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01.05.2013, 15:27

BBL-Play-offs 2013, Viertelfinale

Das Giganten-Duell

Seit 30 Jahren wird in der Bundesliga der Deutsche Meister nach nordamerikanischem Vorbild im Play-off-Verfahren ermittelt. Ein derartiges Gigantenduell gab es im Viertelfinale aber bislang selten: Die Paarung FC Bayern München gegen Alba Berlin hätte man sich auch gut als Endspiel vorstellen können. Das Aufeinandertreffen des Vierten und Fünften der Bundesliga-Hauptrunde stellt alle anderen Viertelfinalserien in den Schatten. Superlative und Randnotizen gibt es viele.

Svetislav Pesic
Brachte frischen Wind nach München: Bayern-Trainer Svetislav Pesic.
© imagoZoomansicht

München verfügt über den größten Etat der Liga (geschätzte 8,5 bis 9 Millionen Euro), Berlin über den drittgrößten (7,5). Sechs aktuelle oder ehemalige Nationalspieler aus mehreren Nationen spielen bei den Bayern, fünf bei Alba. Münchens Trainer Svetislav Pesic feierte in den Neunziger Jahren große Erfolge in der Hauptstadt (viermal Meister) und trifft an der Seitenlinie nun auf seinen ehemaligen Schützling Sasa Obradovic. Vier Münchner trugen zuvor das Trikot von Alba, ein Berliner das der Bayern. Das erste Spiel der best-of-five-Serie findet am Samstag (17.05 Uhr) statt. Der kicker beleuchtet das Gigantenduell:

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Form: Beide Teams taten sich zuletzt schwer. Bayern verpatzte die Playoff-Generalprobe mit einer 98:103-Niederlage nach Verlängerung in Bonn und verlor acht seiner zehn Auswärtsspiele in diesem Kalenderjahr (inklusive Pokal). Es hat fast den Eindruck, als wäre der Aufschwung nach dem Trainerwechsel Ende November (Pesic für Yannis Christopoulos) etwas verpufft. Alba kassierte sieben Niederlagen in den letzten zwölf Spielen und schloss die Hauptrunde als Fünfter so schwach ab wie seit elf Jahren nicht mehr. Die Münchner blieben, abgesehen von einer einmonatigen Zwangspause von Chevon Troutman, von Verletzungen verschont. Alba muss hingegen mit Vule Avdalovic, Nathan Peavy und Ali Traore auf gleich drei langzeitverletzte Leistungsträger verzichten.

Jared Homan & Deon Thompson
Luftkampf: Bayerns Jared Homan (li.) gegen Berlins Deon Thompson (re.).
© imagoZoomansicht

Stärken & Schwächen: Bemerkenswert die Münchner Heimstärke: Alle zwölf Partien seit Pesic' Amtsantritt wurden gewonnen. Mit den US-Amerikanern Troutman, Jared Homan und Lawrence Roberts verfügen die Bayern zudem über ein beachtliches Bollwerk unter den Körben. Ob die Berliner hier nach dem Ausfall Traores etwas entgegen setzen können, ist fraglich. In der Hauptrunde schnappten sie die Bayern pro Spiel drei Rebounds mehr als die Berliner (37,3 gegenüber 34,1). Im Aufbau setzen beide Klubs auf eine Kombination aus einem spektakulären Amerikaner und einem erfahrenen deutschen Nationalspieler. Die Münchner Tyrese Rice und Steffen Hamann sowie die Berliner DaShaun Wood und Heiko Schaffartzik dürften sich in der Summe neutralisieren. Die Wurfquoten beider Teams aus dem Feld sind mit 46,4 bzw. 46,2 Prozent nahezu identisch, bei den Freiwürfen ist Alba zielsicherer (80 gegenüber 74 Prozent). Auffällig: Die Berliner absolvierten auf Grund ihrer Teilnahme an der Euroleague bereits 64 Pflichtspiele in dieser Saison, die Münchner nach ihrem freiwilligen Verzicht auf die drittklassige EuroChallenge gerade mal 37. Ob sich die Mehrbelastung in der entscheidenden Saisonphase als Vor- oder Nachteil erweist, wird sich zeigen. Die Brose Baskets Bamberg zogen in den vergangenen Jahren aus den gegen internationale Spitzenteams gesammelten Erfahrungen großen Nutzen.

Direkter Vergleich: Beide Teams gewannen ihre Heimspiele. Allerdings waren diese nur wenig aussagekräftig: Beim 82:70 der Berliner Anfang Dezember befanden sich die Münchner wenige Tage nach dem Trainerwechsel in einem Findungsprozess. Beim Münchner 79:61 Anfang Februar waren die Berliner sichtlich geschlaucht von der Doppelbelastung Bundesliga/Euroleague. Gehaltvoller war da schon vor sechs Wochen der 92:83-Erfolg von Alba in einem spektakulären Pokal-Halbfinale.

Fazit: Bayern hat dank des Heimvorteils alle Trümpfe in der Hand. Ob es den Berlinern gelingt, eine Partie in München zu gewinnen, ist nach den zuletzt gezeigten Leistungen zweifelhaft. Allerdings erlebte das Team auch vor dem Pokal-Endturnier auch eine Schwächephase, präsentierte sich dann auf den Punkt in Bestform und gewann die Trophäe.

Dino Reisner

01.05.13
 
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zum Thema

Bundesliga Play-offs - Viertelfinale - Best of 5

Heim GastErg.
Bayern - Alba Berlin88:67
 
Ulm - Artland83:68
 
Oldenburg - TB Bonn78:66
 
BB Bamberg - Hagen99:74
 
Artland - Ulm85:90
 
Alba Berlin - Bayern73:79
 
Hagen - BB Bamberg95:89
 
TB Bonn - Oldenburg88:80
 
Ulm - Artland94:74
 
Oldenburg - TB Bonn97:67
 
Bayern - Alba Berlin89:83
 
BB Bamberg - Hagen104:94
 
TB Bonn - Oldenburg88:82 OT
 
Hagen - BB Bamberg75:92
 
Oldenburg - TB Bonn89:80
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