschlagen geben.
© Getty ImagesZoomansicht

Keine 24 Stunden durften die beiden Teams nach ihren letzten Begegnungen verschnaufen. Der deutschen Mannschaft gelang es als erster, die Müdigkeit abzuschütteln. Giffey mit zwei geglückten Dreipunktversuchen sowie Schaffartzik mit zwei Körben brachten das deutsche Team mit 10:2 in Front. Bei den Ukrainern lief in den ersten Minuten überhaupt nichts zusammen, selbst einen Airball leisteten sich sich die Osteuropäer. Trotz nur vier Treffern bei elf Versuchen aus dem Feld kam die Ukraine bis Viertelende auf einen Punkt heran, da auch die deutsche Mannschaft abbaute (16:15).

Besser wurde die Partie im zweiten Viertel nicht - eher schlechter. Das DBB-Team verlor vollkommen den Faden, leistete sich unzählige technische Unzulänglichkeiten, während die Ukraine zumindest ab und an mal einen hellen Moment für sich verbuchen konnte. Nach gut fünf Minuten ohne eigenen Korberfolg und einem Stand von 27:36 bat Bundestrainer Frank Menz die Seinen zum Time-out, immerhin beendete Benzing kurz darauf mit einem geglückten Freiwurf die punktlose Zeit. Der Münchner hatte eine weitere Antwort parat, nachdem Gladyr mit einem Wahnsinnswurf (bedrängt aus neun Metern) getroffen hatte, mit 30:39 ging es in die Kabinen.

Das deutsche Team versuchte sein Glück nach Wiederanpfiff fast ausschließlich über Distanzwürfe, kam immerhin zwischenzeitlich auf vier Punkte heran (39:43). Doch mit dem selben Rezept zog die Ukraine wieder davon, wirkte generell einen Tick konzentrierter als die fahrigen Deutschen, die ihre Leichtsinnsfehler einfach nicht abstellen konnten. Der Time-Out-Anweisung von Menz, nur Dreier aus offenen Positionen zu nehmen, wurde keine echte Aufmerksamkeit geschenkt. Zwei Minuten vor dem letzten Viertel lagen die Ukrainer mit 14 Punkten vorn. Dann aber ging doch nochmal ein Ruck durch die deutsche Mannschaft, die nun vermehrt den Zug zum Korb suchte. Mit einem Sieben-Punkte-Rückstand ging es ins Schlussviertel (57:64).

Starke Schlussphase wird nicht belohnt

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Und tatsächlich: Es wurde noch einmal spannend! Fünf Minuten vor Ende verkürzte das DBB-Team auf 67:68, Giffey - natürlich per Dreier - brachte die deutsche Mannschaft schließlich 3:27 Minuten vor Schluss sogar in Front (74:73). Wenn auch nur für einen Moment: Schaffartzik diskutierte mit dem Schiedsrichter und verlor dabei den Ball. Eineinhalb Minuten vor Ende lag die Ukraine ihrerseits mit vier Zählern in Führung.

Zu viel für das deutsche Team: Die Ukrainer verwalteten den Vorsprung geschickt, der starke Jeter (19 Punkte), Bruder der dreimaligen Leichtathletik-Weltmeisterin Carmelita Jeter, machte mit einem Dreipunktwurf und einem verwandelten Freiwurf in der Schlussminute den Deckel drauf. Zwar kämpfte der Europameister von 1993 bis zur Schlusssirene, es reichte aber nicht mehr für einen Sensationscoup in den letzten Sekunden. Letztlich musste sich Deutschland mit 83:88 geschlagen geben.

"Die Enttäuschung ist groß. Wir müssen aber einsehen, dass die Ukraine besser war. Wir sind wieder nicht in unseren Rhythmus gekommen", sagte Robin Benzing und Bundestrainer Menz ergänzte: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten gegen eine gute Mannschaft eine Siegchance. Das macht uns Mut." Dennoch steht die DBB-Auswahl vor den letzten beiden Spielen der ersten Gruppenphase gegen Großbritannien am Sonntag (14.30 Uhr) und Israel am Montag (17.45) unter Druck. Zwei Siege sind Pflicht, garantieren aber nicht den Einzug in die Zwischenrunde.


Deutschland - Ukraine 83:88 (30:39)

Deutschland: King (ALBA Berlin), Giffey (Connecticut Huskies) 16, Günther (ratiopharm Ulm) 5, Zwiener (Eisbären Bremerhaven) 8, Schaffartzik (Bayern München) 22, Tadda (Brose Baskets Bamberg), Staiger (Bayern München) 3, Pleiß (Laboral Kutxa Vitoria) 3, Benzing (Bayern München) 18, Doreth (Artland Dragons), Seiferth (TBB Trier), Zirbes (Brose Baskets Bamberg) 8
Ukraine: Pustoswonow 3, Jeter 19, Mischula 5, Gliebow, Gladyr 25, Lypowji 2, Natjaschko 16, Sabirtschenko 4, Kornijenko, Sayzew 6, Pustowji, Krawzow 8
Zuschauer: 1580

06.09.13
 
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Europameisterschaft - Tabelle

Pl. VereinKörbePkte.
1Ukraine220:2076
 
2Frankreich244:2085
 
3Belgien210:2025
 
4Großbritannien211:2354
 
5Deutschland236:2394
 
6Israel201:2313
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